Beschreibung
Der nächste Tag
Der nächste Tag von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand von 1894, das unter der Inventarnummer NG.M.00808 im Nationalmuseum (Nasjonalmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 152 x 115 cm. Quer über einem Bett liegt eine Frau auf dem Rücken, den Kopf über das Kissen zurückhängend, und im linken Vordergrund stehen Flaschen und Gläser auf einem Tisch.
Sie liegt quer durch die Szene, den Kopf an der rechten Seite. Der Kopf ist zurückgeworfen, das Gesicht nach oben und leicht zu uns gewandt, der Mund ein wenig geöffnet, die Augen geschlossen. Langes dunkles Haar breitet sich über das weiße Kissen. Sie trägt eine tief ausgeschnittene weiße Bluse über einem hellen Rock; ein Arm fällt am rechten Rand herab, ein nackter Fuß reicht zur unteren rechten Ecke.
Über dem unteren Teil ihres Körpers liegt eine schwere olivbraune Decke mit dunklen Sprenkeln, die links der Mitte eine große dreieckige Masse bildet und einen Großteil der Leinwand einnimmt. Das Bett ist ein dunkel rotbrauner Rahmen mit einem gedrechselten Pfosten oben in der Mitte und einem gerundeten Kopfende rechts; das Bettzeug ist weiß und rosacreme. In der unteren linken Ecke liegt die Kante eines Tisches in Ockergelb, darauf zwei Flaschen – eine dunkel weinrot mit blassem Etikett, die andere dunkelgrün – und zwei Gläser, von denen das höhere einen rötlichen Rest am Boden hat. Der Grund ist eine warm braunmalvenfarbene Wand, links schimmert eine blass blaugraue Fläche.
Der Titel sagt, was vorher geschah, ohne es zu zeigen, und die Flaschen und Gläser sind die einzigen erzählenden Gegenstände der Szene. Die Arbeit gehört zum Lebensfries und galt bei ihrer ersten Präsentation als skandalös; das ist in zeitgenössischen Reaktionen überliefert und nicht etwas, das auf der Leinwand selbst zu sehen wäre. Munch malte das Motiv in mehreren Fassungen; unsere Reproduktion folgt der des Nationalmuseums mit 152 x 115 cm. Im musealen Eintrag erscheint die Arbeit auch unter dem Titel Der Tag danach.
Die Farbe ist dicht und weich aufgetragen, ohne harte Kanten. Die Decke ist die am stärksten durchgearbeitete Stelle, mit sichtbaren Pinselspuren und dunklen Sprenkeln, die dem Stoff Gewicht geben. Die weiße Bluse und das Kissen sind mit der hellsten Farbe gemalt und ziehen den Blick unmittelbar zum Gesicht. Konturen gibt es kaum; die Formen trennen sich durch den Ton, und die Ränder des Bettes lösen sich stellenweise in der Wand auf.
Unsere Fassung wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, und niemals gedruckt. Da jede Leinwand eigens für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. Bei diesem Motiv ist das Schwierige, den Unterschied zwischen dem Weiß der Bluse und dem Weiß des Kissens zu halten, die nicht dasselbe Weiß sind.
Das Format ist quer und der Aufbau liegt tief, weshalb die Arbeit über einem längeren Möbel gut wirkt – über einer Kommode, einer Bank oder einem niedrigen Schrank. Weil der ganze Klang warm und erdig ist, passt als Wanddekoration eine ruhige Wand in Weiß, Haferton oder Hellgrau; eine kräftig farbige Wand gerät mit der olivbraunen Decke in Streit. Unter Kunstwerke auf Leinwand hängt dieses etwas tiefer als üblich, denn die Szene wird aus sitzender Höhe gesehen. Das Licht sollte warm und weich sein.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Jahr der Erstellung: |
1894 |
| Originalgröße: | 152 cm x 115 cm |
| Malstil: | Symbolik |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Nationalmuseum (Nasjonalmuseet), Oslo |









































