Beschreibung
Les Alyscamps – der ironische zweite Titel, den der Maler selbst gab
Die hochformatige Leinwand ist durch eine Diagonale geteilt. Rechts erhebt sich ein mächtiger dunkelgrüner Baum, und daneben brennen die Pappeln in Orange und Gelb bis an den oberen Rand. Links öffnet sich ein blauer Himmel mit einer hellen senkrechten Spur, darunter steht zwischen den Bäumen ein Gebäude mit einer Kuppel. Durch die untere Hälfte fließt Wasser zwischen grünen und ockerfarbenen Ufern. Auf dem Weg in der Mitte der Leinwand stehen drei Gestalten in dunkler Kleidung mit weißen Hauben. Unten rechts brennt ein roter Strauch. Das Werk bewahrt das Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 1938 47; es entstand 1888 in Arles.
Die drei Grazien am Tempel der Venus
Der französische staatliche Eintrag nennt für dieses Bild zwei Titel zugleich: Les Alyscamps und sodann Les trois Grâces au temple de Vénus, also Die drei Grazien am Tempel der Venus, mit dem ausdrücklichen Vermerk, es handle sich um einen ironischen Titel, den der Künstler dem Werk selbst gegeben habe. Der Scherz ist klar, sobald man das Bild ansieht: die drei Gestalten auf dem Weg sind keine antiken Göttinnen, sondern drei Bürgerinnen in dunkler Kleidung, und der Tempel ist eine christliche Kapelle mit runder Kuppel. Derselbe Eintrag nennt das Gebäude Saint-Honorat und das Wasser den Craponne-Kanal.
Was der Maler in Arles sah
Die Alyscamps sind ein uralter Friedhof am Rand von Arles, an dem im Herbst 1888 auch ein anderer Maler entlangging. Der Museumseintrag vermerkt bei unserem Werk, dass es eine zweite Fassung Gauguins im Querformat gibt und dass dasselbe Motiv viermal von Vincent van Gogh gemalt wurde. Unsere Reproduktion folgt der Hochformatfassung des Orsay, also jener, die der Maler selbst mit einem spöttischen Titel versah.
Die Signatur in der linken unteren Ecke
Der Museumseintrag gibt zu diesem Werk an, dass es signiert und datiert ist, und führt die Inschrift als P. GAUGUIN 88 in der linken unteren Ecke. Auf dem Bild ist sie tatsächlich zu sehen: ein dünner dunkler Strich über dem hellen Weg, mit der Jahreszahl gleich hinter dem Namen. Bei der Übertragung von Hand malen wir sie wie alles andere, mit dem Pinsel, nicht gedruckt.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist das Verhältnis zwischen der brennenden Pappel und dem dunklen Baum daneben entscheidend: wird das Orange zu ruhig, zerfällt die ganze rechte Hälfte der Leinwand. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: eine Herbstallee am Wasser, mit der Kuppel einer Kapelle und drei Gestalten auf dem Weg.
- Technik: Öl auf Leinwand, oranges und gelbes Laub vor blauem Himmel.
- Größen: Hochformat, von 40 x 50 cm bis 160 x 200 cm; häufig gewählt werden 87 x 110 cm und 110 x 140 cm.
- Wissenswertes: der zweite Titel ist ein Scherz des Malers selbst, im staatlichen Eintrag festgehalten.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Landschaft bei Arles, La belle Angèle und Der grüne Christus. Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 91,5 x 72,5 cm.









































