Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | 1910 |
| Originalgröße: | 162,5 cm x 116 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Kunstmuseum Basel, Schweiz |
Forêt vierge au soleil couchant, 1910
Forêt vierge au soleil couchant, Urwald bei Sonnenuntergang, gehört zu den letzten Dschungelleinwänden Rousseaus. Das Werk von 1910 gehört dem Kunstmuseum Basel und misst 162,5 x 116 cm. Wir führen es zusätzlich unter einem älteren beschreibenden Titel, der in vielen Katalogen weiterhin umläuft.
Das letzte Licht über dem Unterholz
Die Szene zeigt einen Raubtierangriff im dichten tropischen Unterholz, gesetzt in den Moment, in dem die Sonne sinkt und der Himmel hinter dem Blattwerk ins Orange übergeht. Rousseau nutzte das Licht als Hintergrund und nicht als Quelle, die Schatten wirft; Figuren und Pflanzen sind gleichmäßig beleuchtet, und die Umrisse bleiben auch in der Ferne scharf. Deshalb wirkt die Szene wie ein Ausschnitt einer Bühnenkulisse, deren Vorhang eben aufgegangen ist. Eine vergleichbare Begegnung mit einem Raubtier in größerem Maßstab zeigt Der hungrige Löwe stürzt sich auf die Antilope. Der Titel dieses Werkes unterscheidet sich je nach Quelle, und auch unsere eigenen Seiten führen mehr als eine Form: das Museum verwendet heute den französischen Landschaftsnamen, ältere Kataloge den beschreibenden Titel mit dem Jaguar, weshalb wir hier beide nennen.
Eine gebaute, nicht beobachtete Landschaft
Nichts von diesem Dickicht hat der Maler mit eigenen Augen gesehen. Die Pflanzen studierte er in den Pariser Gewächshäusern des Jardin des Plantes, die Raubtiere im Zoo und auf Abbildungen. Das Blattwerk baute er Schicht um Schicht, Blatt für Blatt, ohne Luftperspektive. Deshalb sind seine Dschungel quer durch den Raum erkennbar, obwohl keiner auf einer Karte zu finden ist. Rousseau war bei der Entstehung sechsundsechzig Jahre alt und starb im selben Jahr; die Leinwand gehört also in die letzten Monate seiner Arbeit, zusammen mit dem größten seiner Dschungelbildwerke. Dasselbe Verfahren ohne Ereignis zeigt Der äquatoriale Dschungel.
Das handgemalte Gemälde
Das Bildwerk entsteht in klassischer Öltechnik, auf Bestellung, in der von Ihnen gewählten Größe. Der Maler arbeitet nach dem Original; da die Szene vom Verhältnis zwischen Raubtieren und Blattwerk lebt, werden die Seitenverhältnisse auch bei kleineren Formaten gehalten. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und aufhängefertig, ohne zusätzlichen Rahmen. Das gesamte Werk finden Sie in der Galerie Henri Rousseau, eine verwandte Waldfigur in Frau spaziert in einem exotischen Wald. Denselben Kampf eines Menschen mit einem Tier, ebenfalls von 1910, zeigt Tropische Landschaft: Indianer im Kampf mit einem Gorilla.
- Motiv: Raubtierangriff im tropischen Unterholz bei Sonnenuntergang
- Technik: Öl auf Leinwand, handgemalt auf Bestellung
- Größen: von 70 x 60 cm bis 200 x 140 cm
- Wissenswertes: das Museum führt das Werk heute unter dem französischen Landschaftstitel, ältere Quellen unter dem beschreibenden









































