Beschreibung
Merahi metua no Tehamana – Gauguins Bildnis der Tehamana und ihrer Vorfahren
1893 malte Paul Gauguin das Bildnis der Tehamana, seiner tahitianischen Gefährtin, und gab ihm den Titel Merahi metua no Tehamana – Tehamana hat viele Vorfahren. Das Mädchen sitzt frontal zum Betrachter, in einem blau-weiß gestreiften Missionskleid mit weißem Kragen, einen Fächer in den Händen. Hinter ihrem Rücken zieht sich über die volle Breite ein Band gelber Zeichen, darunter erscheinen eine Gottheit und eine kleinere Begleitfigur. Das Werk befindet sich im Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1980.613. Das Format ist hochkant – das Museum nennt zuerst die Höhe und dann die Breite.
Wer Tehamana ist
Tehamana ist kein namenloses Modell, sondern eine benannte Person: der Titel des Werks trägt ihren Namen. Gauguin malte sie in dem Kleid, das die Missionare nach Tahiti gebracht hatten, also in europäischem Schnitt, während der Hintergrund ein ganz anderer ist – tahitianisch und älter als die Missionen. Genau dieser Gegensatz trägt das Werk: das Mädchen sitzt zwischen zwei Welten, in die eine gekleidet und von der anderen umgeben.
Die Zeichen hinter ihrem Rücken
Das Band gelber Zeichen über ihr ist keine tahitianische Schrift. Gauguin übernahm die Formen nach Vorlagen, die er anderswo in Ozeanien gesehen hatte, und ordnete sie als Zierfries an. Sie sind wie Schrift gemalt, aber nicht lesbar – sie wirken als Zeichen der Vorfahren, nicht als Text. Darunter steht eine dunkle weibliche Gestalt mit erhobenen Armen, daneben eine kleinere Figur; zusammen bilden sie eine Szene, die dem Glauben gehört und nicht der Missionsschule.
Die Aufschrift am unteren linken Rand
In der unteren linken Ecke ist der Titel MERAHI METUA NO TEHAMANA in der Farbe selbst gemalt, daneben die Signatur des Malers mit der Jahreszahl. Es ist sein eigener Pinselstrich und Teil des Originalwerks – kein nachträglich hinzugefügtes Wasserzeichen und kein Verlagsvermerk. Auf der Reproduktion wird sie genauso gemalt wie der Rest der Szene, denn sie gehört zum Werk.
Das Maß: zwei Quellen weichen voneinander ab
Hier ist Offenheit angebracht: Zwei zuverlässige Quellen nennen unterschiedliche Maße. Das Art Institute of Chicago gibt 75 x 53 cm an, Wikidata 76,3 x 54,3 cm. Jahr, Museum und Inventarnummer stimmen in beiden Einträgen überein – nur die Maße weichen ab. Für die Formatwahl fällt das nicht ins Gewicht, denn das Seitenverhältnis bleibt nahezu gleich und das Hochformat bleibt Hochformat. Der Bildträger ist Jute, ein grobes Gewebe, das der Maler in jenen Jahren auch für andere Werke verwendete.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Die Reproduktion wird von Hand gemalt, mit Ölfarben auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv verlangt das Gesicht die größte Sorgfalt: geht die ruhige, etwas zurückhaltende Haltung verloren, wird das Bildnis zum bloßen Kostüm. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
- Motiv: die im Titel benannte Tehamana, sitzend im Missionskleid, vor dem Band gelber Zeichen und der Gestalt der Gottheit.
- Technik: Öl auf Jute, flächige Farben mit betonter Kontur.
- Größen: Hochformat, von 35 x 50 cm bis 140 x 200 cm; am häufigsten gewählt werden 65 x 90 cm und 80 x 110 cm.
- Wissenswert: der Titel steht auf der Leinwand selbst, in der unteren linken Ecke, und nennt den Namen des dargestellten Mädchens.
Wenn Sie Gauguins übrige tahitianische Bildnisse interessieren, sehen Sie sich auch Ihr Name war Vairaumati, Der Geist der Toten wacht und Nevermore an, in denen Gauguin ebenfalls eine einzelne tahitianische Frau in einem zeichenvollen Raum malt.









































