Beschreibung
Bretonische Bäuerinnen – das Museum nennt diese Leinwand ein Schlüsselwerk
Vier junge Frauen stehen an einer niedrigen Steinmauer und sprechen miteinander. Alle tragen große weiße Hauben mit umgeschlagenen Rändern; eine ist uns zugewandt, die Hände in die Hüften gestützt und mit gestreifter Schürze, am linken Rand steht eine im Profil mit rotem Rock, und rechts neigen sich zwei einander zu. Der Boden ist gelbgrün, an der Mauer wachsen Büsche mit rosa und roten Blüten, rechts steigt ein dünner Baum auf. Die Farben sind licht, die Striche kurz und in gleichmäßiger Ordnung gesetzt. Unten in der Mitte ist in Rot eine Signatur mit Jahreszahl auf die Leinwand gemalt. Das Werk bewahrt die Neue Pinakothek in München unter der Inventarnummer 8701; es entstand 1886.
Das Museum nennt es ein Schlüsselwerk seiner Entwicklung
Der Museumseintrag spricht von dieser Leinwand nicht als von einer Szene, sondern als von einem Wendepunkt: In diesem Schlüsselwerk seiner Entwicklung macht sich bereits das Interesse des Künstlers an flächig-dekorativen Werten bemerkbar. Dem Maler kam es, so der Eintrag, nicht darauf an, die Mauer und die Figuren in prägnanter Körperlichkeit zu geben und damit klare räumliche Verhältnisse zu schaffen. Was entsteht, ist etwas anderes: eine Anordnung von Formen in der Fläche.
Wo man das am deutlichsten sieht
Der Eintrag nennt auch die Stellen: das Bildgefüge insgesamt, darüber hinaus aber die geschwungenen Formen der weißen Hauben und die gemusterten Röcke. Gerade diese Hauben sind die hellsten und größten geschlossenen Formen der Leinwand; das Auge liest sie als Muster, bevor es sie als Kopfbedeckung liest. Dasselbe gilt für die Streifen der Schürze und für die Blüten an der Mauer.
Ein Impressionismus, der sich schon ordnet
Das Museum fügt hinzu, dass die Herkunft des Malers vom Impressionismus an dem anspruchslosen Motiv, den lichten Farben und den kleinen Pinselstrichen zu erkennen ist. Diese Striche sind hier, wie der Eintrag sagt, auffallend geordnet und in ein fast teppichartiges System eingefügt. Es ist also ein impressionistisches Handwerk, das bereits eine andere Absicht führt.
Die Mauer, die die Grundstücke einfasst
Der Eintrag erklärt auch den Gegenstand, an dem die Frauen stehen: eine jener charakteristischen niedrigen Mauern, von denen in der Bretagne die Grundstücke eingefasst sind. Auf der Leinwand läuft diese Mauer schräg und ordnet die Figuren in eine Reihe, ohne sie von uns zu trennen.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Unsere Gemälde entstehen ausschließlich von Hand, in Ölfarbe, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv sind die weißen Hauben das Schwierigste: Sie bestehen aus bläulichen, grauen und gelblichen Tönen, die getrennt bleiben müssen, sonst fallen sie zu einer Fläche aus Weiß zusammen und das Gemälde verliert sein stärkstes Muster. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe. Ein handgemaltes Leinwandgemälde wird bei uns immer neu gemalt und nie gedruckt.
- Motiv: vier Frauen in bretonischer Tracht an einer niedrigen Steinmauer.
- Technik: Öl auf Leinwand, lichte Farben und kurze, geordnete Striche.
- Größen: Querformat, von 40 x 32 cm bis 200 x 160 cm; häufig gewählt werden 80 x 64 cm und 100 x 80 cm.
- Wissenswertes: das Museum nennt die Leinwand ein Schlüsselwerk seiner Entwicklung.
Was in der Bretagne später entstand, zeigen Paysannes bretonnes, Tanzende bretonische Mädchen, Pont-Aven und Das Gittertor (La Barrière). Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 71,8 x 91,4 cm.









































