Beschreibung
Selbstbildnis am Fenster
Selbstbildnis am Fenster von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand von 1940, das unter der Inventarnummer MM.M.00446 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 108 x 84 cm. Der Maler steht am Fenster seines Hauses in der linken Hälfte der Leinwand, während die rechte Hälfte der Blick auf den verschneiten Winter draußen einnimmt.
Munchs Gesicht ist in einem starken Orangerot gemalt, beinahe Ziegelrot, und das ist das Ungewöhnlichste an der ganzen Arbeit. Oben ist er kahl, an den Seiten trägt er spärliches blass graugrünes Haar. Die Brauen sind schwer, die Augen blass blaugrau, der Mund nach unten gezogen; der Ausdruck ist ernst und ohne Lächeln. Unter dem Kinn zeigt sich ein helleres grünes Hemd mit dunkler Krawatte, und darüber trägt er eine breite dunkel blaugrüne Jacke, die den ganzen unteren linken Teil ausfüllt. Die Wand hinter ihm ist warm lachsrosa.
Die rechte Hälfte nimmt ein großes Fenster in grünem Rahmen ein. Durch es ist der Winter zu sehen: dunkelgrüne Fichtenzweige, unter Schnee gebogen, ein kahler rotbrauner Schössling und breite Flächen weißen Schnees in kalten Grautönen. Unter dem Fenster läuft eine grüne Bank mit blassen ovalen Zügen. Damit ist die Arbeit zweigeteilt: die linke Hälfte ist warm, die rechte kalt, und diese Teilung ist ihr Aufbau. Das Fenster nimmt genau die halbe Breite ein, sodass Innen und Außen gleichwertig sind. Der Maler blickt nicht hinaus, sondern geradeaus zu uns.
Munch war 1940 etwa siebenundsiebzig Jahre alt und lebte auf dem Anwesen Ekely oberhalb von Oslo; er starb im Januar 1944, sodass dieses Selbstbildnis zu seinen letzten gehört. In den späten Jahren malte er sich immer wieder, oft in den eigenen Räumen und oft neben einem Fenster oder einer Tür. Unsere Reproduktion folgt der Fassung im Munch-Museum mit 108 x 84 cm.
Die Farbe ist schnell und sichtbar aufgetragen, in langen Zügen, die nicht verborgen werden. Die Jacke ist aus senkrechten Schwüngen gebaut, der Schnee draußen aus kurzen, flacheren. Konturen gibt es kaum; das Gesicht löst sich von der Wand allein dadurch, dass es röter ist als sie. An mehreren Stellen, vor allem an den Rändern, ist die Farbe dünn und der Grund scheint darunter hervor.
Unsere Fassung ist ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Strich für Strich in Öl ausgeführt und niemals gedruckt. Da jede Leinwand eigens für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. Bei diesem Motiv ist das Schwierigste das Orangerot des Gesichts, das warm bleiben und nicht ins Braune abgleiten darf.
Die Arbeit ist hochformatig, ruhig und für einen späten Munch ungewöhnlich hell, weshalb sie in einem Raum mit echtem Tageslicht gut wirkt: neben einem Fenster, im Arbeitszimmer oder im Esszimmer. Wegen der Verbindung von Grün und Lachsrosa hängt sie am besten an einer neutralen Wand in Weiß, Hellgrau oder Sand, die keine der beiden Farben verdoppelt. Hängen Sie sie auf Augenhöhe; da es ein Selbstbildnis ist, wirkt die Szene erst, wenn der Blick den des Malers trifft. Unter berühmte Gemälde des späten Munch gehört sie zu den zugänglicheren.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Jahr der Erstellung: |
1940 |
| Originalgröße: | 108 cm x 84 cm |
| Malstil: | Symbolik |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Munch-Museum, Oslo |









































