Beschreibung
Improvisation 28 (zweite Fassung) ist ein Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1912: eine breite Leinwand auf hellem Grund, von kräftigen schwarzen Linien durchzogen; links drängen sich blaue, dunkle und wellige Formen, rechts steigt ein grüner Bogen mit kleinen Türmchen auf. Das Original bewahrt das Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Bei uns entsteht das Werk als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Improvisation 28 (zweite Fassung) |
| Weitere Titel: | Improvisation 28 (Second Version) |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1912 |
| Originalgröße: | 162,5 cm x 112,6 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus (Der Blaue Reiter) |
| Standort: | Solomon R. Guggenheim Museum, New York (Inv.-Nr. 37.239) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Größen von 60 x 40 cm bis 200 x 140 cm, auf Wunsch nach Maß |
Improvisation 28 (zweite Fassung) – Wassily Kandinsky
Was ist auf dem Gemälde zu sehen?
Der Grund ist hell, grauweiß, und darüber laufen dicke schwarze Linien, manche gerade und schräg, andere geschwungen. Links drängt sich eine dichte Gruppe von Formen: eine blaue, leiterartige Form mit weißen Bögen, eine dunkelbraune Masse und ein tiefblauer Fleck, darüber bunte, federartige Schwünge. Oben links bricht eine schwarze Linie zu einem Gipfel, am oberen Rand ziehen Bänder in Blau, Karmin und Rosa und eine gezackte schwarze Linie. Durch die Mitte steigt ein Bündel paralleler schwarzer Linien nach rechts. Rechts spannt sich ein großer grünblauer Bogen, auf ihm stehen zwei kleine Türmchen, innen drängt sich zwischen schwarzen Strichen eine blasse Form. Oben rechts liegt ein rosaroter Fleck, am Rand ein violetter. Unten reihen sich kleine schwarze Bögen mit blauen Schatten, unten links weiße, schwarz umrandete wellige Formen. In der unteren linken Ecke stehen Signatur und Jahreszahl.
Sintflut auf der einen Seite, Rettung auf der anderen?
So liest das Museum das Gemälde. Nach seinem Eintrag setzte Kandinsky auf die eine Seite der Leinwand die Katastrophe, auf die andere das Paradies der geistigen Erlösung, und zwar mit stark schematisierten Mitteln. Links erscheinen ein Boot und Wellen, die die Sintflut ankündigen, eine Schlange und vielleicht Kanonen; rechts ein sich umarmendes Paar, eine strahlende Sonne und festliche Kerzen. Als abstraktes Gemälde zeigt es nichts wörtlich, doch mit dem Eintrag des Museums kann man die weißen welligen Formen unten links als Wellen lesen und die senkrechten Linien rechts als Kerzen. Dieselbe Teilung hat laut Museum auch Kandinskys Skizze für Komposition II, die dasselbe Museum besitzt.
Reiter und Apokalypse
Das Museum stellt das Gemälde in einen größeren Zusammenhang. Das Motiv von Pferd und Reiter stand für Kandinskys Kampf gegen herkömmliche ästhetische Werte und für seinen Traum von einer geistigeren Zukunft durch die Kunst. Der Reiter erscheint in vielen Holzschnitten, Temperaarbeiten und Ölarbeiten, von seinem ersten Auftreten in den frühen, volkskunstnahen Werken, die er um die Jahrhundertwende in seiner Heimat Russland malte, bis zu den abstrahierten Landschaften, die er Anfang der 1910er Jahre in München malte, und auf den Umschlägen seines Buches Über das Geistige in der Kunst von 1911 und des Almanachs Der Blaue Reiter, den er mit Franz Marc herausgab. 1909, im Jahr, in dem er Blauer Berg vollendete, malte er mindestens sieben weitere Leinwände mit Reitern; sein Stil wurde zunehmend abstrakt und expressionistisch, und seine Themen verlagerten sich von Naturereignissen zu apokalyptischen Erzählungen. Bis 1910 speisten sich viele Werke aus der Offenbarung des Johannes: Der Reiter stand nun für die apokalyptischen Reiter, die eine Zerstörung epischen Ausmaßes bringen, nach der die Welt erlöst wird.
Was ist eine Improvisation?
Kandinsky unterschied in seinem Buch Über das Geistige in der Kunst drei Arten seiner Gemälde: Impressionen, Improvisationen und Kompositionen. Improvisationen beschrieb er als hauptsächlich unbewusste, spontane Ausdrücke innerer Vorgänge, also Eindrücke der inneren, nicht der äußeren Natur. Improvisation 28 ist danach ein solcher Ausdruck, der aber, wie der Eintrag des Museums zeigt, einen klaren Aufbau hat: Gefahr links, Rettung rechts.
Wie entstand das Gemälde?
Vor dem Gemälde entstand eine Studie. Dasselbe Museum besitzt die Studie zu Improvisation 28 (zweite Fassung) von 1912, Aquarell, Tusche und Graphit auf Papier, 39 x 56,1 cm. Das Gemälde selbst führt das Museum in der Gründungssammlung unter der Inventarnummer 37.239.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Der Maler arbeitet nach einer hochauflösenden Vorlage und baut das Gemälde in Schichten auf, mit Pinsel und Ölfarben. Bei diesem Motiv kommt es auf die schwarze Linie an: Sie muss dick und satt, aber beweglich sein, als wäre sie in einem Zug gezogen, und die Farbflecken müssen leicht und durchscheinend bleiben, damit der helle Grund durchatmet. Ein Ölgemälde behält seine Farben über viele Jahre, denn Öl verblasst nicht wie ein Druck. Da jede handgemalte Kopie einzeln entsteht, gleichen sich zwei Exemplare nie bis ins Letzte; gleich bleiben Motiv, Proportionen und Farben.
Welches Maß für welche Wand?
Das Original misst 162,5 x 112,6 cm; bei unserem Maß 162 x 111 cm ist die Breite 5 mm kleiner und die Höhe 16 mm kleiner. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es am besten in 120 x 80 oder 140 x 100 cm, wo die schwarzen Linien genug Raum haben. Die Maße 60 x 40 und 70 x 50 cm passen über einen Schreibtisch oder in den Flur, 90 x 60 und 100 x 70 cm ins Schlafzimmer, 200 x 140 cm an eine sehr große Wand. Da das Werk breit ist, wirkt es schön über einem Sofa oder einer Kommode.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der acht Maße zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihren Maßen; das ist unser Gemälde nach Maß, und wir sagen Ihnen dabei auch, wie sich die Komposition an das geänderte Seitenverhältnis anpasst. Jede Leinwand wird auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt. Ein Rahmen ist nicht verpflichtend und im Grundpreis nicht enthalten.
Lieferung und Gewährleistung
Da jedes Gemälde auf Leinwand bei uns erst nach der Bestellung in unserem Atelier in Slowenien entsteht, rechnen Sie je nach Maß mit 15 bis 45 Tagen. Wir versenden geschützt, versichert und mit Sendungsverfolgung, innerhalb der EU ohne Zoll. Stimmt beim Empfang etwas nicht, melden Sie sich, und wir regeln es. Alle unsere Kandinsky-Reproduktionen versammelt die Galerie Wassily Kandinsky; den Maler stellt unser Artikel über Wassily Kandinsky vor. Verwandte Werke finden Sie bei uns außerdem unter Improvisation 19 und Allerheiligen I.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, wo es zur Gründungssammlung des Museums gehört, Inventarnummer 37.239. Der Katalogeintrag des Museums ist auf der Seite des Guggenheim Museums zu finden.
Wie groß ist das Original?
Es misst 162,5 x 112,6 cm. Wir nennen die Breite zuerst; das Museum führt die Höhe voran, 112,6 x 162,5 cm. Bei unserem Maß 162 x 111 cm ist die Breite 5 mm kleiner und die Höhe 16 mm kleiner.
Wann ist das Werk entstanden?
1912. In der unteren linken Ecke stehen die Signatur Kandinsky und die Jahreszahl 1912.
Was ist auf dem Gemälde dargestellt?
Laut dem Museum Katastrophe und Rettung zugleich: links Boot, Wellen, Schlange und vielleicht Kanonen, rechts ein sich umarmendes Paar, Sonne und Kerzen, alles in schwarzen Linien und Farbflecken.
Ist das ein Druck?
Nein. Dies ist ein Kunstgemälde, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind im Streiflicht sichtbar und lassen sich ertasten.
Welches Maß soll ich wählen?
Für ein Wohnzimmer eignen sich 120 x 80 und 140 x 100 cm am besten, für Schreibtisch oder Flur 60 x 40 oder 70 x 50 cm. Kleben Sie vor der Entscheidung ein Papier in der gewählten Größe an die Wand und lassen Sie es einen Tag hängen.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja. Wir malen auch Maße, die nicht in der Liste stehen, und sagen Ihnen, wie sich die Formen verteilen.
Wie wird geliefert?
Versichert und mit Sendungsverfolgung, innerhalb der EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Gemäldes zur Freigabe.
Was ist der Almanach Der Blaue Reiter?
Laut dem Museum ein Buch, das Kandinsky mit Franz Marc herausgab; auf seinem Umschlag steht ein Reiter, das Motiv, mit dem Kandinsky seine Hoffnung auf eine geistigere Zukunft ausdrückte.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Es ist nicht verkäuflich und hat deshalb keinen Marktpreis. Es gehört einer öffentlichen Museumssammlung und bleibt dort; was wir anbieten, ist eine von Hand gemalte Kopie, nicht das Original, und das eine verwechseln wir nie mit dem anderen.
Eignet sich das Gemälde als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der kräftige Striche und lebhafte Farben mag. Sind Sie bei Motiv oder Maß unsicher, gibt es einen Geschenkgutschein, und die Entscheidung bleibt der beschenkten Person.
- Motiv: schwarze Linien und Farbflecken auf hellem Grund; laut Museum Katastrophe links und Rettung rechts
- Original: Solomon R. Guggenheim Museum, New York, Inv.-Nr. 37.239, 1912, 162,5 x 112,6 cm
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße von 60 x 40 bis 200 x 140 cm, auf Keilrahmen, auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: laut Museum dieselbe Teilung in Untergang und Rettung wie die Skizze für Komposition II









































