Beschreibung
Paul Gauguin – Bretonische Eva (Ève Bretonne I) – handgemaltes Leinwandgemälde
Kein Ölbild und nicht groß. Diese Eva ist ein Blatt Papier: Aquarell und Pastell, 33,7 × 31,1 cm (Höhe × Breite, also Hochformat), entstanden 1889 in den bretonischen Monaten und heute im McNay Art Museum in San Antonio, Texas, unter der Inventarnummer 1950.45. Bei uns bekommt dieses Blatt Leinwand und Ölfarbe: ein handgemaltes Leinwandgemälde, auf Bestellung gemalt und niemals gedruckt.
Die Hände bedecken die Ohren, nicht die Augen
Eine blasse nackte Gestalt sitzt auf einem blauen Hang und presst die Handflächen an den Kopf – auf die Ohren, nicht auf die Augen. Der Mund steht offen, ein blaues Band liegt im Haar. Hinter ihr steigt ein dunkler Stamm mit blauem Laub und roten Früchten auf, und am rechten Ast kommt eine Schlange herab. Der französische Eintrag zum Blatt sagt, Eva halte sich die Ohren zu, um das Zischen nicht zu hören; das ist eine Lesart und keine Beschriftung des Malers, und so geben wir sie auch wieder. Die Geste selbst ist eindeutig: verschlossen wird genau der Sinn, über den die Versuchung sie erreicht.
Eine Haltung, die Gauguin im Museum fand
Die geschlossene Haltung mit dem Kopf zwischen den Händen kehrt bei Gauguin mehrfach wieder, und die Kunstgeschichte leitet sie von einer Mumie her, die er im Pariser Musée d’ethnographie du Trocadéro sah. Wayne Andersen brachte den Zusammenhang 1967 zu Papier, Robert Rosenblum entwickelte ihn 1975 weiter. Es handelt sich um eine kunsthistorische Zuschreibung und nicht um eine Aussage Gauguins, und genau so geben wir sie an. Trifft sie zu, dann ruht diese Eva auf einem Körper, der Jahrhunderte tot war, ehe er den Namen der ersten Frau erhielt.
Bretagne statt Paradies
Der Sündenfall ist aus dem Garten auf einen bretonischen Hang versetzt. Der Grund teilt sich in eine gelbe und eine orangerote Fläche, in der Ferne stehen zwei dunkle Stämme, und von der Tracht bleibt allein das blaue Band im Haar. Die Jahreszahl 1889 steht auf dem Blatt selbst, neben der Signatur „P Gauguin“ in der unteren rechten Ecke. Aus denselben Monaten stammen jene bretonischen Leinwände, für die Gauguin heute bekannt ist – nur griff er hier zu Papier statt zu Leinwand.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Ganz offen gesagt: das Original ist Aquarell und Pastell auf Papier, unsere Ausführung dagegen Öl auf Leinwand. Die Körnung des Papiers ahmen wir nicht im Druck nach, sondern suchen sie mit trockenem, zurückgehaltenem Pinselstrich. Wir malen das Werk in acht Größen; dem Original am nächsten kommt 31 × 34 cm, für eine größere Wand wird oft 70 × 80 cm gewählt. Aus demselben Jahr 1889 stammt Dans les vagues – wieder eine nackte Gestalt, doch in Bewegung geworfen statt in Stille; Der grüne Christus zeigt denselben bretonischen Sommer im religiösen Motiv, und Tanzende bretonische Mädchen dieselbe Landschaft mit ihren Menschen in Tracht.
- Motiv: Bretonische Eva (Ève bretonne), Paul Gauguin, 1889, Bretagne
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: Aquarell und Pastell auf Papier, 33,7 × 31,1 cm, McNay Art Museum, San Antonio, Inv. 1950.45
- Wissenswertes: Eva bedeckt nicht die Augen, sondern die Ohren – sie sperrt die Versuchung am Ohr aus, nicht am Auge









































