Beschreibung
Schlafzimmer in Arles ist das Gemälde, das Vincent van Gogh im Oktober 1888 von seinem eigenen Zimmer im Gelben Haus in Arles malte: ein Holzbett mit scharlachroter Decke, zwei Stühle, ein Tischchen mit Waschschüssel, Porträts an der Wand und ein Fenster mit geschlossenen Läden, alles in flachen, hellen Farben, die Ruhe vermitteln sollen. Die erste Fassung misst 72,4 x 91,3 cm und hängt im Van Gogh Museum in Amsterdam. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in siebzehn Formaten von 50 x 40 bis 120 x 100 cm oder nach Ihrem Maß, und senden Ihnen vor dem Versand eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Schlafzimmer in Arles |
| Weitere Titel: | Das Schlafzimmer · Vincents Schlafzimmer in Arles · La Chambre à Arles · The Bedroom |
| Maler: | Vincent van Gogh (1853–1890) |
| Entstehungsjahr: | Oktober 1888, Arles |
| Originalgröße: | 72,4 cm x 91,3 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Postimpressionismus |
| Standort: | Van Gogh Museum, Amsterdam (Inv.-Nr. s0047V1962) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, siebzehn Formate oder nach Maß |
Schlafzimmer in Arles – Vincent van Gogh
Was zeigt das Schlafzimmer in Arles?
Wir blicken von der Tür aus in ein kleines Zimmer. An der rechten Wand steht ein schweres, gelb gestrichenes Holzbett mit zwei Kissen, einem blassgrünen Laken und einer scharlachroten Decke. Vor und neben dem Bett stehen zwei schlichte Stühle mit Binsensitz, links ein Tischchen mit Krug, Waschschüssel, einigen Fläschchen und einer Bürste. Über dem Tisch hängt ein Spiegel, daneben ein Handtuch an einem Nagel, und an der Wand über dem Bett zwei kleine Porträts und eine Landschaft. Hinter dem Bett hängen Kleider und ein Strohhut an Haken.
Hinten liegt das Fenster mit grünen Läden, der Boden ist mit roten Fliesen ausgelegt, und auf jeder Seite gibt es eine Tür. Nichts im Zimmer ist verziert oder kostbar.
Wie richtete Van Gogh sein Zimmer im Gelben Haus ein?
1888 wohnte Van Gogh im Gelben Haus an der Place Lamartine 2 in Arles, einer Stadt im Süden Frankreichs, und sein Schlafzimmer richtete er selbst ein, mit einfachen Möbeln und eigenen Werken an den Wänden. Die rechte Tür führte zur Treppe, die linke in das Gästezimmer, das er für Paul Gauguin vorbereitet hatte.
Er begann das Gemälde Mitte Oktober 1888, während er auf Gauguin wartete, nach einigen Tagen, in denen ihn eine Krankheit ans Bett gefesselt hatte. Das Zimmer selbst war nicht rechteckig, sondern trapezförmig. Deshalb scheint die Rückwand in einem seltsamen Winkel wegzulaufen: Die Ecke war wirklich schief, wie das Van Gogh Museum festhält.
Was wollte Van Gogh mit dem Schlafzimmer in Arles sagen?
Er erklärte es seinem Bruder Theo in einem Brief. Diesmal sei es einfach sein Schlafzimmer, aber die Farbe solle hier die Arbeit tun, sodass der Anblick des Gemäldes den Kopf ausruhen lasse, oder besser die Fantasie. Die hellen Farben sollten absolute Ruhe ausdrücken, den Schlaf, die massiven Möbel eine unerschütterliche Ruhe.
Die Farben zählte er einzeln auf: Wände blassviolett, ein Boden aus roten Fliesen, Bett und Stühle frisch buttergelb, Laken und Kissen sehr helles Zitronengrün, die Decke scharlachrot, das Fenster grün, der Waschtisch orange, die Schüssel blau und die Türen lila. Die Schatten ließ er bewusst weg und machte den Raum flach, damit er wie ein japanischer Farbholzschnitt aussieht.
Van Gogh war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nach einer späteren Krankheit schrieb er, als er seine Leinwände wiedersah, sei ihm das Schlafzimmer als das beste erschienen.
Wo hängt das Original, und wie kam es dorthin?
Die erste Fassung hängt im Van Gogh Museum in Amsterdam, wo sie in der ständigen Sammlung zu sehen ist, und gehört der Vincent van Gogh Stiftung. Während Van Gogh im Krankenhaus in Arles lag, wurde die Leinwand bei einem Hochwasser der Rhône beschädigt. Ende April 1889 schickte er sie Theo nach Paris, und Theo schlug vor, sie doublieren zu lassen und zurückzuschicken, damit Vincent sie kopieren konnte.
Das Gemälde hat die Familie nie verlassen: Nach Theo ging es an seine Witwe Jo van Gogh-Bonger und den Sohn Vincent Willem, der es 1962 der Vincent van Gogh Stiftung übertrug. Seit der Eröffnung des Museums 1973 hängt es im Van Gogh Museum.
Schlafzimmer in Arles – welche Fassung ist das, und was passt dazu?
Van Gogh hat das Schlafzimmer dreimal gemalt. Diese Seite zeigt die erste Fassung vom Oktober 1888, mit dem Original in Amsterdam. Im September 1889 malte er eine Wiederholung im selben Maßstab, heute im Art Institute of Chicago, und bald danach eine kleinere Fassung für seine Mutter und seine Schwester Wil, heute im Musée d’Orsay in Paris. Wenn Sie das Zimmer so möchten, wie Van Gogh es zuerst gemalt hat, wählen Sie dieses.
Einer der Stühle aus dem Gelben Haus hat ein eigenes Porträt: Van Goghs Stuhl, 1888 in Arles gemalt und heute in der National Gallery in London, zeigt einen schlichten Stuhl mit Binsensitz wie die beiden in diesem Zimmer. Aus denselben Monaten in Arles stammen auch Sonnenblumen I, Caféterrasse am Abend und Sternennacht über der Rhône.
Wie entsteht unser handgemaltes Schlafzimmer in Arles?
Der Maler zeichnet zuerst das Zimmer auf die Leinwand, mit dem geneigten Boden, dem Bett und den beiden Türen, und legt dann die großen flachen Farbflächen an: die Wände, den roten Boden, die gelben Möbel. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand mit pastosem Farbauftrag (Impasto): Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche wie auf Van Goghs Original erhaben auf der Leinwand stehen, in den Fliesen und der Decke ebenso wie an den Wänden.
Bei diesem Gemälde stellt sich eine Frage: Sollen die Wände blau oder violett sein? Heute wirkt das Original blau, doch Untersuchungen des Van Gogh Museum zeigten, dass Wände und Türen zuerst violett waren und mit den Jahren verblasst sind. Wir malen das Schlafzimmer so, wie das Original heute im Museum aussieht.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt, daher gleicht keines genau dem anderen. Ein Druck zeigt nur eine glatte Fläche, auf unserem sind Striche und Farbschichten echt.
Welches Format vom Schlafzimmer in Arles für welche Wand?
Kurz gesagt: über ein Doppelbett oder ein Sofa 105 x 85 oder 120 x 100 cm, über eine Kommode oder in einen kleineren Raum 75 x 60 oder 80 x 65 cm, für eine schmale Wand oder den Flur 50 x 40 oder 60 x 50 cm. Als Gemälde eines Schlafzimmers passt es ganz natürlich über ein Bett, wirkt aber im Wohnraum genauso gut.
Es gibt siebzehn Formate: 50 x 40, 60 x 50, 70 x 55, 70 x 56, 70 x 58, 75 x 60, 80 x 63, 80 x 65, 85 x 69, 88 x 70, 91 x 72, 97 x 80, 100 x 80, 103 x 84, 105 x 85, 105 x 87 und 120 x 100 cm, immer als Breite mal Höhe angegeben. Das Format 91 x 72 cm entspricht praktisch dem Original, das 91,3 cm breit und 72,4 cm hoch ist, und wirkt an Ihrer Wand so wie in Amsterdam. Ein kleineres Ölgemälde passt in den Flur oder ins Arbeitszimmer. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen: über einem 160 cm breiten Sofa oder Bett also 105 cm.
Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden auf, über Sofa oder Kopfteil mit 20 bis 30 cm Abstand.
Was, wenn ich ein Sondermaß oder einen Rahmen brauche?
Passt keines der siebzehn Formate zu Ihrer Wand, malen wir es nach Maß. Wir empfehlen, nah am Seitenverhältnis des Originals zu bleiben, sonst wird das Zimmer gestaucht oder gedehnt. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Van Gogh selbst schrieb, der Rahmen solle weiß sein, weil es im Gemälde kein Weiß gibt; ein schlichter weißer oder heller Rahmen ist also eine Wahl mit Geschichte.
Wie läuft die Lieferung ab, und welche Garantie gibt es?
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe; stimmt etwas nicht, korrigieren wir es, solange die Leinwand noch in unserer Werkstatt ist. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Van Gogh Gemälde finden Sie in der Galerie Vincent van Gogh, mehr über den Maler in unserem Artikel über Vincent van Gogh. Zum Verschenken gibt es einen Wertgutschein: Der Beschenkte wählt Format und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo ist das originale Schlafzimmer in Arles heute?
Die erste Fassung ist im Van Gogh Museum in Amsterdam, in der ständigen Sammlung zu sehen und im Besitz der Vincent van Gogh Stiftung. Die beiden späteren Fassungen sind anderswo: die Wiederholung vom September 1889 im Art Institute of Chicago und die kleinere im Musée d’Orsay in Paris. Wer das erste Zimmer sehen will, reist also nach Amsterdam.
Wann und wo malte Van Gogh das Schlafzimmer in Arles?
Im Oktober 1888 in Arles in Südfrankreich, im Gelben Haus an der Place Lamartine, in dem er wohnte. Er begann es Mitte des Monats, nach einigen Tagen, die er krank im Bett verbracht hatte, und zu der Zeit, als er für Paul Gauguin das Gästezimmer nebenan vorbereitete. Das gemalte Zimmer ist sein eigenes Schlafzimmer.
Wie viele Fassungen vom Schlafzimmer in Arles gibt es?
Drei. Die erste vom Oktober 1888 ist im Van Gogh Museum in Amsterdam, die zweite, eine Wiederholung im selben Maßstab vom September 1889, im Art Institute of Chicago, die dritte, kleinere Fassung für Mutter und Schwester, im Musée d’Orsay. 2016 waren alle drei gemeinsam in Chicago zu sehen; mehr dazu steht in der deutschen Wikipedia.
Warum wirken die Wände im Schlafzimmer in Arles schief?
Zum Teil, weil das Zimmer wirklich unregelmäßig war: Es hatte die Form eines Trapezes, und das Van Gogh Museum betont, dass die schiefe Ecke kein Fehler ist. Der Rest ist Absicht. Van Gogh schrieb, er habe den Raum flach gemacht und die Schatten weggelassen, damit er wie ein japanischer Holzschnitt aussieht; die Perspektive ist also eine Entscheidung, kein Versehen.
Was bedeutet das Schlafzimmer in Arles?
Van Gogh wollte damit Ruhe ausdrücken. Er schrieb Theo, hier müsse die Farbe die Arbeit tun, und der Anblick des Gemäldes solle den Kopf ausruhen lassen, oder besser die Fantasie. Die massiven Möbel sollten unerschütterliche Ruhe ausdrücken. Das Gemälde zeigt zugleich das Zuhause, das er sich im Gelben Haus eingerichtet hatte, schlicht und ganz sein eigenes.
Warum sind die Wände im Schlafzimmer in Arles blau, obwohl er sie violett nannte?
Weil sich die Farbe verändert hat. Van Gogh schrieb von blassvioletten Wänden und lila Türen, und Untersuchungen des Van Gogh Museum zeigen, dass Wände und Türen ursprünglich violett waren und nicht blau. Die starken Kontraste, die wir heute sehen, sind eine Folge der Verfärbung über die Jahre; das Zimmer wirkte einst weicher und wärmer.
Wessen Porträts hängen an der Wand im Schlafzimmer in Arles?
In der ersten Fassung sind die zwei kleinen Porträts über dem Bett verkleinerte Fassungen von Van Goghs Porträts seiner Freunde Eugène Boch und Paul-Eugène Milliet, bekannt als Der Dichter und Der Liebende. In den späteren Fassungen hängen dort andere Porträts, und daran lassen sich die drei Leinwände am leichtesten unterscheiden.
Ist Ihr Schlafzimmer in Arles ein Druck?
Nein. Jedes Exemplar malt ein Maler von Hand in Öl auf Leinwand, mit dick und pastos aufgetragener Farbe, wie Van Gogh es tat. Sie erhalten also ein echtes Kunstgemälde, gespannt und fertig zum Aufhängen, das wir vor dem Versand fotografieren; die Fotografie senden wir Ihnen zur Freigabe.
Hat Ihr Schlafzimmer in Arles erhabene Pinselstriche wie das Original?
Ja. Wir malen das Schlafzimmer in Arles mit pastosem Farbauftrag, sodass die Pinselstriche wie auf Van Goghs Original über der Leinwand stehen, in den Linien des Bodens, den Falten der Decke und an den Wänden. Von der Seite betrachtet fängt das Relief das Licht. Ein Druck hat dieses Relief nicht, denn seine Oberfläche ist glatt, wie gut die Farben auch sein mögen.
- Motiv: Van Goghs eigenes Schlafzimmer im Gelben Haus, mit gelbem Bett, scharlachroter Decke, zwei Stühlen und Porträts an der Wand.
- Original: Oktober 1888, Arles, 72,4 x 91,3 cm, Van Gogh Museum, Amsterdam.
- Unseres: handgemaltes Öl auf Leinwand in siebzehn Formaten, von 50 x 40 bis 120 x 100 cm, oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.









































