Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | 1896–1898 |
| Originalgröße: | 65,5 cm x 49,7 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Pola Museum of Art, Hakone |
Blick auf den Eiffelturm und das Trocadéro, 1896–1898
Eine tief stehende Sonne
Über dem Fluss hängt eine große orangegelbe Sonne, als volle runde Scheibe ohne Strahlen
gemalt. Um sie herum teilt sich der Himmel in waagerechte Bänder: unten warmes Orange und
Rot, höher Blaugrau, oben schwere dunkle Wolken mit weichen Rändern. Genau diese Teilung in
Bänder gibt der Leinwand ihre Ruhe – der Himmel verläuft nicht ineinander, sondern ist in
Schichten übereinandergelegt.
Der Turm mit der Fahne
Links der Mitte erhebt sich der Eiffelturm, als schmales Gitterwerk mit drei deutlichen
Geschossen gemalt. An seiner Spitze weht eine kleine französische Trikolore – eine
Einzelheit, die man leicht übersieht, und die einzige Quelle starker Farbe im oberen Teil des
Gemäldes. Der Turm steht nicht in der Mitte, sondern seitlich, sodass Sonne und Turm nicht um
denselben Platz streiten.
Das Trocadéro auf der anderen Seite
Rechts der Mitte, jenseits der Brücke, steht ein Bau mit zwei Türmen und einer niedrigen
Kuppel dazwischen. Der Titel des Museums nennt diesen Bau das Trocadéro; wir beschreiben ihn
nicht weiter, da der Eintrag des Museums keine Beschreibung des Gemäldes enthält. In der Szene
wirkt er als Gegengewicht zum Turm: zwei Senkrechte rechts gegen eine links.
Die Brücke und die Spiegelung
Eine steinerne Bogenbrücke spannt sich über die ganze Breite, und an ihrer Brüstung stehen
Laternen. Durch die Bögen zeigt sich das Wasser, über das das Licht der Sonne in einem warmen
Band gezogen ist. Unten links liegt ein gelber Lastkahn, am Kai steht eine kleine dunkle
Gestalt, und eine weitere sitzt in einem Ruderboot auf dem Wasser. Eine vergleichbar
geordnete Abendszene unserer Reihe ist Blick auf die Île de la Cité, Paris, ein weiteres Abendmotiv Ein Karnevalsabend.
Herbstbäume an den Seiten
Den linken und den rechten Rand schließen dichte Baumgruppen in Herbstfarben – Ocker,
Braun und Dunkelgrün. Sie wirken wie Vorhänge, zwischen denen sich der Blick auf den Fluss
öffnet. Durch sie ist die Szene begrenzt: das Auge wandert nicht zur Seite, sondern geht
geradewegs auf die Sonne zu. Eine Flussbrücke derselben Reihe ist Blick auf die Brücke von Clichy bei Asnières, eine stille
Wasserfläche Der Kanal.
Museum und Eintrag
Das Original bewahrt das Pola Museum of Art in Hakone, Japan, unter der Inventarnummer
006-0369 auf, in der Gruppe, die das Museum seine Sammlung von Werken Henri Rousseaus nennt.
Das Museum führt es als Öl auf Leinwand mit den Maßen 49,7 x 65,5 cm und datiert es auf
1896-1898. Manche anderen Quellen nennen einen anderen Titel und das Jahr 1910; da es sich um
das eigene Objekt des Museums handelt, folgen wir dem Eintrag des Museums.
Wie wir diese Leinwand anfertigen
Wir fertigen das Gemälde als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand an, auf
Bestellung und in der Größe Ihrer Wahl. Die Sonne ist der anspruchsvolle Teil: sie muss eine
volle, gleichmäßige Scheibe mit weichem, aber bestimmtem Rand bleiben – verläuft sie in den
Himmel, verliert die Szene ihre Mitte. Deshalb kommt sie erst auf, wenn der Himmel um sie
herum trocken ist. Da in Handarbeit gearbeitet wird, weicht jedes Exemplar leicht vom vorigen
ab. Das gesamte Werk dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.









































