Beschreibung
Entstehungsjahr: 1860er Jahre
Originalgröße: 74,9 cm x 100 cm
Malstil: Impressionismus
Originaltechnik: Öl auf Leinwand
Befindet sich: Metropolitan Museum of Art, New York (Inv. 2008.277)
Junge Frau mit Ibis – Edgar Degas
Eine junge Frau steht an einer steinernen Brüstung, fast ins Profil nach rechts gewandt, das dunkle kastanienbraune Haar zurückgesteckt. Ein blaugrüner Umhang bedeckt ihre Schultern und fällt bis zum Boden. Unser Kunstgemälde bewahrt diese sonderbar stille Begegnung.
Hände und Vögel
Mit der Rechten hält sie den Umhang an der Brust, die Linke ruht auf der Brüstung. Neben ihrer Hand steht ein scharlachroter Ibis mit gesenktem, gebogenem Schnabel, ein zweiter rechts von ihr hebt die Flügel und öffnet den Schnabel. Sie sieht die Vögel nicht an und fürchtet sie nicht; sie sind einfach da, als gehörten sie zur Brüstung.
Eine Stadt in der Ferne
Dahinter liegt eine Stadt blass am Horizont unter einem aprikosenfarbenen Himmel. Unten rechts hängen rosa und weiße Blüten neben dunklem Stein. Die Szene spielt an keinem bestimmten Ort: der Horizont ist zu allgemein, der Himmel zu flach, und gerade diese Unbestimmtheit gibt dem Werk seine Fremdheit.
Farbe als Gegensatz gesetzt
Die Farbe ist als Gegensatz gesetzt: das Scharlachrot der Vögel, der blaugrüne Stoff, der warme flache Himmel. Keine dieser Flächen beschreibt einen Stoff – jede ist zuerst Farbe und erst dann Ding. Derselbe frühe Degas, der noch die große Komposition sucht, steht hinter dem spartanischen Motiv; wohin diese Suche führte, zeigen die Tänzerinnen an der Stange.
Unsere Ausführung
Unsere Ausführung ist ein handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand. Jede Leinwand entsteht einzeln, in der Größe und im Rahmen Ihrer Wahl. Der Maler arbeitet mit Pinsel und Ölfarben nach dem Original, so dass Pinselstriche und Schichten sichtbar bleiben – genau das, was ein Druck nicht wiedergeben kann.









































