Beschreibung
Die Stimme
Die Stimme von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl von 1896, das unter der Inventarnummer MM.M.00044 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 120 x 90.5 cm. Zwischen Baumstämmen am Ufer steht ein junges Mädchen, dem Betrachter frontal zugewandt, und hinter ihr leuchtet eine senkrechte Spiegelung auf dem Wasser.
Sie steht links der Mitte und füllt beinahe die ganze Höhe der Leinwand. Sie trägt ein blass bläulich weißes Kleid, die Arme hält sie hinter dem Rücken, was die Schultern gerade stellt und die Haltung steif, fast zeremoniell macht. Langes rotbraunes Haar fällt gerade zu beiden Seiten ihres Gesichts. Das Gesicht ist blass und maskenhaft, mit zwei großen dunklen Augen, die sich als Höhlen lesen, und einem kleinen geschlossenen Mund.
Hinter ihr erhebt sich ein sommerlicher Nachtwald. Vier oder fünf dunkelbraune, beinahe schwarze Stämme laufen über die volle Höhe und zerschneiden sie in senkrechte Bänder; das Mädchen steht zwischen ihnen wie ein weiterer aufrechter Körper. Der obere Grund ist kräftig blau, der untere tief blaugrün. Rechts der Mitte steigt eine senkrechte blass gelbcremefarbene Säule auf dem Wasser auf – die Spiegelung der Sonne oder des Mondes, gemalt als langer Balken mit gerundetem Kopf und einigen waagerechten Marken darunter. Am rechten Rand läuft ein rosa-blassbraunes Uferband mit weißen Zeichen. In der oberen linken Ecke sitzen kleine blassgelbe und weiße Blütenstriche auf dem Blau.
Die Szene gehört zum Lebensfries und trägt einen zweiten Titel, Sommernacht, unter dem die Arbeit im musealen Eintrag geführt wird. Das Motiv eines Ufers mit aufrechter Spiegelung auf dem Wasser kehrt bei Munch lebenslang wieder; unsere Reproduktion folgt der Fassung im Munch-Museum mit 120 x 90.5 cm. Der Titel Die Stimme verweist auf etwas, das auf der Leinwand nicht zu sehen ist, was für Munch bezeichnend ist: gemalt ist der Augenblick kurz vor einem Klang oder kurz danach.
Die Farbe ist sehr dünn und in breiten, ruhigen Flächen aufgetragen; das Blau des Grundes ist beinahe gleichmäßig, ohne Züge, die den Blick ziehen. Die Stämme sind in einem Zug von oben nach unten gezogen. Das Kleid ist die einzige Stelle mit weichen Übergängen, und das Gesicht ist mit weniger Farbe gemalt als alles andere. Stellenweise scheint das Gewebe der Leinwand durch.
Unsere Gemäldereproduktion wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, und niemals gedruckt. Da jede Leinwand eigens für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. Bei diesem Motiv ist die anspruchsvolle Stelle die blaue Fläche, die gleichmäßig und tief bleiben muss, statt flach blau zu werden.
Die Arbeit ist ruhig, kühl und beinahe kontrastlos und wirkt deshalb dort, wo der Betrachter sich Zeit nimmt: im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer oder neben einem Lesesessel. Weil sie durchgehend blau ist, passt eine warme Wand – Sand, Haferton oder helles Holz -, die das Blau ausgleicht; vor einer kalt grauen Wand wird sie farblos. Hängen Sie sie auf Augenhöhe, denn der Blick des Mädchens trägt die ganze Szene. Als Ölgemälde verlangt sie weiches, diffuses Licht, ohne starken Strahler, der die gelbe Säule auf dem Wasser auslöschen würde.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Entstehungsjahr: | 1896 |
| Originalgröße: | 120 cm x 90,5 cm |
| Stil: | Symbolismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Munch-Museum, Oslo |









































