Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | um 1897–1903 |
| Originalgröße: | 55,4 cm x 46,0 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Barnes Foundation, Philadelphia |
Das große Waschboot an der Brücke von Charenton, um 1897–1903
Das Waschboot am Ufer
Die untere Hälfte der Leinwand nimmt ein dunkler graugrüner Fluss ein. Am linken Ufer
liegt ein langes niedriges Fahrzeug mit hellem Rumpf, dunklem Dach und zwei hohen schwarzen
Schornsteinen vertäut. An seiner Seite läuft eine Reihe kleiner viereckiger Öffnungen, und
darüber trägt eine gemalte Aufschrift den Namen des Fahrzeugs. Wir geben die Buchstaben nicht
wieder – sie sind klein; welches Fahrzeug es ist, sagt der Eintrag des Museums: das große
Waschboot an der Brücke von Charenton.
Ein Angler, der zu groß ist
Am Ufer, direkt neben dem Boot, steht ein Mann in dunkler Hose und hellem Hemd und hält
eine lange Rute, die schräg zum Wasser hinabweist. Er ist verhältnismäßig groß gemalt. Wenige
Meter entfernt, draußen auf dem Fluss, treibt ein langes schmales Boot mit einer Reihe
winziger Gestalten darin – im Vergleich zum Angler am Ufer sind sie viel zu klein, als kämen
sie aus einem anderen Gemälde. Der Eintrag der Barnes Foundation nennt genau dieses
Missverhältnis als das, was sich erst bei genauerem Hinsehen zeigt.
Eine Szene, die keine Sehenswürdigkeit ist
Der Eintrag des Museums weist darauf hin, dass Rousseau in seinen Ansichten von Paris und
seiner Umgebung unauffällige Szenen den Attraktionen der Stadt vorzog. Diese Leinwand ist
genau das: ein Arbeitsboot, eine Fabrik, ein paar Häuser und ein Angler. Es gibt kein
Notre-Dame und keinen Eiffelturm; der Ort ist gewählt, weil er gewöhnlich ist. Vergleichbar
gewählte Motive sind Vorstadt von Paris und Die Ufer der Bièvre bei Bicêtre.
Das gegenüberliegende Ufer
Jenseits des Flusses zieht sich eine Reihe heller Bauten mit roten und grauen Dächern hin,
und am rechten Rand steht ein höheres Haus mit rotem Dach. Links erhebt sich ein weißes Werk
mit hohem Schornstein, aus dem dunkler Rauch zieht – die einzige Bewegung in einer sonst
völlig stillen Szene. Zwischen den Bauten wachsen Bäume, und rechts fällt eine grüne
Grasböschung ab.
Schilf und Himmel
In der unteren rechten Ecke steigt ein Büschel hohen grünen Schilfs aus dem Wasser, mit
wenigen Strichen gemalt und unmittelbar vor den Betrachter gesetzt. Das obere Drittel der
Leinwand ist Himmel: oben blassblau, darunter große weißgraue Wolkenmassen mit weichen
Rändern. Vergleichbar geordnete Flussszenen unserer Reihe sind Blick auf die Brücke von Clichy bei Asnières und Der Kanal.
Museum und Eintrag
Das Original bewahrt die Barnes Foundation in Philadelphia unter der Inventarnummer BF856
auf, unter dem Titel The Great Laundry Boat at Charenton Bridge, französisch
Le Grand Bateau-Lavoir du Pont de Charenton. Das Museum führt es als Öl auf Leinwand
mit den Maßen 46 x 55,4 cm und datiert es auf etwa 1897-1903. Der Eintrag hält außerdem fest,
dass gerade solche seltsamen Stadtszenen Rousseau bei der Pariser Avantgarde beliebt
machten.
Wie wir diese Leinwand anfertigen
Wir fertigen das Gemälde als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand an, auf
Bestellung und in der Größe Ihrer Wahl. Bei diesem Motiv kommt es darauf an, das Verhältnis
der Größen genau so zu belassen, wie es im Original ist: verkleinert man den Angler oder
vergrößert man die Gestalten im Boot, verschwindet genau das, wofür diese Leinwand bekannt
ist. Da in Handarbeit gearbeitet wird, weicht jedes Exemplar leicht vom vorigen ab. Die
Leinwand wird auf einen Holzrahmen gespannt und aufhängefertig geliefert. Weitere Werke dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.









































