Beschreibung
Das Gittertor – dasselbe hölzerne Tor malte im selben Jahr ein zweiter Maler
Über den unteren Teil der Leinwand steigt von rechts ein breites hölzernes Gittertor aus hellen Latten. Dahinter zieht sich ein grasiger Hang steil hinauf, auf dem Schweine weiden. Am rechten Rand steht eine Frau in bretonischer Tracht mit weißer Haube, neben ihr ein rötlicher Zaun. Oben stehen die Strohdächer niedriger Häuser und eine dichte Krone, die den Himmel schließt. Die Farben sind erdig: Grün, Ziegelrot, Braun. Links unten ist eine Signatur mit Jahreszahl ins Gras gemalt. Das Werk bewahrt das Kunsthaus Zürich unter der Inventarnummer 1981/0002; es entstand 1889.
Dasselbe Tor malte auch Paul Sérusier
Der Museumseintrag nennt eine Angabe, die diese Leinwand nicht allein lässt: dasselbe hölzerne Gittertor wurde im selben Jahr, 1889, auch von Paul Sérusier gemalt, und sein Bild hängt heute im Pariser Musée d’Orsay. Die Szene ist also nicht zufällig gewählt; zwei Maler blieben im selben bretonischen Dorf vor demselben Gegenstand stehen. Der Eintrag fügt hinzu, dass Sérusier gerade in jenem Jahr die symbolistische Gruppe der Nabis gründete.
Wo die Szene entstand
Der Eintrag nennt auch den Ort: es handelt sich um das bretonische Fischerdorf Le Pouldu, nicht weit von Pont-Aven. Das ist die Umgebung, in der der Maler einen Teil der späten achtziger Jahre verbrachte, und dort entstand eine Reihe von Leinwänden mit demselben tiefen Horizont und denselben steilen Hängen.
Das Tor steht über die ganze Breite
Die hölzerne Konstruktion ist kein Nebengegenstand, sondern das größte Ding der Leinwand: Sie läuft schräg von der unteren rechten Ecke zur Mitte und verstellt dem Betrachter den Weg in die Szene. Was dahinter liegt, sehen wir erst darüber. Deshalb wirkt das Gemälde wie ein Blick von hinter einer Kante und nicht wie eine offene Aussicht.
Das Museum führt auch andere Titel
Neben dem Haupttitel führt der Eintrag mehrere weitere auf, unter denen das Werk bekannt ist, darunter einen deutschen und einen älteren, der die Hüterin nennt. Alle beschreiben dieselbe Leinwand. Das ist kein Widerspruch, sondern der übliche Zustand bei Werken, die in mehr als hundert Jahren Sprachen und Sammlungen gewechselt haben.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Unsere Gemälde entstehen ausschließlich von Hand, in Ölfarbe, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv sind gerade die Latten des Tores das Schwierigste: Sie müssen gerade und hell bleiben, dürfen aber keine weißen Linien werden, sonst lösen sie sich von dem Hang hinter ihnen. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe. Eine Wanddekoration dieser Art wird bei uns immer neu gemalt und nie gedruckt.
- Motiv: ein hölzernes Gittertor vor einem grasigen Hang, Schweine und eine Frau in Tracht.
- Technik: Öl auf Leinwand, erdiges Grün und Ziegelrot.
- Größen: Hochformat, von 40 x 50 cm bis 160 x 200 cm; häufig gewählt werden 72 x 90 cm und 87 x 110 cm.
- Wissenswertes: dasselbe Tor malte 1889 auch Paul Sérusier.
Aus derselben bretonischen Zeit sehen Sie auch Landschaft in Le Pouldu, Häuser in Le Pouldu und Ein Bauernhof in der Bretagne. Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 92,5 x 73 cm.









































