Beschreibung
Die Furt (Die Flucht) – ein grün gemaltes Pferd
Zwei Reiter durchqueren flaches Wasser. Der nähere sitzt auf einem Pferd, das von der Nüster bis zum Schweif blass gelbgrün ist; der Reiter trägt ein rosa Tuch auf dem Kopf, ist im Profil nach links gewandt und hat nackte Schenkel. Hinter ihm reitet ein zweiter, bis zur Hüfte unbekleidet, mit einem weißen Tuch an der Seite; mit der Rechten hält er sich an einem Ast über sich fest. Sein Pferd ist von gewöhnlichem Dunkelbraun. Unter den Hufen breitet sich eine helle sandige Untiefe mit rosa und blauen Spiegelungen, links steht dunkles Wasser mit roten Blüten. Am linken Rand steigen Stämme auf, und zwischen ihnen glüht ein orangeroter Busch. Oben rechts sind im Grün zwei kleine Gestalten neben einem langen Boot zu erkennen. Unten rechts sind auf den rosa Boden Signatur und Jahreszahl gemalt.
Das grüne Pferd
Die Farbe des näheren Pferdes ist das Ungewöhnlichste am Bild. Sie ist nicht grau, nicht weiß, nicht schimmelfarben, sondern blassgrün, mit betont gelblicher Mähne. Und es handelt sich weder um einen Schatten noch um einen Widerschein des umgebenden Grüns: das andere Pferd, das unmittelbar daneben und im selben Licht steht, ist ganz gewöhnlich braun. Das Grün ist also eine Entscheidung und keine Beobachtung. Gerade dieses Pferd gibt der Szene ihre Fremdheit, obwohl sonst nichts Ungewöhnliches geschieht.
Zwei Einträge, die unterschiedlich viel sagen
Hier muss man genau sein. Die Sammlungsseite des Museums, die wir lesen konnten, nennt Titel, Maler, die Technik Öl auf Leinwand und die Inventarnummer Zh-3270, nicht aber das Maß und nicht das Jahr. Maß und Jahr nennt der Eintrag des früheren Staatlichen Museums für neue westliche Kunst, dessen Sammlung an das Puschkin-Museum überging: 1901 und 76 x 95 cm, als Höhe mal Breite. Wir geben beide Einträge wieder und sagen, welcher von ihnen was aussagt.
Die Jahreszahl, die die Leinwand selbst bestätigt
Die Jahreszahl muss man nicht bloß auf ein Wort hin annehmen. In der unteren rechten Ecke sind Signatur und die Zahl 1901 gemalt, sodass Eintrag und Bild übereinstimmen. Zudem gibt das Provenienzverzeichnis an, dass der Maler die Leinwand im April 1903 zum Verkauf an Daniel de Monfreid schickte und dass Gustave Fayet sie am 4. August 1903 von ihm erwarb, also einige Monate nach dem Tod des Malers im selben Jahr.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Ölgemälde-Reproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist gerade das grüne Pferd das Schwierigste: es muss grün bleiben und zugleich weiterhin wie ein Tier aussehen, sonst wird es zur bloßen Fläche. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: zwei Reiter in flachem Wasser, der nähere auf einem blassgrünen Pferd, der andere auf einem braunen.
- Technik: Öl auf Leinwand, starke gegeneinander gesetzte Farben und dunkle Stämme am linken Rand.
- Größen: Querformat, von 40 x 32 cm bis 200 x 160 cm; häufig gewählt werden 80 x 64 cm und 100 x 80 cm.
- Wissenswertes: das Pferd im Vordergrund ist grün gemalt, das unmittelbar danebenstehende gewöhnlich braun.
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