Beschreibung
| Titel: | Die schlafende Zigeunerin |
| Weitere Titel: | The Sleeping Gypsy (Titel in der New Yorker Sammlung) · La Bohémienne endormie |
| Maler: | Henri Rousseau (1844–1910) |
| Entstehungsjahr: | 1897 |
| Originalgröße: | 200,7 cm x 129,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Paris nach dem Impressionismus |
| Standort: | Museum of Modern Art, New York (Inv. 646.1939) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder Maß nach Wunsch |
Die schlafende Zigeunerin (The Sleeping Gypsy) – Henri Rousseau
Dies ist eine der bekanntesten Leinwände Rousseaus, gemalt 1897. Auf dem Sand liegt eine schlafende Gestalt in gestreiftem Gewand, daneben eine Mandoline und ein Krug, über ihr steht ein Löwe. Das Original bewahrt das Museum of Modern Art in New York unter der Inventarnummer 646.1939, als Geschenk von Frau Simon Guggenheim. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl, auf Leinwand, in acht Größen von 80 x 50 cm bis 201 x 130 cm oder nach Ihrem Maß. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand zur Bestätigung.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Szene ist breit und fast leer. Eine schlafende Gestalt liegt auf dem Sand, in ein gestreiftes Gewand gehüllt, einen Arm am Körper ausgestreckt. Neben ihr liegen nur zwei Gegenstände: eine Mandoline und ein Tonkrug. Über ihr steht ein Löwe, die Mähne zum Betrachter gewandt, den Kopf zum schlafenden Körper gesenkt. Der Himmel ist dunkelblau, darin hängt ein großer runder Mond, und der Horizont ist eine beinahe gerade Linie ohne Hindernis. Nirgends fällt ein Schatten vom Löwen auf den Sand. Gerade dieses Fehlen des Schattens ist die merkwürdigste Einzelheit der Szene: der Löwe steht im Licht und wirft dennoch keinen Schatten.
Warum greift der Löwe nicht an?
Weil die Szene kein Ereignis ist, sondern ein Augenblick davor oder danach. Der Löwe zeigt keine Zähne und setzt nicht zum Sprung an; er hält den Kopf gesenkt, als würde er wittern. Die schlafende Gestalt erwacht nicht und weiß nichts von ihm. Diese Zurückhaltung ist der Grund, warum das Werk länger im Gedächtnis bleibt als eine Angriffsszene: der Betrachter entscheidet selbst, ob etwas geschehen wird. Den entgegengesetzten, lauteren Pol derselben Begegnung mit einem Raubtier zeigt Der hungrige Löwe stürzt sich auf die Antilope, wo die Entscheidung bereits gefallen ist.
Wie ist der Raum gebaut?
Nichts hier ist nach der Natur gemalt. Die Wüste ist eine Fläche, keine Landschaft; der Sand hat weder Spuren noch Furchen noch Steine, die ihm Tiefe gäben. Der Löwe ist aus der Beobachtung gefangener Tiere und aus Illustrationen zusammengesetzt, das Gewand ist ein Muster und kein Stoff. Es gibt keine Luftperspektive: der Horizont ist ebenso scharf wie die Gegenstände im Vordergrund, deshalb liest sich die Szene als Fläche mit darauf verteilten Körpern. Tiefe trägt allein die Größe der Figuren. Dasselbe Verfahren, in dichten Pflanzenwuchs übertragen, zeigt die Leinwand Der äquatoriale Dschungel.
Warum ist gerade dieses Werk wichtig?
Es entstand 1897, also in der Mitte des Malerwegs, zwischen den frühen Waldszenen und den späten großen Leinwänden. Von beidem unterscheidet es sich dadurch, wie wenig darauf ist: eine Gestalt, ein Tier, zwei Gegenstände und der Mond. Rousseau hat hier gezeigt, dass seine Art keine dichte Kulisse braucht, um zu wirken – es genügen ein leerer Raum und zwei Körper darin. Die späte, gegenteilige Lösung, bei der die Leinwand bis an den Rand gefüllt ist, zeigt Der Traum.
Was bedeutet dieses Gemälde?
Der Titel sagt, wer schläft, aber nicht, was geschieht. Der Löwe kann die Gefahr sein, die die schlafende Gestalt nicht ahnt; er kann Teil ihres Traums sein; er kann beides zugleich sein. Das Werk entscheidet sich zwischen diesen Lesarten nicht. Die Stille, in der die beiden stehen, ist das Einzige, was sicher ist, und gerade deshalb hat diese Szene später Maler interessiert, die nach Darstellungen des Traums suchten. Wer darin Ruhe sieht, hat recht; wer darin eine Drohung sieht, hat ebenfalls recht.
Wie kam das Werk nach New York?
Die Leinwand ist heute im New Yorker Museum of Modern Art, wo sie unter der Nummer 646.1939 verzeichnet ist. In die Sammlung kam sie im Dezember 1939 als Geschenk von Frau Simon Guggenheim, und genau diese Angabe führt der Eintrag über ihren Weg als Tatsache. Was mit der Leinwand zwischen 1897 und diesem Geschenk geschah, ist in dem Eintrag, den wir gelesen haben, nicht aufgeschlüsselt, deshalb beschreiben wir es nicht; wir lassen lieber eine Lücke, als sie mit einer Vermutung zu füllen.
Was bedeutet Naive Kunst bei diesem Werk?
Naive Kunst ist der Name für die Malerei von Autodidakten, die keine akademische Werkstatt durchlaufen haben und deren Regeln zu Perspektive, Schattierung und Anatomie nicht folgten. Auf dieser Leinwand zeigt sich das an drei Dingen: an der Perspektive, die es nicht gibt, am fehlenden Schatten und am Löwen, der als Zeichen eines Löwen gemalt ist und nicht als Tier in Bewegung. Alles andere ist überlegt – das Verhältnis von Leere und Körpern, die Lage des Mondes, der gewendete Kopf des Raubtiers. Die Bezeichnung Naive Kunst bedeutet hier also nicht Unwissenheit, sondern einen Stil, den man auf den ersten Blick erkennt. Mehr über den Weg des Malers finden Sie in unserem Artikel über den Maler.
Wie entsteht Ihre Leinwand bei uns?
Ihre Leinwand wird erst nach Ihrer Bestellung begonnen und in unserer Werkstatt in Slowenien ausgeführt. Das Öl wird in Schichten aufgetragen, vom Himmel und vom Sand hin zu den Figuren, sodass der Löwe und die schlafende Gestalt zuletzt entstehen, in derselben Folge wie beim Original. Wir drucken nicht und verwenden keinen maschinellen Auftrag; eine handgemalte Leinwand unterscheidet sich vom Druck schon beim Berühren, und keine Ausführung gleicht der anderen vollständig. Die Leinwand wird auf einen Holzkeilrahmen gezogen und ist fertig zum Aufhängen. Vor dem Verpacken fotografieren wir das Werk und senden Ihnen die Aufnahme zur Bestätigung; erst danach geht es auf den Weg. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl: 80 x 50, 90 x 60, 100 x 65, 120 x 80, 140 x 90, 160 x 100, 180 x 120 und 201 x 130 cm. Da es sich um ein sehr breites Querformat handelt, braucht es Wandlänge: über einem Sofa, über einem Bett oder im Flur kommt es zur Geltung, wie es an einer schmalen Wand nicht kann. Für das Wohnzimmer ist 160 x 100 cm oder größer die übliche Wahl. Unter 100 x 65 cm beginnen Mandoline und Krug zu verschwinden, und damit verliert die Szene zwei ihrer vier Gegenstände. Die Größe 201 x 130 cm ist bemerkenswert, weil sie dem Maß des Originals entspricht, auf ganze Zentimeter gerundet. Über einem Sofa sollte das Werk etwa zwei Drittel der Möbelbreite einnehmen.
Wie bestelle ich Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Ein Maß nach Wunsch bestellen Sie über die Seite Gemälde nach Wunsch, wo Sie Breite und Höhe eintragen. Das Seitenverhältnis ist bei diesem Motiv wichtig: die Szene lebt von der Leere zwischen den Figuren und dem Rand, und verschmälert man die Leinwand, rücken der Löwe und die schlafende Gestalt zu eng zusammen. Deshalb schlagen wir bei Sondermaßen vor, das Verhältnis des Originals zu halten und nur die Größe zu ändern. Die Leinwand ist immer auf einen Holzkeilrahmen gezogen. Ein Rahmen ist nicht im Preis enthalten und wird gesondert gewählt; ohne Rahmen ist das Werk gleich nach Erhalt zum Aufhängen bereit.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir liefern nach Slowenien, Kroatien, Italien, Österreich, Ungarn und Deutschland. Die Leinwand reist gerollt in einer festen Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, je nach Größe, immer in Schutzverpackung. Wir garantieren, dass jedes Werk von Hand gemalt ist und dass Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit vor dem Versand sehen; ist darauf etwas nicht nach Ihrem Wunsch, korrigieren wir es, bevor das Werk die Werkstatt verlässt. Bei den längsten Maßen sprechen wir vor der Bestellung über den Zugang zum Raum, denn eine Leinwand in einem Stück braucht einen Weg bis zur Wand.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Museum of Modern Art in New York, unter der Inventarnummer 646.1939. Der Eintrag nennt 1897, Öl auf Leinwand und die Maße 129,5 x 200,7 cm.
Greift der Löwe an?
Auf der Leinwand ist kein Angriff gemalt. Der Löwe steht mit gesenktem Kopf über der schlafenden Gestalt; was geschehen wird, sagt das Werk nicht.
Warum liegt kein Schatten auf dem Sand?
Weil der Maler keinen gemalt hat. Gerade diese Auslassung gibt der Szene die Unwirklichkeit, wegen der sie später als Traumraum gelesen wurde.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand mit Ölfarben auf Bestellung gemalt. Der Farbauftrag ist sichtbar und fühlbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Welche Größe soll ich wählen?
Für das Wohnzimmer 160 x 100 cm oder größer, für einen kleineren Raum 120 x 80 cm. Das Querformat braucht Wandlänge, nicht Höhe.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, ein Maß nach Wunsch fertigen wir ohne Aufschlag für Sondergrößen. Wir empfehlen, das Seitenverhältnis des Originals zu halten.
Welche Größe kommt dem Original am nächsten?
Die Größe 201 x 130 cm, die dem Maß des Originals auf ganze Zentimeter gerundet entspricht. Das Original misst 200,7 x 129,5 cm.
Wie wird das Werk geliefert?
Gerollt in einer Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, mit nachverfolgbarer Sendung. Die Ausführungszeit hängt von der Größe ab und wird bei der Bestellung bestätigt.
Was sagt dieses Gemälde in einem Satz?
Dass zwei Körper und ein Mond in einem leeren Raum mehr sagen können als eine ganze Szene, weil sie dem Betrachter das Ende überlassen.
Ist das Original käuflich?
Nein. Das Werk ist in öffentlichem Besitz des New Yorker Museums und nicht zu verkaufen; einen Wert nennen wir nicht, weil uns dazu eine Quelle fehlt.
Eignet es sich als Geschenk?
Eine ruhige, sofort erkennbare Szene ist eine dankbare Wahl für ein Geschenk. Möchten Sie die Wahl den Beschenkten überlassen, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: schlafende Gestalt in gestreiftem Gewand auf Sand, daneben Mandoline und Krug, darüber ein Löwe und ein großer Mond
- Original: 1897, Öl auf Leinwand, 200,7 x 129,5 cm, Museum of Modern Art in New York, Inv. 646.1939, Geschenk von Frau Simon Guggenheim
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl, acht Größen von 80 x 50 bis 201 x 130 cm oder nach Maß, Aufnahme zur Bestätigung vor dem Versand
- Wissenswert: auf dem Sand liegt kein einziger Schatten – gerade diese Auslassung gibt der Szene ihre Unwirklichkeit









































