Paul Cézanne – Der rote Felsen

ab 130,00 

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

Beschreibung

Der rote Felsen – eine Leinwand mit nur drei Besitzern

Die Leinwand ist hochformatig, was bei einer Landschaft ungewöhnlich ist. Aus der oberen rechten Ecke fällt eine große rotorange Felsfläche herab, glatt und fast ohne Einzelheiten, wie ein Vorhang aus Stein. Links und unten steht dichtes grünes Gewächs – Kiefernstämme, Äste und niedriges Laub – und dazwischen bleiben nur schmale helle Lücken. Himmel gibt es kaum. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese Arbeit Cézannes von etwa 1895 wieder, die im Original 91 × 66 Zentimeter misst und im Musée de l’Orangerie in Paris unter der Nummer RF 1960-14 verwahrt wird.

Drei Besitzer in hundert Jahren

Die Provenienz dieser Leinwand ist außerordentlich kurz. Der erste bekannte Besitzer war der Händler Ambroise Vollard in Paris, der sie jahrzehntelang hatte. 1936 kam das Werk an Madame Jean Walter, die zuvor Madame Paul Guillaume gewesen war – nach beiden Ehemännern heißt die Sammlung, in der die Leinwand heute steht. 1960 ging die Sammlung an das Musée de l’Orangerie. Drei Inhaber, und zwischen dem ersten und dem letzten hat das Werk den ganzen Weg vom Regal eines Händlers in ein Staatsmuseum zurückgelegt, ohne je durch eine Auktion zu gehen.

Hundertfünfzig Franc und Vollards Ausstellung

In Vollards Lagerbuch trägt die Leinwand die Nummer 3865 und den Preis von 150 Franc. Im November 1933 schickte Vollard sie nach New York: Die Galerie Knoedler richtete eine Ausstellung mit dem Titel Paintings from the Ambroise Vollard Collection, XIX-XX Centuries aus, in der das Werk die Nummer 12 trug. Die Schau war also die Vorstellung der eigenen Sammlung des Händlers und keine museale Auswahl, und von dort reiste sie noch nach Detroit, in den Arts and Crafts Club. Im Katalog war sie damals auf 1897 datiert.

Eine Ausstellung zugunsten des Stillens

Im Februar und März 1939 war die Leinwand in Paris bei Paul Rosenberg, in der Ausstellung zum hundertsten Geburtsjahr des Malers. Ihr vollständiger Titel sagt, wozu sie diente: Exposition Cézanne (1839-1906), organisée à l’occasion de son centenaire au profit de l’œuvre de l’allaitement maternel – zugunsten des Werks für das Stillen. Das Werk war Nummer 32, verliehen von Vollard, und in jenem Katalog auf 1900 datiert. Später war es zweimal in der Orangerie: 1966 in der Ausstellung der Sammlung Jean Walter – Paul Guillaume als Nummer 15 und 1974 in der Ausstellung der Cézanne-Werke aus den Nationalmuseen.

Der Fels als eine einzige Fläche

Das Ungewöhnlichste an dieser Leinwand ist, wie wenig auf dem Felsen gemalt ist. Die rotorange Wand ist fast eine einheitliche Farbfläche, ohne Risse, ohne Schatten und ohne die Einzelheiten, die ihr die Struktur von Stein gäben; zu sehen sind nur leichte Tonwechsel und einige senkrechte Züge. Das Grün daneben ist dagegen dicht und bewegt, aus Dutzenden kurzer Tupfen zusammengesetzt. Darum liest sich der Fels nicht als entfernte Wand, sondern als Fläche, die unmittelbar vor dem Betrachter hängt – und genau das gibt dem Hochformat seinen Sinn. Der Ort, den der Katalog nennt, ist der Steinbruch von Bibémus bei Aix.

Was Vollard neben die Nummer 3865 schrieb

Die Beschreibung des Händlers ist kurz und ungewöhnlich genau: huile; paysage en hauteur à droite grand pan rouge – Öl; hochformatige Landschaft, rechts eine große rote Fläche. Daneben stehen das Maß 92 × 65 Zentimeter und der Preis von 150 Franc. Vollard beschrieb also nicht das Motiv, sondern den Aufbau des Werks: Format, Seite und Fläche. Auch der Werkkatalog nennt bei dieser Arbeit unter den Naturmotiven ein einziges Stichwort – Felsen – was für eine Landschaft äußerst wenig ist.

Wie die Sammlung in die Orangerie kam

Die Sammlung Jean Walter – Paul Guillaume ging 1960 an das Musée de l’Orangerie, und genau dieses Jahr steht in der Inventarnummer dieser Leinwand: RF 1960-14. Das Museum hat die Sammlung nicht selbst zusammengestellt; es übernahm sie als Ganzes und damit auch die Verhältnisse zwischen den Werken, wie ein privater Geschmack sie festgelegt hatte. Darum ist die Leinwand heute in einem Haus zu sehen, in dem sie als Teil einer geschlossenen Sammlung hängt und nicht als einzelner Ankauf.

Eine hochformatige Landschaft ist selten und gerade darum brauchbar: Sie passt an schmale Wände, zwischen Tür und Fenster oder in einen Flur, wo eine querformatige Leinwand keinen Platz hätte. Wir malen sie in fünfzehn Formaten, von 40 × 55 bis 131 × 180 Zentimetern, Zwischenmaße spannen wir auf einen Keilrahmen nach Maß, und wie sie im gewählten Rahmen wirkt, zeigt vorab unsere 3D-Anwendung. Aus derselben Gegend stammen Der Steinbruch von Bibémus und Der Berg Sainte-Victoire, von Bibémus aus gesehen, einen weiteren Blick bietet Der Golf von Marseille, von L’Estaque aus gesehen.

  • Motiv: Der rote Felsen, Paul Cézanne, um 1895, Musée de l’Orangerie, Paris
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
  • Wissenswertes: 1939 hing die Leinwand in einer Pariser Ausstellung zum Malerjubiläum, deren Erlös dem Werk für das Stillen zugutekam

100 % handgemalte Gemälde

Jedes Gemälde malt ein Künstler mit dem Pinsel auf Leinwand – niemals ein Druck.

Gemälde nach Wunsch

Wir malen alles: Ihr Motiv, Ihre Farben, Ihre Wunschmaße. Schreiben Sie uns: info@svetslik.si

Ihr Gemälde in Ihrem Raum – noch vor dem Kauf

Mit digitaler Visualisierung beraten wir Sie bei der Platzierung des Gemäldes an Ihrer Wand.

Bilderrahmen in 3D auswählen

Realistische 3D-Ansicht jedes Rahmens am gewählten Gemälde + persönliche Beratung.

15+ Jahre Erfahrung

Unsere Künstler malen seit 2009, mit Referenzen im In- und Ausland.