Beschreibung
Der heilige Franziskus in Meditation ist ein Gemälde Caravaggios aus der Zeit um 1602–1604, wobei die Datierung unsicher bleibt: Der Heilige kniet in seiner braunen Ordenskutte im Dunkeln, hält einen Totenschädel in den Händen und betrachtet ihn, zu seinen Füßen liegt ein Holzkreuz, und kräftiges Licht fällt auf Gesicht und Hände. Das Original, Öl auf Leinwand, ist 123 cm hoch und 92,5 cm breit und hängt in der Galleria Nazionale d’Arte Antica im römischen Palazzo Barberini. Auf Ihre Bestellung malt unser Maler es von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Hochformaten von 40 x 51 bis 156 x 200 cm oder nach Maß, und noch vor dem Versand sehen Sie das fertige Werk auf einem Foto.
| Titel: | Der heilige Franziskus in Meditation |
| Weitere Titel: | San Francesco in meditazione · Saint Francis in Prayer |
| Maler: | Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610) |
| Entstehungsjahr: | um 1602–1604 |
| Originalgröße: | 123 cm x 92,5 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Barock, Tenebrismus |
| Standort: | Galleria Nazionale d’Arte Antica, Palazzo Barberini, Rom, Italien |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Der heilige Franziskus in Meditation – Caravaggio
Was zeigt das Gemälde Der heilige Franziskus in Meditation?
Das Hochformat wird fast ganz vom Dunkel beherrscht. Daraus tritt eine einzige Gestalt hervor: Franziskus von Assisi, der in einer braunen Kutte kniet. Eine Landschaft oder einen erkennbaren Raum gibt es nicht.
In den Händen hält er einen Schädel und blickt ihn gesammelt an. Neben seinen Füßen liegt ein schlichtes Holzkreuz ganz ohne Schmuck.
Das Licht kommt von einer Seite und trifft vor allem Gesicht und Hände. Die Falten der Kutte versinken im Schatten, und so bleibt der Blick des Betrachters an drei Stellen hängen: am Gesicht, an den Händen und am Schädel.
Was bedeutet die Szene?
Franziskus von Assisi wählte ein Leben in Armut und Demut, und gerade diese Seite seiner Geschichte war zu Caravaggios Zeit ein beliebtes Thema der Maler. Hier sehen wir ihn nicht predigend unter Menschen, sondern allein und ins Gebet versunken.
Schädel und Kreuz sind die Gegenstände seiner Betrachtung. Der Schädel mahnt an die Vergänglichkeit, das Kreuz erinnert an das Leiden Christi, und der Heilige hält beides nicht uns entgegen, sondern schaut es selbst an. In der englischen Wikipedia ist das Werk unter dem Titel Der heilige Franziskus im Gebet verzeichnet.
Peter Robb, Verfasser eines Buches über Caravaggio mit dem Titel M, stellt Franziskus neben Johannes den Täufer und den heiligen Hieronymus: Für ihn sind es drei einsame Männer, jung, reif und alt, grüblerisch und der Gesellschaft fern, die Caravaggio immer wieder malte. Den ältesten der drei zeigt Der heilige Hieronymus beim Schreiben (Valletta), wo auch vor dem kahlköpfigen Heiligen ein Schädel auf dem Tisch liegt.
Warum wird dieses Gemälde so geschätzt?
Caravaggio verdichtet das beliebte Thema auf das Nötigste: ein Mensch, ein Schädel, ein Kreuz und Licht. Keine Engel, keine Wunder, keine Landschaft, daher sagt das Gesicht des nachdenkenden Mannes alles, was die Szene zu sagen hat.
Robb sieht in diesen einsamen Heiligen sogar eine Art private Ikonen, verbunden mit dem unruhigen Leben des Malers selbst. Das ist seine Deutung, sie erklärt aber gut die Stille, die von der Leinwand ausgeht.
Ein solches Kunstgemälde braucht keine Erklärung, um zu wirken: Es ist ruhig, ernst und sehr direkt. Wer mehr über Datierung und Fassungen erfahren möchte, findet Angaben im Artikel der englischsprachigen Wikipedia, der auf Englisch geschrieben ist.
Wo befindet sich das Original?
Das Gemälde gehört der Galleria Nazionale d’Arte Antica in Rom, die im Palazzo Barberini untergebracht ist.
Frühe Aufzeichnungen über das Werk gibt es nicht, deshalb ist es schwer zu datieren, und selbst das Original lässt sich nur mühsam von späteren Kopien unterscheiden. John Gash hält eine Fassung in der Chiesa dei Cappuccini für eine gute Kopie eines verlorenen Originals, das manche Fachleute mit einem Gemälde aus der Kirche San Pietro in Carpineto Romano gleichsetzen, heute im Museo di Palazzo Venezia. Helen Langdon bespricht in ihrer Caravaggio-Biografie die Fassung im Palazzo Barberini, nach der auch wir malen.
Auch das Jahr steht nicht fest. Der Maler Orazio Gentileschi, ein Freund Caravaggios, sagte 1603 in einem Verleumdungsprozess aus, er habe dem Künstler einige Monate zuvor eine Mönchskutte geliehen, und das Gemälde könnte damit zusammenhängen. Auf dieser Aussage beruht vor allem die Datierung 1602–1604; Robb dagegen hält wegen der strengen Auffassung und der weniger malerischen Technik eine Entstehung erst 1606 für möglich, als Caravaggio nach einem Todesfall bei einer Straßenschlägerei als Geächteter aus Rom floh.
Der heilige Franziskus in Meditation oder ein anderer Caravaggio?
Dieses Gemälde ist für Menschen, die Ruhe suchen: eine Figur, wenige Farben und viel Schatten. Es passt ins Arbeitszimmer, in eine Leseecke oder in den Flur.
Eine ähnlich gesammelte Stimmung hat Die reuige Magdalena aus der römischen Galleria Doria Pamphilj, in der eine junge Frau mit gesenktem Kopf in einem leeren Raum sitzt, neben ihr abgelegte Perlen. Wohl aus ungefähr denselben Jahren wie unser Franziskus stammt Die Dornenkrönung, eine bewegtere Szene mit mehreren Figuren im Wiener Kunsthistorischen Museum.
Wer lieber ein Gemälde ohne Menschen möchte, sollte sich das Stillleben mit Früchten auf einer Steinplatte ansehen, das Caravaggio zugeschrieben wird. Auf unserer Seite Caravaggio finden Sie jedes Caravaggio Gemälde, das wir anbieten, auf einen Blick.
Wie malt unser Maler dieses Werk?
Jeden Franziskus malen wir auf Bestellung, in Öl auf Leinwand, Schicht für Schicht. Zuerst deckt ein dunkler Grund die Leinwand, dann legt der Maler mit wenigen Strichen die kniende Gestalt, den Schädel und das Kreuz an.
Danach folgt das Licht. Gesicht und Hände erhalten warme, allmählich hellere Töne, die braune Kutte tiefe Falten, die sich zum Rand hin im Dunkel verlieren.
Eine handgemalte Reproduktion zeigt auf der Oberfläche fühlbare Pinselspuren und eine Tiefe der Schatten, die ein Druck nicht wiedergibt. So entsteht ein Ölgemälde, das tagsüber ruhig wirkt, während abends unter warmem Licht das Gesicht des Heiligen noch deutlicher aus dem dunklen Grund tritt.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 40 x 51 oder 45 x 60 cm über einem Nachttisch, in einer Nische oder an einer schmalen Wand, 58 x 75 oder 73 x 100 cm für Flur und Arbeitszimmer, 84 x 110 oder 105 x 145 cm über Kommode oder Sofa, 120 x 160 oder 156 x 200 cm für eine hohe Wand oder ein Treppenhaus.
Wir malen den heiligen Franziskus in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 40 x 51, 45 x 60, 58 x 75, 73 x 100, 84 x 110, 105 x 145, 120 x 160 und 156 x 200 cm. Am nächsten am Original liegt 84 x 110 cm, das 8,5 cm schmaler und 13 cm niedriger ist.
Weil auf der Leinwand nur eine Figur zu sehen ist, bleibt die Szene schon in kleinen Formaten klar, in großen gewinnt das Dunkel um den Heiligen mehr Gewicht. Als Gemälde fürs Wohnzimmer gehört es an eine ruhige Wand, etwa in 73 x 100 cm über einem Lesesessel.
Gibt es andere Maße und einen passenden Rahmen?
Ja. Die kniende Gestalt und das Kreuz zu ihren Füßen brauchen Raum am unteren Rand, darum achten wir bei einem anderen Seitenverhältnis darauf, dass das Kreuz nicht abgeschnitten wird und über dem Kopf genug Dunkel bleibt. Nennen Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und Sie erhalten von uns Preis und Lieferzeit.
Wir verschicken es gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt. Das Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand aus unserem Sortiment für die Reise vorbereitet. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die allein für die Rahmenwahl gedacht ist; das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu zeigen, ist eine gesonderte Leistung.
Zur dunklen Leinwand mit der braunen Kutte passt ein schlichter Rahmen in Nussbaumbraun oder eine schmale Leiste in gedämpftem Altgold.
Wann kommt das Gemälde bei Ihnen an?
Wir beginnen, sobald Sie die Bestellung bestätigt haben, und versenden das Gemälde innerhalb von 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes, und wünschen Sie eine Änderung, nehmen wir sie vor. Lieferungen nach Deutschland, Österreich und in alle anderen EU-Länder sind zollfrei, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Der heilige Franziskus in Meditation ist ein schönes Geschenk für alle, denen franziskanische Spiritualität oder Assisi am Herzen liegt, und ebenso für jemanden, der Franz heißt. Wenn Sie nicht wissen, welches Format passt, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, dann wählt der Beschenkte selbst.
Häufige Fragen
Wo hängt das Original?
In der Galleria Nazionale d’Arte Antica im Palazzo Barberini in Rom.
Was hält der Heilige in den Händen?
Einen Totenschädel, den er gesammelt betrachtet; ein Holzkreuz liegt zu seinen Füßen.
Ist das ein Druck?
Nein, es ist eine handgemalte Kopie, die unser Maler mit Pinsel und Ölfarben ausführt.
Wie groß ist das Original?
Es ist 123 cm hoch und 92,5 cm breit; unser nächstliegendes Format ist 84 x 110 cm.
Wann entstand das Werk?
Meist wird es um 1602–1604 datiert; Peter Robb hält auch 1606 für möglich.
Passt es ins Schlafzimmer?
Eher ins Arbeits- oder Wohnzimmer; Schädel und dunkler Grund sind im Schlafzimmer nicht jedermanns Sache.
Bekomme ich es auch in einem Maß, das nicht aufgeführt ist?
Ja, wir malen es in der Breite und Höhe, die Sie selbst festlegen.
Wie lange warte ich auf das Gemälde?
Wir versenden es nach 15 bis 45 Werktagen, vorher erhalten Sie ein Foto davon.
- Motiv: der heilige Franziskus kniet in brauner Kutte im Dunkeln, hält einen Schädel und betrachtet ihn, zu seinen Füßen liegt ein Holzkreuz.
- Original: um 1602–1604, Öl auf Leinwand, 123 x 92,5 cm, Galleria Nazionale d’Arte Antica (Palazzo Barberini), Rom.
- Unsere Fassung: von Hand mit Ölfarben auf Leinwand gemalt, in 8 Hochformaten von 40 x 51 bis 156 x 200 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: das Werk ist nicht dokumentiert, daher gehen die Meinungen zur Datierung und zur Originalfassung auseinander.









































