Beschreibung
Madonna des Magnificat ist ein rundes Gemälde von Sandro Botticelli aus der Zeit um 1481–1483: Maria, das Kind auf dem Schoß, schreibt den Lobgesang Magnificat in ein Buch, das Engel ihr halten, und zwei von fünf jungen Engeln heben eine zarte goldene Krone über ihren Kopf. Das Original, Tempera auf Holz mit 118 cm Durchmesser, gehört den Uffizien in Florenz. Unser Maler malt es für Sie von Hand in Öl auf einer quadratischen Leinwand, in 8 Formaten von 35 x 35 bis 130 x 125 cm oder nach Maß. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Madonna.
| Titel: | Madonna des Magnificat |
| Weitere Titel: | Madonna del Magnificat (italienischer Titel) · Maria mit dem Kind und fünf Engeln |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | um 1481–1483 |
| Originalgröße: | 118 cm x 118 cm (rundes Gemälde, Durchmesser 118 cm) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Holz |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Uffizien, Florenz, Italien |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Madonna des Magnificat – Sandro Botticelli
Was zeigt die Madonna des Magnificat?
Die ganze Szene ist in einen Kreis gefasst. Rechts der Mitte sitzt Maria in einem dunkelblauen Mantel über rotem Kleid, ein durchsichtiger Schleier liegt über ihrem langen blonden Haar, ein gestreiftes Tuch im byzantinischen Stil um ihre Schultern. Mit der rechten Hand taucht sie die Feder ins Tintenfass und schreibt auf die rechte Seite.
Auf ihrem Schoß sitzt das nackte Kind. Mit der rechten Hand greift es zum Buch und führt die Hand der Mutter, dabei blickt es nach oben, zum Himmel oder zu Maria. In der Linken hält Maria einen geöffneten Granatapfel mit roten Kernen, auf dem die andere Hand des Kindes ruht.
Links drängen sich drei Engel mit goldenen Locken um das Buch: Die beiden vorn, in Dunkelblau und in Orange, halten es offen und reichen das Tintenfass, der dritte beugt sich über sie. Ein vierter Engel oben links und ein fünfter rechts heben eine Krone aus goldenen Sternen über Maria, und vom oberen Rand des Kreises fallen goldene Strahlen herab.
Was schreibt Maria, und was bedeutet die Szene?
Das Magnificat, der Lobgesang Mariens, steht im Lukasevangelium (1,46–55). Maria spricht ihn beim Besuch ihrer Verwandten Elisabeth, die Johannes den Täufer erwartet: Als sich das Kind in Elisabeths Leib regt, preist Maria Gott für die Gnade, die er ihr erwiesen hat. Auf der rechten Buchseite stehen die ersten Worte des Lobgesangs, links ein Teil des Benedictus, des Lobgesangs des Zacharias aus demselben Evangelium (1,68–79).
Ungewöhnlich ist schon, dass Maria schreibt: Üblicherweise zeigte man sie lesend. Botticelli macht sie zugleich zur Mutter und zur Verfasserin eines Textes.
Für den Granatapfel in diesem Gemälde gibt es keine eindeutige Deutung. In der Kunst der Renaissance steht er oft für Leiden und Auferstehung Christi, wegen seiner vielen Kerne auch für Fruchtbarkeit. Manche sahen in Maria ein Porträt der Lucrezia Tornabuoni, der Frau des Piero de’ Medici, und in den Engeln mit dem Buch ihre Söhne Lorenzo und Giuliano; verlässliche Quellen dafür fehlen jedoch, und die These gilt weitgehend als verworfen.
Warum gehört sie zu Botticellis beliebtesten Madonnen?
Die 1480er-Jahre waren Botticellis erfolgreichstes Jahrzehnt. Damals entstanden die großen mythologischen Gemälde und zahlreiche Madonnen, viele davon in der runden Form des Tondo. Am bekanntesten sind allerdings die Primavera und die Geburt der Venus, beide ebenfalls in den Uffizien.
Seine Madonnen haben blasse, beinahe porzellanartige Gesichter mit zartem Rosa auf Nase, Wangen und Lippen, auch diese. Die klassische Anmut der Figuren verbindet Botticelli mit der Kleidung der Florentiner seiner Zeit, und der Kreis trennt Himmel und Erde: oben Strahlen und Krone, unten die Landschaft.
Wie sehr man den Tondo schätzte, zeigen mehrere Kopien, darunter eine im Louvre und eine in der Morgan Library & Museum in New York. Ausführlicher erzählt es der Artikel in der englischen Wikipedia, der auf Englisch verfasst ist.
Wo befindet sich das Original heute?
Die Madonna des Magnificat hängt in den Uffizien in Florenz, Inventar 1890 Nr. 1609. Ihre frühe Geschichte ist unbekannt. Die Galerie erwarb sie 1784 aus einer Privatsammlung; möglicherweise stammt sie aus einem der vielen Klöster, die Erzherzog Peter Leopold aufhob.
Botticelli wurde um 1445 in Florenz im Viertel Borgo Ognissanti als Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi geboren, als Sohn eines Gerbers. Laut Vasari lernte er zuerst das Goldschmiedehandwerk, die Malerei dann bei Filippo Lippi.
Er lebte stets im selben Florentiner Viertel, nur 1481–1482 arbeitete er länger in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Nach seinem Tod am 17. Mai 1510 verblasste sein Ruhm, bis ihn die Präraffaeliten im späten 19. Jahrhundert wiederentdeckten.
Die Madonna des Magnificat oder ein anderes Werk von Botticelli?
Die Madonna des Magnificat ist ein Kunstgemälde für alle, die an der Wand Ruhe und Zärtlichkeit suchen: Mutter, Kind und junge Engel schließen sich zu einem Kreis.
Reizt Sie Botticellis Florenz, dann sehen Sie sich die Anbetung der Könige an, in der man unter den Königen und ihrem Gefolge traditionell Mitglieder der Familie Medici erkennt, oder das Porträt einer jungen Frau, eine stille Frau im Profil. Dramatischer ist Die Verleumdung des Apelles, eine Allegorie der üblen Nachrede in einer Marmorhalle.
Auf der Seite Sandro Botticelli finden Sie alle Sandro Botticelli Gemälde, die wir auf Bestellung malen, von den Madonnen bis zu den Mythologien.
Wie malen wir die Madonna des Magnificat von Hand?
Botticellis Original ist Tempera auf einer runden Holztafel mit 118 cm Durchmesser. Bei uns entsteht eine handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, die wir gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt versenden können. Ihr Exemplar ist also ein Ölgemälde auf quadratischer Leinwand, weder Tempera noch Holz.
Weil das Original rund ist, überträgt unser Maler die runde Szene auf eine quadratische Leinwand. Die vier Ecken außerhalb des Kreises bleiben hell, wie auf dem Foto des Originals auf dieser Seite; auf Wunsch malen wir sie in einer Farbe Ihrer Wahl.
Zuerst zieht er den Kreis und verteilt die Figuren, dann folgen das Blau und Rot der Gewänder und die Landschaft. Die Gesichter baut er in dünnen Schichten auf; Strahlen, Sternenkrone und Buchstaben im Buch setzt er zuletzt.
Welches Format passt an welche Wand?
Kurz gesagt: kleine Formate für Flur oder Schreibtisch, mittlere über Bett oder Kommode, die größten an die Hauptwand im Wohnzimmer.
Wir malen die Madonna des Magnificat in 8 quadratischen oder nahezu quadratischen Formaten (Breite x Höhe): 35 x 35, 40 x 39, 50 x 52, 60 x 57, 70 x 70, 90 x 88, 110 x 115 und 130 x 125 cm. Das Original misst 118 cm im Durchmesser. Alle Formate bis 110 x 115 cm sind kleiner, unser größtes, 130 x 125 cm, ist etwas größer.
Formate von 35 x 35 bis 50 x 52 cm passen neben den Schreibtisch, an eine schmale Wand oder ins Kinderzimmer, 60 x 57 bis 90 x 88 cm über Bett oder Kommode oder ins Esszimmer. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es am stärksten in 110 x 115 oder 130 x 125 cm, wenn Goldkrone und blauer Mantel schon von der Tür aus leuchten.
Kann ich ein anderes Format oder einen Rahmen bekommen?
Ja. Der Kreis mit Maria und den Engeln bleibt immer vollständig; bei anderen Proportionen ändert sich nur der Raum in den Ecken. Die Ecken lassen wir hell oder malen sie auf Wunsch farbig. Schreiben Sie uns Ihr Wunschmaß für den Tondo, dann nennen wir Ihnen Preis und Termin.
Das Gemälde kommt gerollt in einer Röhre, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Unsere Werkstatt in Slowenien spannt und rahmt die Madonna und bereitet sie wie jedes Gemälde auf Leinwand für die Reise vor. Für Ihre Madonna wählen Sie die Rahmenleiste in unserer 3D-App, die allein der Rahmenwahl dient; eine Ansicht an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service. Zum Gold von Strahlen und Krone passt ein vergoldeter Rahmen.
Wann ist die Madonna des Magnificat bei Ihnen?
Das Gemälde ist 15 bis 45 Werktage nach Ihrer Auftragsbestätigung versandbereit. Ist es fertig, senden wir Ihnen ein Foto davon, und gewünschte Änderungen nehmen wir noch vor dem Verpacken vor.
Innerhalb der EU, also auch nach Deutschland und Österreich, reist es ohne Zollgebühren, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Eine Madonna mit Kind ist ein schönes Geschenk zur Hochzeit, zur Taufe oder zum Einzug. Kennen Sie das passende Format nicht, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, und die beschenkte Person wählt selbst.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
In den Uffizien in Florenz, die es unter Inventar 1890 Nr. 1609 verwahren.
Warum ist das Original rund und Ihr Gemälde quadratisch?
Das Original ist ein Tondo. Wir malen den Kreis auf quadratische Leinwand; die Ecken bleiben hell oder bekommen eine Farbe Ihrer Wahl.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Madonna des Magnificat aus unserer Hand ist eine handgemalte Kopie, mit Pinsel und Ölfarben auf Leinwand ausgeführt.
Wie groß ist das Original?
Die runde Tafel hat 118 cm Durchmesser; unsere Formate bis 110 x 115 cm sind kleiner, 130 x 125 cm ist etwas größer.
Malen Sie sie auch in einem Format, das nicht in der Liste steht?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe, dann schicken wir Ihnen Preis und Termin.
Wie lange dauert die Madonna, und wie kommt sie zu mir?
15 bis 45 Werktage, gerollt, gespannt oder gerahmt, mit einem Foto vor dem Versand.
Passt die Madonna ins Schlafzimmer oder als Geschenk?
Ja. Die ruhige Madonna passt ins Schlafzimmer und ist ein schönes Geschenk zu Hochzeit oder Taufe.
Was bedeutet der Granatapfel in Marias Hand?
In der Renaissance steht er oft für Leiden und Auferstehung Christi; für dieses Gemälde gibt es keine eindeutige Deutung.
- Motiv: Maria mit dem Kind schreibt den Lobgesang Magnificat, fünf Engel umgeben sie, zwei halten eine Krone über ihren Kopf.
- Original: Tempera auf Holz, rundes Gemälde (Tondo) mit 118 cm Durchmesser, um 1481–1483, Uffizien, Florenz.
- Unser Gemälde: von Hand in Öl auf quadratischer Leinwand gemalt, 8 Formate von 35 x 35 bis 130 x 125 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: Maria liest hier nicht, sie schreibt, was in der Malerei ihrer Zeit ungewöhnlich war.









































