Beschreibung
Kalvarienberg, nach einem Gemälde von Andrea Mantegna ist eine Kopie von Degas, gemalt 1861 nach einer Tafel, die im Louvre hängt. Zu sehen sind drei Kreuze auf einer felsigen Anhöhe: Christus in der Mitte, zu beiden Seiten je ein Schächer. Links unten sinkt Maria ohnmächtig zusammen und wird von den Frauen um sie aufgefangen, daneben steht der Evangelist Johannes. Rechts würfeln Soldaten in römischen Panzern um das Gewand, Reiter warten, und über eine gewundene Straße zieht sich der Blick zurück zur Stadt. Degas hat die Leinwand fast in der Größe des Originals gemalt, sie aber im Zustand einer Skizze belassen: das Museum selbst hält fest, dass die Malerei die Glätte und Vollendung der originalen Tafel nicht wiedergibt. Das Original misst 92,5 x 69 cm, ist Ölfarbe auf Leinwand, unten rechts signiert, und hängt im Musée des Beaux-Arts in Tours unter der Inventarnummer 1934-6-1. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Größen von 50 x 40 bis 150 x 110 cm oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Bestätigung.
| Titel: | Kalvarienberg, nach einem Gemälde von Andrea Mantegna |
| Weitere Titel: | Le Calvaire d’après Mantegna (Titel des Museums) |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917), nach Andrea Mantegna (1431–1506) |
| Entstehungsjahr: | 1861 (unten rechts signiert: Degas) |
| Größe des Originals: | 92,5 cm x 69 cm |
| Technik des Originals: | Ölfarbe auf Leinwand |
| Malstil: | Kopie nach einem alten Meister, aus Degas’ Lehrjahren |
| Wo das Original ist: | Musée des Beaux-Arts, Tours (Inv. 1934-6-1); Eintrag Joconde 02650010032 |
| Unsere Ausführung: | von Hand gemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 50 x 40 cm bis 150 x 110 cm, auf Wunsch Maßanfertigung |
Kalvarienberg, nach einem Gemälde von Andrea Mantegna – Edgar Degas
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Eine Kreuzigung, gesetzt in ein breites, fast waagerechtes Feld. In der Mitte Christus am Kreuz, links und rechts die beiden Schächer — der gute und der böse —, alle drei auf einer felsigen, gepflasterten Anhöhe, die eher wie eine steinerne Plattform wirkt als wie ein Hügel. Links unten sinkt Maria ohnmächtig zusammen und wird von den Frauen aufgefangen, die sie umgeben; nahe bei ihr steht der Evangelist Johannes. Rechts unten hocken Soldaten und würfeln um das Gewand Christi, dahinter Pferde und Reiter in römischen Panzern, unter ihnen Longinus mit der Lanze. Im Hintergrund windet sich die Straße an Felsen vorbei hinauf zur ummauerten Stadt, die Jerusalem darstellt. Das Licht fällt von links und teilt die Szene in helle und schattige Bänder; genau diese Lichtwirkung hat Degas an der Tafel am meisten interessiert.
Welches Werk zeigt die Aufnahme?
Das gehört klar gesagt: die Aufnahme auf dieser Seite zeigt nicht das Werk von Degas, sondern das von Mantegna. Sie zeigt die originale Tafel Le Calvaire, die sich seit 1798 im Louvre unter INV 368 befindet, 96 x 76 cm misst und in Tempera auf Holz gemalt ist, als Mittelstück der Predella eines Altars aus der Kirche San Zeno in Verona. Was wir malen, ist die Fassung von Degas aus Tours, nicht diese Tafel. Der Grund für die Aufnahme ist einfach und nachgemessen: die einzige veröffentlichte Aufnahme der Leinwand von Degas, herausgegeben von der französischen Staatsdatenbank Joconde, misst 798 x 600 Pixel. Das ist zu wenig für die Darstellung auf dieser Seite und zu wenig für unsere Größen — bei 150 cm ergäbe es rund 5 Pixel je Zentimeter, ein Drittel dessen, was wir verlangen. Deshalb steht hier die Tafel von Mantegna, also genau das, was Degas vor Augen hatte, während wir seine Kopie malen. Der Produkttitel nennt diesen Unterschied bereits selbst.
Warum hat Degas das gemalt und warum wirkt es wie eine Skizze?
Weil Kopieren seine Art zu lernen war. Im Frühjahr 1853, gerade mit der Schule fertig, beantragte Degas im Louvre einen Kopistenausweis, und zwischen 1853 und 1861 kopierte er regelmäßig die alten Meister. Diese Kopie ist die letzte dieser Reihe. Sie wird auf 1861 datiert, weil Degas gerade von Mantegna die Gruppe der Frauen um die ohnmächtige Maria übernahm und sie in seiner Tochter des Jephta verwendete. Über das Aussehen aber hält das Museum etwas fest, das man ehrlich wiederholen sollte: sie ist als Skizze behandelt und gibt die Glätte und Vollendung der originalen Tafel nicht wieder. Mantegnas Oberfläche ist hart, emailartig, ohne Spur des Pinsels; die von Degas ist offen, schneller, stellenweise scheint der Grund durch. Es ging nicht um eine genaue Nachahmung, sondern darum zu verstehen, wie die Szene gebaut ist.
Was bedeutet die Szene?
Zweierlei zugleich: ein altes religiöses Thema und ein Dokument darüber, wie ein Maler lernt. Als Kunstgemälde ist es eine ungewöhnliche Wahl, denn es ist weder dekorativ noch gefällig; es ist ernst und trägt eine Geschichte, die die meisten kennen, hier mit Abstand erzählt. Die Farben sind erdig — Stein, Panzer, braune Straße, blasser Himmel —, sodass es zurückhaltender im Wohnzimmer wirkt, als man es von einer Kreuzigung erwartet, und sich mit Holz und warmen Wänden verträgt. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das Inhalt hat und kein Muster, ist hier richtig. Unter Degas’ Werken steht es ganz am Anfang: vor den Tänzerinnen kamen die alten Meister. Unsere Reproduktion folgt der Fassung von Degas, mit dem gepflasterten Fels und der Anordnung der Figuren, wie er sie gesetzt hat.
Von Degas’ Atelier nach Tours
Der Weg dieser Leinwand ist kurz und gut belegt. Sie blieb beim Maler bis zu seinem Tod und wurde 1918 bei der Versteigerung seines Ateliers in der Galerie Georges Petit in Paris verkauft. 1934 besaß sie Jeanne Fevre in Nizza — die Nichte von Degas, die ihn in seinen letzten Jahren pflegte —, im selben Jahr kaufte sie die Compagnie générale du gaz pour la France in Paris und schenkte sie noch im selben Jahr der Stadt Tours. Seither gehört sie der Stadt und hängt im Musée des Beaux-Arts unter der Inventarnummer 1934-6-1. Ein reizvoller Zufall: genau dieses Museum bewahrt auch zwei weitere Tafeln derselben Predella aus San Zeno — Das Gebet am Ölberg und Die Auferstehung —, während die Mitteltafel, die Degas kopierte, im Louvre blieb. In Tours hängt die Kopie also neben zwei Schwestern des Originals.
Das Motiv unter Degas’ Werken
Aus diesen Jahren führen wir zwei weitere Werke, beide historisch und beide vor dem Ballett. Übende junge Spartaner von 1860 zeigt denselben Degas, der noch in Szenen aus der Antike und der Bibel denkt. David und Goliath ist ein zweites biblisches Thema derselben Zeit. Etwas später steht Die Vergewaltigung, wo das Erzählen in einen zeitgenössischen Raum zieht. Der Museumseintrag zu dieser Leinwand ist Joconde 02650010032: Le Calvaire d’après Mantegna, 1861, Ölfarbe auf Leinwand, 92,5 x 69 cm, Signatur unten rechts, Inv. 1934-6-1, bewahrt wird sie vom Musée des Beaux-Arts de Tours, das das Werk 1934 als Schenkung erhielt.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, als Ölgemälde auf Leinen. Das Schwerste ist die Anordnung. Die Szene hat viele Figuren auf kleinem Raum, und wächst eine Gruppe um wenige Zentimeter, kippt das Gleichgewicht zwischen den drei Kreuzen und der Menge darunter; deshalb wird zuerst das Raster der drei Senkrechten gesetzt und erst danach die Menschen. Die zweite Schwierigkeit ist der Fels: eine gepflasterte, scharf gegliederte Fläche, die fest bleiben muss und kein Muster werden darf. Die dritte ist der Grad der Vollendung. Weil das Original absichtlich nicht geglättet ist, glätten auch wir es nicht — eine Kopie der Kopie von Degas, die schöner vollendet wäre als sie, wäre nicht mehr dasselbe Werk. Jede von Hand gemalte Ausführung ist deshalb ein wenig eigen. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen unserer fertigen Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; deshalb gibt es hier keine und wir beschreiben auch keine. Die Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Das Original hat das Verhältnis 1,34, also ein deutlich liegendes Format, und die Leiter trifft es an zwei Stellen fast genau. 80 x 60 cm und 120 x 90 cm haben beide 1,33, was innerhalb eines Prozents vom Original liegt; die erste ist 12,5 cm schmaler als die Leinwand von Degas und ihr unter denen, die auch die Form halten, am nächsten. 150 x 110 cm mit 1,36 ist noch immer nah und die Größe, bei der ein großes Werk dieser Art seine Wirkung entfaltet: die Figuren unten werden lesbar. Vorsicht bei zweien: 60 x 40 und 90 x 60 cm haben 1,50 und liegen am weitesten vom Original entfernt — 90 x 60 cm kommt der Breite des Originals zwar am nächsten, ist aber zugleich die formal schlechteste Wahl der Leiter, weil sie die Szene in der Höhe staucht und den Himmel über den Kreuzen abschneidet. 50 x 40 und 100 x 80 cm sind mit 1,25 zu quadratisch für diese Komposition. Messen Sie die gewählte Größe vorher mit einem Papierzuschnitt aus. Keine ist vorrätig: jedes Stück entsteht auf Bestellung.
Maßanfertigung, Rahmen und Keilrahmen
Passt keine der acht, malen wir nach Ihrem Maß und halten das Verhältnis 1,34 sowie den Raum über den Kreuzen, denn gerade dieses leere Band lässt die Szene atmen; das ist unsere Arbeit auf Bestellung. Jedes Stück versenden wir auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: sie zeigt alle Leisten, die wir führen — Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz — und dient der Rahmenwahl und sonst nichts. Wie das Werk an Ihrer Wand wirkt, zeigt unser gesonderter Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Stück entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie mit 15-45 Tagen je nach Größe, bei den größten Maßen an der oberen Grenze. Es reist gespannt und transportgeschützt, bei Rahmenwahl gerahmt, nach Deutschland und in fünfzehn weitere Länder der Europäischen Union, ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Bestätigung, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Welches Werk ist das?
Die Kopie von Degas nach dem Kalvarienberg Mantegnas, gemalt 1861. Sie misst 92,5 x 69 cm und hängt im Musée des Beaux-Arts in Tours unter der Inventarnummer 1934-6-1.
Ist auf der Aufnahme Degas oder Mantegna?
Mantegna — die originale Tafel aus dem Louvre. Die einzige veröffentlichte Aufnahme der Kopie von Degas misst 798 x 600 Pixel, zu wenig für die Darstellung und zu wenig für unsere Größen. Wir malen die Fassung von Degas, auch wenn die Aufnahme das Original zeigt, das er kopiert hat.
Ist das Werk signiert?
Ja, unten rechts. Das ist erwähnenswert, weil die meisten Werke von Degas nur den Stempel der Nachlassversteigerung tragen, nach seinem Tod aufgedruckt; diese Leinwand hat er selbst signiert.
Wann ist es entstanden?
1861. Das Museum begründet dieses Jahr damit, dass Degas die Gruppe der Frauen um Maria gerade für seine Tochter des Jephta übernahm.
Warum hat Degas einen anderen Maler kopiert?
Weil er so lernte. Im Frühjahr 1853 beantragte er im Louvre einen Kopistenausweis und kopierte bis 1861 regelmäßig die alten Meister. Mantegna interessierte ihn besonders.
Warum wirkt es weniger vollendet als Mantegnas Tafel?
Weil es so gemeint ist. Das Museum hält selbst fest, dass es als Skizze behandelt ist und die Glätte der originalen Tafel nicht wiedergibt. Es ging um das Verständnis des Aufbaus, nicht um das Nachahmen der Oberfläche.
Wie groß ist das Original?
92,5 cm breit und 69 cm hoch. Mantegnas Tafel misst 96 x 76 cm, Degas kopierte also nahezu in Originalgröße.
Wo befindet sich das Original heute?
Im Musée des Beaux-Arts in Tours, wohin es 1934 als Schenkung kam. Die Tafel Mantegnas, nach der es entstand, ist im Louvre.
Welche Ihrer Größen passt zum Original?
Der Form nach 80 x 60 und 120 x 90 cm, beide mit 1,33 gegenüber 1,34 des Originals. Der Breite nach kommt 90 x 60 cm am nächsten, doch gerade sie ist formal die schlechteste der acht.
Ist das ein Druck?
Nein. Das Werk entsteht von Hand, mit Ölfarbe auf Leinen; die Pinselzüge sind sichtbar und fühlbar.
Ist es als Geschenk geeignet?
Für jemanden, den interessiert, wie Maler lernen, ist es ein ungewöhnlich gutes Geschenk: ein klassisches Thema und zugleich ein Blick in die Werkstatt des jungen Degas. Da jedes Stück auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; überlassen Sie die Wahl lieber der beschenkten Person, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: Kreuzigung mit drei Kreuzen auf gepflastertem Fels, die ohnmächtige Maria links, würfelnde Soldaten rechts, Jerusalem im Hintergrund
- Original: Edgar Degas, 1861, Ölfarbe auf Leinwand, 92,5 x 69 cm, Musée des Beaux-Arts, Tours (Inv. 1934-6-1), unten rechts signiert
- Unsere Ausführung: von Hand gemaltes Öl, acht Größen von 50 x 40 bis 150 x 110 cm; 80 x 60 und 120 x 90 cm liegen der Form nach am nächsten
- Wissenswert: die Aufnahme auf dieser Seite zeigt die originale Tafel Mantegnas aus dem Louvre, weil die Kopie von Degas nirgends in brauchbarer Auflösung veröffentlicht ist; wir malen die Fassung von Degas









































