Beschreibung
Tahitianische Frauen am Strand – Gauguins erste tahitianische Leinwand und zwei Kleider
Im November und Dezember 1891, wenige Wochen nach seiner Ankunft auf Tahiti, malte Paul Gauguin zwei Frauen, die nebeneinander im Sand sitzen. Die linke ist im Profil gezeigt, in einem weißen Oberteil und einem roten Pareu mit weißen Blütenmustern, im Haar ein gelbes Band und eine weiße Blüte. Die rechte blickt geradeaus zum Betrachter, in einem hochgeschlossenen rosa Missionskleid, und flicht im Schoß eine Pflanzenfaser. Hinter ihnen laufen ein grünes Band und eine dunkle blaugrüne Linie, davor dehnt sich heller Sand. Das Werk wird im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 2765 aufbewahrt. Das Format ist Querformat – das Museum nennt zuerst die Höhe und dann die Breite, also 69 x 91,5 cm.
Zwei Kleider, ein Sand
Genau in der Kleidung liegt der ganze Inhalt des Werks. Die linke Frau trägt den Pareu, den traditionellen tahitianischen Rock; die rechte ein langes rosa Kleid europäischen Schnitts, das die Missionare auf die Insel gebracht hatten. Sie sitzen nebeneinander, auf demselben Sand, ohne Erzählung und ohne Erklärung. Gauguin hat nicht den Zusammenstoß zweier Welten gemalt – er hat sie schlicht nebeneinandergesetzt und es dem Betrachter überlassen, den Unterschied zu sehen.
Hände, die arbeiten, und Hände, die ruhen
Die rechte Frau flicht im Schoß eine helle Pflanzenfaser; ihre Finger sind der einzige Punkt der Bewegung in einem sonst völlig ruhenden Werk. Die linke stützt die Handfläche in den Sand und tut nichts. Genau dieser Unterschied hält die Szene aufrecht: ohne ihn wären die beiden Gestalten nur zwei dekorative Formen auf einer Farbfläche.
Signatur und Jahreszahl auf der Leinwand selbst
In der unteren rechten Ecke sind mit dem Pinsel die Signatur P. Gauguin und die Jahreszahl 91 gemalt. Pinsel, nicht Feder: Name und Jahreszahl sind Farbe wie alles andere auf dieser Leinwand. Ebenso malen wir sie, in das Bild hinein und nicht darüber gedruckt.
Wo das Original liegt und was die Quellen sagen
Das Original befindet sich im Musée d’Orsay, Inventarnummer RF 2765, Öl auf Leinwand, Maß 69 x 91,5 cm. Der Eintrag des Museums datiert das Werk auf 1891, der enzyklopädische Eintrag dagegen auf 1890. Hier gilt die Angabe des Museums, doch wir nennen beide offen; die Jahreszahl, die der Maler auf die Leinwand selbst gesetzt hat, stimmt mit dem Museum überein.
Wie ein handgemaltes Leinwandgemälde entsteht
Die Reproduktion wird von Hand gemalt, mit Ölfarben auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv ist der Sand das Schwierigste: er muss warm und hell wirken, aber nicht leer, sonst verlieren die Gestalten den Halt unter sich. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
- Motiv: zwei tahitianische Frauen im Sand, links im roten Pareu, rechts im rosa Missionskleid mit einem Geflecht im Schoß.
- Technik: Öl auf Leinwand, weite ruhige Farbflächen und entschiedene Farbbänder.
- Größen: Querformat, von 40 x 30 cm bis 200 x 150 cm; am häufigsten gewählt werden 80 x 60 cm und 100 x 75 cm.
- Wissenswertes: eine der ersten Leinwände, die Gauguin nach seiner Ankunft auf Tahiti malte, mit der Jahreszahl 91 auf der Leinwand selbst.
Wenn Sie derselbe Zeitraum interessiert, sehen Sie sich auch Ia Orana Maria, Fatata te Miti (Am Meer) und Zwei tahitianische Frauen an, in denen Gauguin ebenfalls tahitianische Gestalten in einen ruhigen, flächigen Raum setzt.









































