Beschreibung
Paul Gauguin – Dort ist der Tempel (Parahi te marae) – handgemaltes Leinwandgemälde
Dieses Motiv gibt es zweimal, und unseres ist das kleinere. Unsere Vorlage ist ein Aquarell über Graphit auf japanischem Papier, entstanden um 1892 auf Tahiti, nur 22,9 × 18,5 cm groß, im Besitz der Harvard Art Museums / Fogg Museum. Bei uns entsteht die Szene neu unter dem Pinsel: ein handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, niemals ein Druck.
Blatt und Leinwand: zwei Fassungen einer Szene
Zwei Werke Gauguins tragen den Namen Parahi te marae. Bekannter ist das große Öl auf Leinwand im Philadelphia Museum of Art, dort als The Sacred Mountain geführt. Unser Bild ist nicht diese Leinwand. Unseres ist das Harvarder Blatt — ein transparentes Aquarell auf japanischem Papier, kleiner als ein Briefbogen, mit sichtbaren Papierrändern an allen vier Seiten. Wer die Ölfassung kennt, sieht den Unterschied sofort: Hier gibt es keinen dunklen, fast schwarzen Vordergrund und keinen reich geschnitzten Zaun.
Was auf dem Blatt zu sehen ist
Quer durch die Mitte zieht sich ein breiter gelber Hang, in dünnen schnellen Strichen angelegt, durch die stellenweise Papier und Graphit durchscheinen. Dahinter steigt ein violettblauer Berg auf, und in seiner Kerbe steht eine blasse aufrechte Figur — der Götze, der dem Bild den Titel gibt. Am rechten Hang sitzen grüne Büsche, der Himmel ist nur eine verdünnte blaue Lasur in waagerechten Zügen. Unten verläuft ein schlichter Holzzaun aus Pfosten und Querlatten, daneben violettes Laub und rote Blüten. Das Ganze ist als Studie gemacht: rasch, transparent, ohne Korrekturen.
Eine Szene, die es nie gab
Ein Marae ist ein polynesischer heiliger Bezirk. Als Gauguin 1891 nach Tahiti kam, lagen die meisten davon bereits in Ruinen, und diese Szene gab es nirgends — er setzte sie selbst aus verschiedenen Quellen und aus Gegenständen mehrerer Teile Polynesiens zusammen. Es ist keine Landschaft, die man auf einer Karte finden könnte, sondern ein erfundener Schauplatz. Genau das macht das Aquarell interessant: Denselben erfundenen Ort gibt es auch auf der großen Leinwand, hier aber sehen wir ihn in dünner, rascher Form, in Farbe, durch die man hindurchsehen kann.
Ein handgemaltes Leinwandgemälde für Ihr Zuhause
Gelb, Violett und Blau sind hier weich und durchscheinend, das Bild drängt sich also nicht auf — es wirkt im Schlafzimmer, in der Arbeitsecke oder in einer Reihe kleinerer Bilder an der Wand. Das Originalblatt misst 22,9 × 18,5 cm; wir malen es in acht Größen, die Sie im Auswahlfeld über diesem Text bestimmen, und stets als Öl auf Leinwand. Aus denselben tahitianischen Jahren stammen Ia Orana Maria, wo Gauguin eine christliche Szene unter Tahitianerinnen versetzt, und Der Geist der Toten wacht; wohin dieser Weg führte, erzählt Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
- Motiv: Parahi te marae — Dort ist der Tempel, Paul Gauguin, um 1892, Tahiti
- Technik: handgemaltes Bild auf Leinwand, Öl auf Leinwand, eine Reproduktion — niemals ein Druck
- Original: Aquarell über Graphit auf japanischem Papier, 22,9 × 18,5 cm, Harvard Art Museums / Fogg Museum, Inv.-Nr. 1962.42, Vermächtnis Marian H. Phinney
- Wissenswert: Ein großes Öl auf Leinwand im Philadelphia Museum of Art trägt denselben Titel — unsere Vorlage ist das Harvarder Blatt, nicht jene Leinwand









































