Beschreibung
| Titel: | Der hungrige Löwe stürzt sich auf die Antilope |
| Weitere Titel: | The Hungry Lion Attacking an Antelope (Titel bei der Stiftung), Le Lion, ayant faim, se jette sur l’antilope |
| Maler: | Henri Rousseau (1844–1910) |
| Entstehungszeit: | 1898–1905, wie die Stiftung datiert |
| Originalgröße: | 301 cm x 200 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Paris nach dem Impressionismus |
| Standort: | Fondation Beyeler, Riehen/Basel (Inv. 88.4) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder ein Maß nach Wunsch |
Der hungrige Löwe stürzt sich auf die Antilope – Henri Rousseau
Der hungrige Löwe stürzt sich auf die Antilope ist die größte Leinwand dieses Malers in unserem Angebot und eine seiner bekanntesten Dschungelszenen. Der Löwe hat die Antilope gerade gepackt, und um die beiden herum steht das Laub so ruhig, als geschähe nichts. Das Original bewahrt die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel unter der Inventarnummer 88.4; die Stiftung datiert es in die Spanne 1898–1905 und gibt 200 cm Höhe und 301 cm Breite an. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl, auf Leinwand, in acht Größen von 90 x 60 cm bis 301 x 200 cm oder nach Ihrem Maß. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand zur Bestätigung.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Der Löwe hat die Antilope niedergerissen und am Hals gepackt; die Antilope steht noch, den Kopf zurückgeworfen, die Beine noch nicht eingeknickt, sodass die Szene erfasst ist, bevor der Ausgang feststeht. Um sie herum wächst eine dichte Wand aus Blättern, in der jedes Blatt einzeln gezeichnet und nichts verwischt ist: das Laub ist so genau gemalt wie die beiden Tiere, und deshalb hat die Szene keinen Brennpunkt, den man erwarten würde. In den Zweigen darüber sitzen Vögel und andere Tiere und schauen ruhig zu, und gerade diese Ruhe macht die Szene unbehaglich. Die Sonne steht tief, der Himmel ist rot und orange, und dieses Lichtband ist die einzige Stelle, an der sich überhaupt Tiefe öffnet. Dasselbe Verfahren auf kleinerer Leinwand zeigt Tiger im tropischen Sturm.
Warum nennt die Stiftung zwei Jahreszahlen?
Weil sie das Werk in eine Spanne datiert und nicht auf ein Jahr: 1898–1905. Der Eintrag legt nicht fest, wann genau die Leinwand entstand, sondern in welchem Zeitraum. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, und die Spanne ist keine Rundung, sondern eine Angabe: die Entstehung lässt sich nicht an eine Saison heften. Wir geben sie deshalb so an, wie die Einrichtung sie angibt. Eine einzige Jahreszahl sähe genauer aus, wäre aber enger als das, was bekannt ist, und ließe den Leser glauben, die Frage sei entschieden.
Wie groß ist die Leinwand wirklich?
Die Stiftung gibt 200 cm Höhe und 301 cm Breite an. Das ist die Größe einer Wand, nicht die eines Werkes über dem Sofa: das Original ist etwa so breit wie ein Dreisitzer und so hoch wie eine Tür. Unsere größte Größe, 301 x 200 cm, ist daher buchstäblich das Maß des Originals und keine Aufrundung, während die kleinste, 90 x 60 cm, weniger als ein Zehntel seiner Fläche misst. Das ist keine Einzelheit für Sammler: die Szene ist so angelegt, dass das Laub Sie umgibt, und das hängt davon ab, wie viel Ihres Blickfelds sie einnimmt.
Warum unterscheidet sich dieser Dschungel von den früheren?
Der Maler kehrte zum Dschungel zurück nach einer langen Pause, die auf die kühle Aufnahme seines früheren Tigers folgte. Der Unterschied ist sofort zu sehen: größer, dichter, voller Tiere, die in den früheren Arbeiten fehlten. Statt eines Tieres im Sturm steht hier eine ganze Bühne mit Publikum. Das Laub stammt aus demselben Wortschatz – Schichten von Blättern, harte Konturen, keine Luftperspektive – nur gibt es nun so viel davon, dass es selbst zum Gegenstand wird. Eine ruhigere Fassung derselben Welt zeigt Das Mahl des Löwen.
Was bedeutet dieses Gemälde?
Die Szene ist gewaltsam und ohne Erregung gemalt. Nichts flieht, nichts schreit, und die Tiere in den Zweigen schauen zu, wie sie einem Sonnenuntergang zuschauen würden. Manche Betrachter lesen darin die Grausamkeit der Natur, als Tatsache gezeigt und nicht beurteilt; andere bemerken, dass die Szene zu geordnet ist, um wirklich zu sein, und lesen sie als Traum von einem Dschungel, ersonnen von einem Mann, der nie einen gesehen hat. Beides lässt sich vertreten, und das Werk entscheidet sich nicht. Die traumhafteste Fassung dieser Welt zeigt Der Traum.
Wo ist das Original, und unter welchem Titel?
In der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel, Schweiz, als Teil der Sammlung Beyeler, unter der Inventarnummer 88.4. Die Stiftung nennt Öl auf Leinwand und fügt hinzu, dass die Arbeit unten rechts mit dem Namen des Malers signiert ist. Wissenswert ist, dass die Stiftung das Werk auf Englisch unter dem Titel The Hungry Lion Attacking an Antelope führt, also anders, als der Titel sich bei uns und anderswo eingebürgert hat. Den Titel ändern wir nicht, weil das Werk unter ihm eingeführt ist, aber wir nennen beide, damit ein Leser sie verbinden kann. Der Eintrag der Einrichtung steht auf der Seite der Stiftung zum Werk.
Was bedeutet Naive Kunst bei diesem Werk?
Naive Kunst ist der Name für die Malerei von Autodidakten, die keine akademische Werkstatt durchlaufen haben und deren Regeln zu Perspektive, Schattierung und Anatomie nicht folgten. Auf dieser Leinwand zeigt sich das im Laub ohne Tiefe, in der flächigen Farbe und in Tieren, die aus Beobachtung und Erfindung zusammengesetzt sind statt aus dem Studium der Natur. Rousseau war Zollbeamter und begann erst in seinen Vierzigern ernsthaft zu malen. Die Bezeichnung Naive Kunst bedeutet daher nicht Unwissenheit, sondern einen Stil, den man auf den ersten Blick erkennt. Mehr über den Weg des Malers finden Sie in unserem Artikel über den Maler.
Wie entsteht Ihre Leinwand bei uns?
Ihre Leinwand wird erst nach Ihrer Bestellung begonnen und in unserer Werkstatt in Slowenien ausgeführt. Das Öl wird in Schichten aufgetragen, vom Himmel und vom Laub hin zu den beiden Tieren, sodass Löwe und Antilope zuletzt entstehen. Bei den großen Formaten bedeutet das mehrere Wochen Arbeit, denn es sind buchstäblich Hunderte von Blättern und jedes wird einzeln gemalt. Wir drucken nicht und verwenden keinen maschinellen Auftrag; eine handgemalte Leinwand unterscheidet sich vom Druck schon beim Berühren, denn der Farbauftrag ist sichtbar und fühlbar. Die Leinwand wird auf einen Holzkeilrahmen gezogen und ist fertig zum Aufhängen. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl: 90 x 60, 120 x 80, 150 x 100, 180 x 120, 210 x 140, 240 x 160, 270 x 180 und 301 x 200 cm. Da es sich um ein Querformat handelt, braucht es eine breite und ununterbrochene Wand: über dem Sofa, über dem Esstisch oder im Flur, wo es von weitem gesehen wird. Für das Wohnzimmer ist 180 x 120 cm oder größer die übliche Wahl. Unter 120 x 80 cm verschmelzen die Blätter zu einer grünen Fläche, und die Szene verliert genau das, was sie wirken lässt: die Dichte der einzelnen Blätter. Wer die Wand dafür hat, bekommt mit 301 x 200 cm das Maß des Originals.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Ein Maß nach Wunsch bestellen Sie über die Seite Gemälde nach Wunsch, wo Sie Breite und Höhe eintragen. Das Seitenverhältnis ist bei diesem Motiv wichtig: die Szene ist breit, und nähert man sie dem Quadrat an, geht das Laub an den Seiten verloren und mit ihm das Gefühl einer Wand aus Blättern. Deshalb schlagen wir bei Sondermaßen vor, das Verhältnis zu halten und nur die Größe zu ändern. Die Leinwand ist immer auf einen Holzkeilrahmen gezogen. Ein Rahmen ist nicht im Preis enthalten und wird gesondert gewählt.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir liefern nach Slowenien, Kroatien, Italien, Österreich, Ungarn und Deutschland. Die großen Formate reisen gerollt in einer festen Hülse, die kleineren können auch auf den Keilrahmen gezogen reisen, immer in Schutzverpackung. Wir garantieren, dass jedes Werk von Hand gemalt ist und dass Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit vor dem Versand sehen; ist darauf etwas nicht nach Ihrem Wunsch, korrigieren wir es, bevor das Werk die Werkstatt verlässt. Die Ausführungszeit ist bei den größten Formaten länger und wird bei der Bestellung bestätigt.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel, unter der Inventarnummer 88.4. Die Stiftung nennt Öl auf Leinwand, 200 cm Höhe und 301 cm Breite.
Aus welchem Jahr stammt das Werk?
Die Stiftung datiert es in die Spanne 1898–1905 und nicht auf ein einzelnes Jahr, deshalb nennen wir keines.
Warum verwendet die Stiftung einen anderen Titel?
Sie führt das Werk auf Englisch als The Hungry Lion Attacking an Antelope. Es ist dieselbe Arbeit; wir ändern den Titel nicht, nennen aber beide.
Wie groß ist das Original?
200 cm hoch und 301 cm breit. Unsere größte Größe, 301 x 200 cm, ist genau dieses Maß.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand mit Ölfarben auf Bestellung gemalt. Der Farbauftrag ist sichtbar und fühlbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Welche Größe soll ich wählen?
Für das Wohnzimmer 180 x 120 cm oder größer, für eine schmalere Wand 120 x 80 cm. Das Querformat braucht Breite, nicht Höhe.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, ein Maß nach Wunsch fertigen wir ohne Aufschlag für Sondergrößen. Wir empfehlen, das Seitenverhältnis zu halten.
Ist die Leinwand signiert?
Das Original ist nach dem Eintrag der Stiftung unten rechts signiert. Unsere Ausführung ist eine Reproduktion und fälscht die Signatur des Malers nicht.
Wie wird das Werk geliefert?
Gerollt in einer festen Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, mit nachverfolgbarer Sendung. Die Ausführungszeit wird bei der Bestellung bestätigt.
Ist das Original käuflich?
Nein. Das Werk ist in der Sammlung der Stiftung und steht nicht zum Verkauf; einen Wert nennen wir nicht, weil uns dazu eine Quelle fehlt.
Eignet es sich als Geschenk?
In diesen Größen ist es ein Geschenk für eine Wand, die man schon kennt. Möchten Sie die Wahl den Beschenkten überlassen, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: ein Löwe, der eine Antilope niedergerissen hat, in einer dichten Wand aus Blättern, mit zuschauenden Tieren
- Original: 1898–1905, Öl auf Leinwand, 200 x 301 cm (Höhe x Breite), Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Inv. 88.4
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl, acht Größen von 90 x 60 bis 301 x 200 cm oder nach Maß
- Wissenswertes: die Stiftung datiert das Werk in eine Spanne von sieben Jahren und führt es auf Englisch unter einem anderen Titel









































