Beschreibung
Paul Gauguin – Bretonischer Junge – handgemaltes Leinwandgemälde
Über diese Leinwand sind sich Museum und Restauratoren nicht auf den Millimeter einig. Sie entstand 1889, Öl auf Leinwand, nach dem Museumseintrag 73,5 × 93 cm (Breite × Höhe, also Hochformat), und wird vom Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Köln bewahrt. Bei uns entsteht dieser liegende Junge neu unter dem Pinsel: ein handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, ohne Druck.
Sieben Millimeter, über die die Quellen streiten
Der Museumseintrag nennt als Breite 73,5 cm. Die technische Studie Painting Light (Mailand, 2008), die die Leinwand unter anderem mit Infrarotreflektografie untersuchte, nennt 74,2 cm. Sieben Millimeter, und sie kommen nicht von nirgendwo: so wandern die Zahlen, wenn eine Leinwand neu vermessen wird, im Keilrahmen oder ohne ihn. Merkwürdigerweise stimmen die Proportionen unserer Fotografie genau mit 74,2 überein. Das sagt etwas über die Fotografie und nichts über die Leinwand, deshalb halten wir uns an den Museumseintrag: es gilt 73,5, und die andere Zahl nennen wir, statt sie zu verschweigen.
Die Jahreszahl vor der Signatur
Der Junge liegt auf einem weißen Tuch, das über das Gras gebreitet ist, einen Arm über der Brust, den Kopf uns zugewandt, die Augen halb geschlossen. Das Gras ist gleichmäßig grün, durchsetzt von kleinen belaubten Zweigen. In der unteren rechten Ecke steht nicht zuerst der Name: vor P Gauguin steht die Jahreszahl 89. Die umgekehrte Reihenfolge ist eine Kleinigkeit, aber sie ist überprüfbar – man sieht sie auf dem Werk selbst.
Ein weißes Tuch statt eines Hintergrunds
Im bretonischen Jahr 1889 setzte Gauguin wiederholt einen nackten Körper unmittelbar ins Gras. Hier schob er noch etwas dazwischen: ein ausgebreitetes weißes Tuch, das als helle Fläche wirkt und das Grün von sich wirft. Wegen dieses Weiß versinkt die Haut nicht im Grün, sondern bleibt warm. Einen Hintergrund im üblichen Sinn gibt es nicht – keinen Himmel, keinen Horizont, nur Gras, das bis an den oberen Rand steigt.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Das Hochformat und die ruhige grüne Fläche bedeuten, dass dieses Werk dort wirkt, wo eine Wand höher als breit ist – neben einer Tür, zwischen zwei Fenstern, in einem schmalen Flur. Wir malen es in acht Größen; dem Original am nächsten kommt 73 × 93 cm, für eine größere Wand wird oft 100 × 130 cm gewählt. Aus demselben Jahr 1889 stammt Bretonische Eva – wieder ein nackter Körper in der Bretagne, doch auf Papier statt auf Leinwand; Die Badestelle setzt Badende ins Wasser desselben Sommers, und Der grüne Christus zeigt dieselbe Gegend im religiösen Motiv.
- Motiv: Bretonischer Junge, Paul Gauguin, 1889, Bretagne
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: Öl auf Leinwand, 73,5 × 93 cm laut Museum (74,2 × 93 cm in einer technischen Studie von 2008), Wallraf-Richartz-Museum, Köln
- Wissenswertes: in der unteren rechten Ecke steht die Jahreszahl vor dem Namen – erst 89, dann P Gauguin









































