Beschreibung
Matamoe (Landschaft mit Pfauen) – ein Arbeitstag, vor den zwei Pfauen gestellt sind
Das Bild steht hochkant und ist voller Geschehen, und doch fallen zuerst die Vögel auf. In der unteren linken Ecke spazieren zwei Pfauen über den grünen Rasen: der erste blaugrün, mit langem, hinter ihm herschleifendem Schwanz, der zweite blass rosa und gräulich. Rechts von ihnen liegen dunkle Kiesel und ein rotes Blatt. Erst über den Vögeln öffnet sich die Landschaft: ein Mann mit blauem Hüfttuch hebt die Axt über die Schulter, neben ihm steigt ein dünner Baumstamm auf. Hinter ihm steigt von einem weißen Haufen Rauch auf, links steht eine Hütte mit braunrosa Dach, daneben zwei kleine Gestalten, die eine in Weiß, die andere in Rot und Blau. Im Hintergrund erheben sich ein orangerroter Hang, ein bläulicher Berg und eine Palme, die sich über den oberen Rand biegt. Das Werk bewahrt das Puschkin-Museum der Bildenden Künste in Moskau unter der Inventarnummer Zh-3369.
Was vorn steht und was hinten
Die Anordnung ist ungewöhnlich. Alles, was Arbeit ist – Axt, Feuer, Hütte, Menschen -, ist nach hinten gedrängt und verkleinert. Den ersten Platz, dort wo man die Hauptszene erwarten würde, bekommen zwei Ziervögel, die mit der Arbeit nichts zu tun haben. Gauguin hat damit das übliche Verhältnis von Wichtigem und Nebensächlichem umgekehrt: der Blick fängt zuerst das Gefieder und erst danach den arbeitenden Menschen.
Der Mann mit der Axt
Die Gestalt rechts ist in einer einzigen Bewegung gemalt: beide Arme sind erhoben, die Axt liegt hinter dem Kopf, der Körper ist gedreht. Das ist keine für den Maler gehaltene Haltung, sondern der Schwung unmittelbar vor dem Schlag. Gerade deshalb wirkt die Szene trotz der ruhigen Landschaft nicht wie eine Ansichtskarte; irgendwo in ihr geschieht etwas, auch wenn es klein und im Hintergrund geschieht.
Der Titel im gelben Band
In der unteren rechten Ecke ist ein schmales gelbes Band gemalt und darauf in dunklen Buchstaben die Aufschrift Matamoe, daneben Signatur und Jahreszahl. Der Museumseintrag nennt nur diesen Namen, ohne Erläuterung; was das tahitische Wort bedeutet, behaupten wir hier nicht. In Sammlungen und Büchern erscheint das Werk häufig auch als Landschaft mit Pfauen, und an den Vögeln ist es am leichtesten wiederzuerkennen.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, in Ölfarbe, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist der Schwanz des blauen Pfaus das Schwierigste: er besteht aus winzigen, genau gesetzten Strichen, und wenn diese verlaufen, verliert der Vogel sein Gewicht im Vordergrund. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: zwei Pfauen im Gras, dahinter ein Mann mit der Axt, Rauch, eine Hütte und ein Berghang.
- Technik: Öl auf Leinwand, kräftige Farben und hoher, stehender Ausschnitt.
- Größen: Hochformat, von 30 x 40 cm bis 150 x 200 cm; häufig gewählt werden 60 x 80 cm und 90 x 120 cm.
- Wissenswertes: die Ziervögel stehen vorn, die Arbeit ist nach hinten gerückt.
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