Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | 1909 |
| Originalgröße: | 129,5 cm x 140,6 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | National Gallery of Art, Washington, USA |
Der äquatoriale Dschungel, 1909
Der äquatoriale Dschungel gehört zu den letzten großen Waldleinwänden Rousseaus, gemalt ein Jahr vor seinem Tod. Das Werk befindet sich in der National Gallery of Art in Washington, die es aus der Sammlung Chester Dale erhielt.
Ein Wald ohne Hauptfigur
Anders als bei den Tigern und Löwen hält hier kein einzelnes Tier die Szene zusammen. Der Blick schließt sich zu einer Wand aus Blättern, aus der erst nach längerem Hinsehen kleine Gestalten hervortreten. Rousseau baute die Tiefe in Bändern: ein unteres Register großer Blätter, dahinter ein mittleres Register aus Stämmen und ganz hinten eine hellere Öffnung, durch die die Sonne fällt. Da es keine Luftperspektive gibt, wirkt der Wald zugleich nah und endlos. Häufig wird behauptet, er habe auf dieser Leinwand mehr als fünfzig unterschiedliche Grüntöne verwendet; diese Zahl können wir nicht aus einer Primärquelle belegen, die Beobachtung zur Bandbreite der Grüntöne trägt aber auch ohne sie. Wo die Methode begann, zeigt Tiger im tropischen Sturm. Gerade in diesen späten Leinwänden verzichtete Rousseau auf das dramatische Ereignis: kein Angriff mehr, kein Blitz, es bleiben nur das Blattwerk und das Licht, das sich hindurcharbeitet. Ein Teil der Betrachter hält diese ruhigen Bildwerke für seine besten, andere ziehen die frühen Raubtierszenen vor; beides lässt sich vertreten.
Ein Gewächshaus statt der Tropen
Rousseau hat nie einen tropischen Wald gesehen. Alles, was er brauchte, fand er in den Pariser Gewächshäusern des Jardin des Plantes, in botanischen Atlanten und in illustrierten Zeitschriften. Er selbst sagte, wenn er das Gewächshaus betrete und die fremden Pflanzen aus exotischen Ländern sehe, komme es ihm vor, als sei er in einen Traum getreten. Deshalb ist sein Dschungel in den Teilen genau und im Ganzen unmöglich: die einzelnen Blätter sind bestimmbare Arten, ihre Verhältnisse zueinander nicht. Dasselbe Verfahren, zu Ende geführt, zeigt Der Traum.
Das handgemalte Gemälde
Das Werk wird in Öl auf Leinwand übertragen, in Öl auf Leinwand, in der von Ihnen gewählten Größe. Der Maler arbeitet nach dem Original, sodass die Grünschichten in derselben Reihenfolge aufgetragen werden wie dort. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und aufhängefertig, ohne zusätzlichen Rahmen. Das gesamte Werk finden Sie in der Galerie Henri Rousseau, eine verwandte Dschungelszene mit Tieren in Die fröhlichen Spaßmacher. Dasselbe dichte Palmlaub, in Schichten gestapelt, zeigt Bananenernte.
- Motiv: dichtes tropisches Unterholz mit heller Öffnung im Hintergrund
- Technik: Öl auf Leinwand, handgemalt
- Größen: von 50 x 55 cm bis 150 x 160 cm
- Wissenswertes: das Original misst 129,5 x 140,6 cm und zählt zu den letzten Werken vor dem Tod des Malers 1910









































