Beschreibung
Mahana no atua (Der Tag des Gottes) – Gauguins tahitianischer Altar aus Farbe
Paul Gauguin malte Mahana no atua 1894 in Paris, zwischen seinen beiden Aufenthalten auf Tahiti. Das Gemälde schildert keine tatsächlich beobachtete Zeremonie, sondern eine aus der Erinnerung zusammengesetzte Darstellung. Im oberen Streifen steht ein dunkler Götze, flankiert von tanzenden und musizierenden Gestalten; in der Mitte liegen und sitzen drei Frauen auf rosafarbenem Sand; im unteren Bereich löst sich die Leinwand in reine Farbflecken auf, die nicht mehr das Wasser beschreiben, sondern sich selbst. Das Werk befindet sich im Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1926.198.
Was das Gemälde zeigt
Die Komposition gliedert sich in drei waagerechte Streifen. Oben steht die Statue der Gottheit, umgeben von bewegten Gestalten. Darunter liegen drei weibliche Körper: einer zusammengerollt auf der Seite, einer aufrecht sitzend mit den Füßen im Wasser, einer ausgestreckt. Es sind keine Porträts, sondern Zustände – Geburt, Leben und Tod, wie die Szene meist gedeutet wird. Das untere Drittel der Leinwand wird zu einer Folge unregelmäßiger blauer, gelber und violetter Flecken.
Technik: Öl auf Leinengewebe
Der Bildträger ist nicht die übliche Baumwollleinwand, sondern ein feineres Leinengewebe. Der Unterschied zeigt sich aus der Nähe: Leinen ist unregelmäßiger und straffer gewebt, und Gauguin hat es nicht vollständig mit Farbe bedeckt – an mehreren Stellen scheint das Gewebe durch den dünnen Auftrag und wirkt im Farbton mit. Die Farben sind flächig aufgetragen, von einer dunklen Linie umrandet, ohne Modellierung und ohne Tiefenperspektive.
Die Aufschrift, die kein Wasserzeichen ist
Am unteren Rand steht, in der Farbe selbst und von Hand geschrieben: MAHANA no ATUA und Gauguin 94. Das ist der eigene Pinselstrich des Malers und Teil des Originalwerks – kein nachträglich hinzugefügtes Wasserzeichen und kein Verlagsvermerk. Auf der Reproduktion wird die Aufschrift genauso gemalt wie der Rest der Szene, denn sie gehört zum Werk.
Wie groß die Leinwand ist – zwei Quellen weichen voneinander ab
Hier ist Offenheit angebracht: Zwei zuverlässige Quellen nennen unterschiedliche Maße. Das Art Institute of Chicago gibt 68 x 91 cm an, Wikidata 66 x 87 cm. Jahr, Museum und Inventarnummer stimmen in beiden Einträgen überein – nur die Maße weichen ab. Für die Formatwahl fällt das nicht ins Gewicht, denn das Seitenverhältnis bleibt in beiden Fällen nahezu gleich, und das Querformat bleibt Querformat.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Die Reproduktion wird von Hand gemalt, mit Ölfarben auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv verlangt der untere Streifen die größte Sorgfalt: Die Flecken müssen getrennt und klar bleiben, denn beim Ineinanderfließen geht genau das verloren, was das Werk modern macht. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
- Motiv: der Götze mit begleitenden Gestalten, drei Frauen auf rosafarbenem Sand und der untere Streifen aus flächigen Farbflecken.
- Technik: Öl auf Leinengewebe, flächige Farben mit betonter Kontur.
- Größen: Querformat, von 40 x 30 cm bis 200 x 150 cm; am häufigsten gewählt werden 100 x 75 cm und 120 x 90 cm.
- Wissenswert: Der Titel ist tahitianisch, das Werk entstand jedoch in Paris, aus der Erinnerung und nach eigenen früheren Zeichnungen.
Wenn Sie dieselbe tahitianische Schaffensphase interessiert, sehen Sie sich auch Fatata te Miti (Am Meer), Drei tahitianische Frauen und Der Geist der Toten wacht (Manao tupapau) an, in denen dieselben Sandtöne und dieselbe flächige Malweise wiederkehren.









































