Paul Cézanne – Der Golf von Marseille, von L’Estaque aus gesehen

ab 130,00 

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Beschreibung

Der Golf von Marseille, von L’Estaque aus gesehen – das Dorf, das Meer und ein Fabrikschornstein

Im unteren Drittel der Leinwand drängen sich die ockerfarbenen und roten Dächer des Dorfes, und zwischen ihnen steigt ein hoher, schmaler Fabrikschornstein auf. Über den Dächern öffnet sich die tiefblaue Fläche des Golfs, so ruhig, dass sie wie eine Wand wirkt und nicht wie Wasser. Dahinter ziehen niedrige Berge in Graublau und Violett, darüber ein heller Himmel. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese Arbeit Cézannes von etwa 1885 wieder, die im Original 80,2 × 100,6 Zentimeter misst und im Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1933.1116 verwahrt wird.

L’Estaque

Der Werkkatalog nennt für diese Leinwand zwei Orte: L’Estaque und Marseille. L’Estaque war damals eine Fischer- und Industriesiedlung am nordwestlichen Rand des Golfs von Marseille und gehört heute zur Stadt selbst. Der Maler kehrte jahrelang dorthin zurück und malte den Golf von oben, vom Hang über den Dächern. Genau dieser feste Standpunkt gibt all diesen Leinwänden denselben dreiteiligen Bau: Dächer unten, Wasser in der Mitte, Berge oben – drei waagerechte Bänder, übereinandergelegt ohne Übergang.

Ein Blau, das aufrecht steht

Das Ungewöhnlichste an dieser Leinwand ist das Meer. Es ist als einheitliche, fast ununterbrochene blaue Fläche gemalt, ohne Wellen, ohne Spiegelungen und ohne Lichtbahnen, die sie in die Tiefe öffneten. Darum weicht es nicht zurück, sondern steht aufrecht im Werk, wie eine Farbwand zwischen Dächern und Bergen. Die Dächer unten sind dagegen in Dutzende kleiner ockerfarbener und roter Flächen zersplittert, und die Berge oben sind ein Zug nach dem anderen. So besteht das Werk aus drei völlig verschiedenen Arten, Farbe aufzutragen, die ohne Kante aneinanderstoßen.

Die erste Leihausstellung des New Yorker MoMA

Im November 1929 war diese Leinwand in New York, in der Ausstellung The museum’s first loan exhibition: Cézanne, Gauguin, Seurat, van Gogh – der ersten Leihausstellung des Museum of Modern Art, eröffnet am 8. November und geschlossen am 7. Dezember. Das Werk lief unter Nummer 18, mit dem Titel Landscape at Estaque, verliehen vom Art Institute of Chicago. Achtzehn Jahre zuvor, im Oktober und November 1911, war es in Amsterdam in der internationalen Ausstellung der Moderne Kunstkring im Stedelijk Museum, damals als Teil der Sammlung Hoogendijk.

Vollard, Amsterdam, Chicago

Der erste bekannte Besitzer war der Händler Ambroise Vollard in Paris. Nach ihm kam die Leinwand an den niederländischen Sammler Cornelis Hoogendijk in Amsterdam, 1920 an Paul Rosenberg in Paris und dann an das Ehepaar Martin A. Ryerson in Chicago. 1933 ging sie an das Art Institute of Chicago, das sie unter dem Namen ihrer Sammlung führt; die ersten beiden Ziffern der Inventarnummer 1933.1116 sind das Jahr dieses Übergangs.

Das Jahr 1933 in Chicago

Im selben Jahr, in dem sie ins Museum kam, wurde die Leinwand auch ausgestellt: vom 1. Juni bis 1. November 1933 in der Ausstellung A Century of Progress im Art Institute of Chicago als Nummer 309, und 1934 erneut in der Fortsetzung derselben Veranstaltung. Die Schau begleitete die Weltausstellung, die in jenem Jahr in der Stadt stattfand. Das Werk trat also sofort vor das Publikum, nicht erst nach Jahren im Depot.

Der Schornstein, den der Katalog zu den Motiven zählt

Unter den Stichworten für diese Leinwand führt der Katalog neben Golf, Meer, Bergen und Häusern auch einen Fabrikschornstein. Das ist keine Einzelheit, die man suchen müsste: Der Schornstein steht fast in der Mitte der unteren Hälfte und ist das höchste senkrechte Element zwischen den Dächern. In einer Landschaft, die wir sonst als mediterrane Aussicht betrachten, steht also eine Industrieanlage – und der Katalog verzeichnet sie als gleichwertiges Motiv, nicht als Störung.

Das ist eine breite, ruhige Leinwand mit einem starken Blau, das im Raum wie ein Fenster wirkt. Das Format lässt sich unter fünfzehn Größen wählen, von 50 × 40 bis 180 × 143 Zentimetern; Zwischenmaße spannen wir nach Maß, und die Wirkung an der Wand zeigt unsere 3D-Anwendung. Zu den provenzalischen Landschaften gehören auch Der Berg Sainte-Victoire, von Bibémus aus gesehen, Der Berg Sainte-Victoire und Château Noir und Die Pappeln.

  • Motiv: Der Golf von Marseille, von L’Estaque aus gesehen, Paul Cézanne, um 1885, Art Institute of Chicago
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
  • Wissenswertes: im November 1929 hing die Leinwand in der ersten Leihausstellung des New Yorker Museum of Modern Art als Nummer 18

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