Beschreibung
Te arii vahine (Die Frau des Königs) – die Leinwand, die Gauguin selbst beschrieb
1896, während des zweiten Aufenthalts auf Tahiti, malte Paul Gauguin eine Frau, die im grünen Gras liegt, mit einem roten Fächer hinter dem Kopf und einer weißen Blüte am Ohr. Vor ihr liegen im Gras Mangofrüchte. Hinter ihrem Rücken erhebt sich ein kräftiger Stamm, zwischen den Zweigen greift jemand nach einer Frucht, und hinter dem Stamm steht ein dunkles Tier, das der Maler selbst einen Hund nannte. Rechts blüht ein Baum mit weißen Blüten, an seinem Fuß stehen zwei helle Vögel. Im Hintergrund zieht sich ein blaues Band Meer. Das Werk wird im Puschkin-Museum der bildenden Künste in Moskau unter der Inventarnummer Ж-3265 aufbewahrt. Das Format ist Querformat – das Museum nennt zuerst die Höhe und dann die Breite, also 97 x 130 cm.
Was Gauguin selbst geschrieben hat
Im April 1896 schrieb er einem Freund über diese Leinwand und zählte genau das auf, was einem an dem Werk zuerst auffällt: die blühenden Bäume, den Hund auf Wache und die zwei Tauben, die rechts gurren. Er fügte hinzu, er habe seiner Meinung nach nie etwas so Starkes gemacht. Das ist keine Deutung von uns, sondern das eigene Verzeichnis des Malers – und alle drei Dinge sind tatsächlich auf der Leinwand, genau dort, wo er es sagt.
Die Frau, der Fächer und ein Thron aus Gras
Die zentrale Gestalt liegt im Gras, auf den linken Arm gestützt, und blickt geradeaus zum Betrachter. Hinter dem Kopf hat sie einen roten Fächer, der wie eine Thronlehne wirkt; genau diese rote Fläche ist die stärkste Farbe der oberen Hälfte. Vor ihr liegen die Früchte, nach denen das Werk auf Italienisch auch als die Frau mit den Mangos bekannt ist. Der Titel bedeutet die Frau des Königs, und Gauguin hat die Gestalt gemalt, als läge sie auf einem Thron aus Gras.
Wo das Original liegt und woher es kam
Das Original befindet sich im Puschkin-Museum der bildenden Künste, Inventarnummer Ж-3265, Öl auf Leinwand, Maß 97 x 130 cm. Bis 1918 war die Leinwand in der Sammlung von Sergej Schtschukin, danach bis 1948 im Museum für neue westliche Kunst, und seit 1948 ist sie im Puschkin-Museum. Der Eintrag des Museums und die öffentliche Kunstdatenbank stimmen sowohl im Maß als auch im Jahr überein.
Signatur und Titel auf der Leinwand selbst
In der unteren rechten Ecke sind in Blau der Titel TE ARII VAHINE und die Signatur P. Gauguin mit der Jahreszahl 1896 gemalt. Es ist der eigene Pinselstrich des Malers und Teil des Originalwerks – kein nachträglicher Vermerk und kein Wasserzeichen. Auf der Reproduktion werden sie genauso gemalt wie der Rest der Szene, denn sie gehören zum Werk.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Unsere Kunstwerke auf Leinwand werden von Hand gemalt, mit Ölfarben, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv ist das grüne Gras das Schwierigste: es muss das Gewicht der ganzen Gestalt tragen und zugleich lebendig bleiben, sonst versinkt die Figur darin. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
- Motiv: liegende Frau mit rotem Fächer im grünen Gras, Früchte vor sich, ein blühender Baum rechts und ein blaues Band Meer im Hintergrund.
- Technik: Öl auf Leinwand, gesättigte Farbflächen und dunkle Umrisse.
- Größen: Querformat, von 40 x 30 cm bis 200 x 150 cm; am häufigsten gewählt werden 80 x 60 cm und 100 x 75 cm.
- Wissenswert: es ist nicht dasselbe Werk wie die weit kleinere Arbeit gleichen Titels, die als Te arii vahine II geführt wird – hier geht es um die große Moskauer Leinwand.
Wenn Sie derselbe Zeitraum interessiert, sehen Sie sich auch Ihr Name war Vairaumati an, das ebenfalls im Puschkin-Museum hängt, sowie Mahana no atua (Der Tag des Gottes) und Frau mit Frucht, in denen Gauguin ebenfalls eine tahitianische Gestalt in einen gesättigten Farbraum setzt.









































