Beschreibung
Paul Gauguin – Tanzende bretonische Mädchen, Pont-Aven – handgemaltes Leinwandgemälde
Drei Mädchen in bretonischer Tracht und weißen Hauben fassen sich an den Händen vor einer niedrigen Steinmauer; dahinter liegen Garbenhaufen und die Dächer des Dorfes. Die Leinwand entstand im Juni 1888 in Pont-Aven, Öl auf Leinwand, 73 × 92,7 cm, und wird von der National Gallery of Art in Washington unter der Inventarnummer 1983.1.19 bewahrt (Sammlung Mr. und Mrs. Paul Mellon). Bei uns entsteht dieser Tanz neu unter dem Pinsel: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, ohne Druck. Das Museum verzeichnet das Maß als Höhe mal Breite.
Eine Gavotte, und so nannte er sie selbst
Der Tanz ist nicht erfunden und nicht beliebig „volkstümlich“: Gauguin nannte ihn selbst eine Gavotte, einen alten französischen Reigen. Das ist eine kleine, aber entscheidende Angabe, denn sie sagt, dass die Szene kein dekoratives Bauernvergnügen zeigt, sondern einen genau bestimmten Brauch. Die Gestalten sind im Verhältnis zum Hintergrund absichtlich zu groß – Mauer und Garben sind niedrig, die Mädchen ragen darüber hinaus, sodass der Tanz zeremoniell und langsam wirkt, nicht ausgelassen.
Warum überhaupt Pont-Aven
Gauguin zog im Januar 1888 in die Bretagne, und der Grund war nicht romantisch: in Pont-Aven war das Leben billiger, und zugleich bewahrte das Dorf seine Sprache, seine Trachten und seine Bräuche. Er suchte also einen Ort, an dem er mit wenig Geld auskam und trotzdem etwas fand, das nicht Pariser war. Es ist dieselbe Rechnung, die er später auf Tahiti wiederholte, nur lag sie hier einen guten Fußmarsch von der Eisenbahn entfernt.
Der Weg des Gemäldes durch hundert Jahre
Das Werk verließ die Hände des Malers rasch: im November 1888 kaufte es das Pariser Haus Boussod, Valadon et Cie., im September 1889 gab es das Bild weiter. Später war es beim Händler Ambroise Vollard, in den fünfziger Jahren beim schottischen Sammler William A. Cargill, danach erwarb es Paul Mellon, der es 1983 der Washingtoner Galerie schenkte. Die Kette ist ungewöhnlich dicht für ein Werk, das entstand, als Gauguin noch nicht berühmt war.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Über dem Text sehen Sie Aufnahmen dieses Motivs aus unserer Werkstatt. Wir malen es in acht Größen; dem Original am nächsten kommt 93 × 74 cm, für eine breitere Wand wird oft 120 × 100 cm gewählt. Die Szene ist hell und querformatig und wirkt daher gut über einer Kommode oder einem Bett. Aus demselben Dorf und fast derselben Zeit stammt Der Gelbe Christus – dieselbe Bretagne, aber eine heilige statt einer dörflichen Szene; Dans les vagues zeigt dieselbe Küste mit einer einzigen nackten Gestalt, und Der grüne Christus die bretonische Frömmigkeit am Meer.
- Motiv: Tanzende bretonische Mädchen, Pont-Aven, Paul Gauguin, 1888
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: 92,7 × 73 cm, National Gallery of Art, Washington, Inv. 1983.1.19, Sammlung Paul Mellon
- Wissenswertes: der Tanz im Gemälde ist eine Gavotte – so nannte ihn Gauguin selbst









































