Beschreibung
La belle Angèle – die Dargestellte, in einen Kreis eingeschlossen
Die Mitte der Leinwand nimmt ein großer, von einer dunklen Linie gerahmter Kreis ein. Darin sitzt eine junge Frau mit weißer bretonischer Spitzenhaube und breitem weißem Kragen; das Kleid ist dunkel, mit Gürtel und besticktem Brustteil, die Hände liegen gefaltet im Schoß. Alles Übrige steht außerhalb des Kreises. Der Grund ist blaugrau und mit rosa und roten Blüten und Blättern übersät. Links, dicht am Kreis, steht ein goldgelbes Gefäß, geformt wie eine menschliche Gestalt mit erhobenem Arm. Unten links ist auf die Leinwand die Aufschrift La belle Angèle gemalt, daneben die Signatur mit der Jahreszahl. Das Werk bewahrt das Musee d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 2617.
Der Kreis, der sie von ihrem eigenen Grund trennt
Bildnis und Grund stehen nicht im selben Bild. Die Frau ist innerhalb des Kreises gemalt, wie in einem Medaillon, während der Grund um ihn herumläuft und dahinter weitergeht, mit seinen Blüten und Blättern. Nichts verbindet sie mit ihm: der Kreis umzieht sie und schneidet sie heraus. Deshalb wirkt die Szene wie zwei aufeinandergeklebte Blätter, ein Bildnis und eine Zierfläche, und gerade diese ungewöhnliche Teilung ist es, woran man das Bild behält.
Der Name im Bild, und was das Museum dazu sagt
Die Aufschrift La belle Angèle ist keine vom Museum hinzugefügte Beschriftung. Der Museumseintrag führt unter den Aufschriften eine Signatur, ein Datum und eine Aufschrift auf, die die Identität des Modells angibt, original und auf der Vorderseite. Genau das ist auf der Leinwand zu sehen: der Name ist unten links gemalt, im Bild und außerhalb des Kreises. Eintrag und Leinwand stimmen also überein.
Das Gefäß in Gestalt einer Figur
Links vom Kreis steht ein Gegenstand, der nicht zum Bildnis gehört: ein goldgelbes Gefäß, geformt wie eine kauernde menschliche Figur mit erhobenem Arm. Der Museumseintrag weist bei diesem Werk darauf hin, dass dasselbe Gefäß auch auf einer anderen Leinwand des Malers erscheint. Wir geben das als Angabe des Museums wieder; selbst nachgeprüft haben wir es am anderen Werk nicht.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Ölgemälde-Reproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist gerade der Kreis das Schwierigste: er muss gleichmäßig und ruhig sein, sonst zerfällt das Medaillon und das Bildnis verschmilzt mit dem Ziergrund. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: eine Frau mit bretonischer Haube in einem gemalten Kreis, daneben ein Gefäß in Gestalt einer Figur.
- Technik: Öl auf Leinwand, blaugrauer Blütengrund und dunkles Kleid.
- Größen: Hochformat, von 40 x 50 cm bis 160 x 200 cm; häufig gewählt werden 72 x 90 cm und 87 x 110 cm.
- Wissenswertes: der Name der Dargestellten ist ins Bild selbst gemalt, außerhalb des Kreises.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Der grüne Christus, Tanzende bretonische Mädchen, Pont-Aven und Paysannes bretonnes. Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 92 x 73 cm.









































