Beschreibung
Entstehungsjahr: 1857
Originalgröße: 41 cm x 53 cm
Malstil: Impressionismus
Originaltechnik: Öl auf Leinwand
Befindet sich: Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 3661)
Hilaire de Gas – Edgar Degas
Ein älterer Mann sitzt in einem Sessel mit hellem Streifenbezug und blickt uns geradeheraus an, ohne Lächeln. Das Haar ist weiß und dünn, das Gesicht stark durchfurcht, die Augen dunkel und aufmerksam. Unser handgemaltes Gemälde bewahrt genau diese unnachgiebige Gegenwart.
Genau durchgearbeitete Kleidung
Ein dunkler Rock, ein weißes Hemd mit schwarzer Schleife am Hals, eine helle Weste und hellgrüne Hosen, die einen großen Teil der unteren Leinwandhälfte einnehmen. In der Rechten hält er einen dunklen Stock, der diagonal über den Schoß läuft und der sitzenden Gestalt ihre einzige scharfe Linie gibt. Jeder Teil der Kleidung ist anders behandelt: das Tuch matt, das Hemd hell, die Hose beinahe flächig.
Der Grund und der einzige Gegenstand
Der Hintergrund ist fast schwarz und ohne Einzelheit; nur unten links ist ein Stapel rötlicher Bücher angedeutet. Nichts sonst zieht die Aufmerksamkeit vom Gesicht und den Händen ab. Dieses Fehlen einer Erzählung ist dieselbe Entscheidung wie im Porträt Bonnats: zu sagen, wie jemand ist, und nicht, was er tut.
Ein Maler von dreiundzwanzig Jahren
Der Dargestellte war der Großvater des Malers, Hilaire de Gas; Degas malte ihn in Neapel, als er selbst dreiundzwanzig war. Das ist also der früheste Degas, drei Jahre vor dem spartanischen Motiv, und alles ist schon darin: ein durchfurchtes Gesicht, ohne Mitleid behandelt und zugleich ohne Grausamkeit.
Unsere Ausführung
Unsere Ausführung ist ein handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand. Jede Leinwand entsteht einzeln, in der Größe und im Rahmen Ihrer Wahl. Der Maler arbeitet mit Pinsel und Ölfarben nach dem Original, so dass Pinselstriche und Schichten sichtbar bleiben – genau das, was ein Druck nicht wiedergeben kann.









































