Beschreibung
Der heilige Hieronymus beim Schreiben (Valletta) ist ein Gemälde, das Caravaggio 1607 oder 1608 auf Malta schuf: Der alte, kahlköpfige Heilige, bis zur Hüfte entblößt und mit einem roten Mantel über dem Schoß, sitzt auf einem Bett und schreibt an einem Tisch, auf dem ein Schädel, ein Stein und eine Kerze stehen. Das Original, Öl auf Leinwand, ist 112 cm hoch und 157 cm breit und hängt im Oratorium der St. John’s Co-Cathedral in Valletta. Unser Maler malt es Ihnen von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Querformaten von 53 x 38 bis 180 x 130 cm oder nach Maß; vor dem Versand sehen Sie das fertige Gemälde auf einem Foto.
| Titel: | Der heilige Hieronymus beim Schreiben (Valletta) |
| Weitere Titel: | San Girolamo scrivente (La Valletta) · Saint Jerome Writing (Valletta) |
| Maler: | Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610) |
| Entstehungsjahr: | 1607 oder 1608 |
| Originalgröße: | 112 cm x 157 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Barock, Tenebrismus |
| Standort: | Oratorium der St. John’s Co-Cathedral, Valletta, Malta |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Der heilige Hieronymus beim Schreiben (Valletta) – Caravaggio
Was zeigt das Gemälde aus Valletta?
Die Leinwand ist breit, die Szene schlicht. Ein alter Mann mit kahlem Kopf sitzt auf der Kante eines Bettes, das an einen Tisch gerückt ist, und schreibt konzentriert mit der Feder. Sein Oberkörper ist nackt, über den Schoß fällt ein roter Mantel.
Auf dem Tisch vor ihm stehen drei Dinge: ein Schädel, ein Stein und eine Kerze. Der Raum ringsum ist dunkel, und das Licht holt vor allem Kopf, Schultern und Arm des Heiligen aus dem Schatten.
An der Wand links hängt sein Kardinalshut, rechts lehnt ein Kruzifix. Unten rechts ist das Wappen des Ippolito Malaspina gemalt, jenes Ritters, der das Werk in Auftrag gab.
Wer war der heilige Hieronymus, und warum schreibt er?
Die Kirche verehrt Hieronymus als Übersetzer der Bibel, und genau bei dieser Arbeit zeigt ihn Caravaggio: Der Heilige liest nicht und betet nicht, er schreibt.
Wikipedia findet das Thema erstaunlich unkriegerisch für einen Auftraggeber, der für den Kampf gegen die Türken lebte. Doch Ippolito Malaspina war auch Beauftragter für Arme, Waisen und Witwen, und das Gemälde betont vielleicht diese Seite seines Wirkens, dazu die Askese des Ordens.
Der Schädel auf dem Tisch ist eine alte Mahnung an die Kürze des Lebens. Denselben Gegenstand zeigt das Gemälde Der heilige Franziskus in Meditation: Dort kniet Franziskus in seiner braunen Kutte im Dunkeln, hält einen Schädel in den Händen und blickt ihn nachdenklich an.
Warum ist dieses Gemälde so bedeutend?
Caravaggio kam am 12. Juli 1607 auf Malta an, nach einigen Monaten in Neapel. Dorthin war er geflohen, nachdem er im Jahr zuvor in Rom bei einer Schlägerei einen Mann getötet hatte. Biografen vermuten, dass er sich vom Eintritt in den Johanniterorden Schutz und Hilfe bei einer päpstlichen Begnadigung erhoffte.
Großmeister Alof de Wignacourt wollte das Ansehen seines Ordens und seiner Hauptstadt steigern, und ein in Rom und Neapel gefeierter Maler kam ihm dafür gerade recht. Caravaggio malte ihn in voller Rüstung; das ist das Porträt des Alof de Wignacourt mit Pagen, auf dem ein junger Page den Federhelm des Großmeisters hält.
Auftraggeber Malaspina war Prior des Ordens in Neapel, angeheirateter Verwandter von Caravaggios Gönner Ottavio Costa, Freund der Brüder Giustiniani und Vetter von Giovanni Andrea Doria, der den Maler zwei Jahre zuvor nach einer Flucht aus Rom aufgenommen hatte. Möglicherweise ließ er sich selbst als Heiligen darstellen. Für den Künstler war dieser Auftrag deshalb sehr wichtig; mehr dazu steht im Artikel der englischen Wikipedia, der auf Englisch geschrieben ist.
Wo ist das Original, und was ist ihm widerfahren?
Das Original hängt im Oratorium der St. John’s Co-Cathedral in Valletta, der Hauptstadt Maltas.
Im Dezember 1984 wurde es aus der Kirche gestohlen: Die Diebe schnitten die Leinwand aus dem Rahmen. Zwei Jahre später, nach zahlreichen Telefonverhandlungen mit dem damaligen Museumsdirektor von Malta und Gozo, Pater Marius J. Zerafa, kam das Gemälde zurück. Es war beschädigt und wurde restauriert, bevor man es wieder ausstellte.
Diebstahl und Rückkehr behandelt die Folge The Caravaggio Heist aus dem Jahr 2021 in der PBS-Reihe Secrets of the Dead. 2022 gab die Zentralbank von Malta zwei 3-Euro-Münzen mit einem Ausschnitt des Gemäldes heraus.
Hieronymus aus Valletta oder ein anderer Caravaggio?
Dieses Kunstgemälde ist für alle, die stille, gesammelte Szenen lieben: ein einziger Mensch, wenige Dinge und eine Arbeit neben einer Kerze.
Denselben Heiligen hatte Caravaggio schon früher in Rom gemalt: Der heilige Hieronymus beim Schreiben in der Galleria Borghese. Dort liest Hieronymus und streckt den Arm mit der Feder über den ganzen Tisch, der Schädel liegt auf einem Bücherstapel; in Valletta sitzt er auf dem Bett, umgeben von Kerze, Stein, Kruzifix und Hut, und in der Ecke steht das Wappen des Auftraggebers.
Aus denselben Jahren stammt das Porträt des Fra Antonio Martelli, das einen älteren Ritter in Schwarz zeigt, mit dem weißen achtspitzigen Ordenskreuz auf der Brust und einem Rosenkranz in den Händen. Jedes Caravaggio Gemälde, das wir für Sie malen, finden Sie auf der Seite Caravaggio.
Wie malt unser Maler den Hieronymus aus Valletta?
Den Hieronymus aus Valletta malen wir auf Ihre Bestellung, mit Ölfarben auf Leinwand und Schicht für Schicht. Zuerst überzieht der Maler die Leinwand mit einem dunklen Ton, dann skizziert er mit dünnen Linien Tisch, Bett und Körper des Heiligen, sodass die schreibende Hand genau über dem Tisch sitzt.
Danach baut er das Licht auf: Die alte Haut von Schultern und Armen erhält weiche Übergänge, der rote Mantel tiefe Falten, Schädel, Stein und Kerze jeweils ihre eigene Oberfläche.
Eine handgemalte Reproduktion trägt auf ihrer Oberfläche Pinselspuren, die kein Druck nachahmen kann, und die dunklen Partien bleiben tief und warm. Ein solches Ölgemälde verändert sich mit dem Licht im Raum: Tagsüber wirkt es ruhig, am Abend treten Kopf und roter Mantel des Heiligen aus dem Dunkel.
Welches Format eignet sich für Ihre Wand?
Die kurze Antwort: Für die meisten Wohnzimmer und Büros sind 110 x 80 oder 125 x 90 cm richtig, für eine kleine Wand die Formate von 53 x 38 bis 90 x 62 cm, für eine große Wand 160 x 115 oder 180 x 130 cm.
Den Hieronymus aus Valletta gibt es in 8 Querformaten (Breite x Höhe): 53 x 38, 60 x 42, 80 x 55, 90 x 62, 110 x 80, 125 x 90, 160 x 115 und 180 x 130 cm. Am nächsten am Original liegt 160 x 115 cm, das 3 cm breiter und 3 cm höher ist.
Die Szene reicht waagerecht vom Hut links bis zum Kruzifix rechts und braucht deshalb eine breite Wand: über dem Sofa, der Kommode oder dem Schreibtisch. Als Gemälde fürs Wohnzimmer ist 125 x 90 cm über dem Sofa eine gute Wahl, denn die schreibende Hand sieht man dort schon von der Tür aus.
Kann ich ein eigenes Maß und einen Rahmen wählen?
Natürlich. Der Hut ist links, das Kruzifix rechts und das Wappen in der unteren rechten Ecke, daher passen wir die Komposition bei einem anderen Seitenverhältnis so an, dass keines dieser Elemente verloren geht. Schreiben Sie uns, welche Breite und Höhe Sie wünschen, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit.
Den Hieronymus aus Valletta liefern wir gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt. Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand mit gleicher Sorgfalt für die Reise vorbereitet. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die nur der Rahmenauswahl dient; die Ansicht des Heiligen an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service.
Wann und wie kommt das Gemälde bei Ihnen an?
Wir beginnen, sobald Sie die Bestellung bestätigen, und der Hieronymus aus Valletta geht nach 15 bis 45 Werktagen auf die Reise. Vorher erhalten Sie ein Foto des fertigen Gemäldes, und wenn nötig, bessern wir noch nach. Innerhalb der EU, also auch nach Deutschland und Österreich, reist der Heilige ohne Zoll, und jede Bestellung fällt unter unsere Rückgaberegelung.
Der schreibende Heilige ist ein schönes Geschenk für jemanden, der viel schreibt, übersetzt oder liest. Wer das Format lieber dem Beschenkten überlässt, greift zu einem Geschenkgutschein.
Häufige Fragen
Wo kann man das Original sehen?
Im Oratorium der St. John’s Co-Cathedral in Valletta auf Malta.
Was tut der Heilige auf dem Gemälde?
Er sitzt auf einem Bett und schreibt am Tisch; die Kirche verehrt ihn als Übersetzer der Bibel.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede unserer Fassungen ist eine handgemalte Kopie, die der Maler mit Pinsel und Ölfarben auf Leinwand ausführt.
Welche Maße hat das Original?
Es ist 112 cm hoch und 157 cm breit; unser nächstes Format ist 160 x 115 cm.
Wann ist das Gemälde entstanden?
1607 oder 1608 auf Malta, kurz nach Caravaggios Ankunft auf der Insel.
Passt es ins Schlafzimmer?
Besser ins Arbeitszimmer, in die Bibliothek oder ins Wohnzimmer; die Szene ist ruhig, aber ernst, denn auf dem Tisch steht ein Schädel.
Malen Sie es auch in einem anderen Maß?
Ja. Mit Breite und Höhe Ihrer Wahl berechnen wir Preis und Lieferzeit für Ihren Hieronymus.
Wie lange warte ich auf das Gemälde?
15 bis 45 Werktage; vor dem Versand sehen Sie ein Foto des fertigen Hieronymus.
- Motiv: der alte, kahle heilige Hieronymus mit rotem Mantel über dem Schoß schreibt an einem Tisch mit Schädel, Stein und Kerze.
- Original: 1607 oder 1608, Öl auf Leinwand, 112 x 157 cm, Oratorium der St. John’s Co-Cathedral, Valletta.
- Unsere Fassung: von Hand gemalt, Öl auf Leinwand, 8 Querformate zwischen 53 x 38 und 180 x 130 cm, auf Wunsch nach Maß.
- Gut zu wissen: 1984 wurde die Leinwand aus dem Rahmen geschnitten und gestohlen; zwei Jahre später kam sie zurück und wurde restauriert.









































