Beschreibung
Mette Gauguin – der Museumstitel ist allein ihr Name
Die Frau sitzt verkehrt herum auf einem Stuhl, die Arme über der Lehne verschränkt, und blickt zur Seite, sodass wir ihr Profil sehen. Sie trägt ein helles Abendkleid mit freien Schultern und gekräuseltem Saum, lange Handschuhe bis zum Ellbogen und ein schmales schwarzes Band um den Hals mit einem Anhänger. Das Haar ist hoch gesteckt. Die Wand hinter ihr ist graugrün, rechts steht dunkles Mobiliar, und am Rand hängt ein Vorhang. Unten links ist ein rotoranger Stoff zu sehen. Das Werk bewahrt das Nasjonalmuseet in Oslo unter der Nummer NG.M.00771; es entstand 1884.
Das Kleid steht nur im englischen Titel
Das Museum führt das Werk unter dem Titel Mette Gauguin, also schlicht unter ihrem Namen. Der Titel Mette Gauguin in Evening Dress, den die englischsprachige Welt kennt und unter dem das Bild am häufigsten gesucht wird, erscheint im Eintrag als zweiter, englischer Titel. Das Museum trägt sie darüber hinaus in ein eigenes Feld für die dargestellte Person ein. Der Katalog beschreibt also keine Dame im Abendkleid, sondern eine bestimmte Person mit Vor- und Nachnamen; das Kleid kommt erst mit der Übersetzung in den Titel.
Hundert Jahre in Ausstellungen
Der Eintrag führt auch eine Reihe von Ausstellungen auf, in denen das Werk zu sehen war. Die älteste ist Oslo 1914, es folgen die Schweiz 1928, das Pariser Jubiläum von 1949, Oslo 1955, Stockholm 2002 und 2003 sowie die Sammlungspräsentation in Oslo zwischen 2007 und 2011. Gekauft hat das Museum das Bild 1907. Es handelt sich also um ein Werk, das dem Publikum seit mehr als hundert Jahren fast ohne Unterbrechung zugänglich war.
Der Rücken statt des Gesichts
Die Aufstellung ist ungewöhnlich für ein Abendbildnis: das Modell sitzt verkehrt herum auf dem Stuhl, sodass dem Betrachter vor allem Rücken und Schultern zugewandt sind, während das Gesicht nur von der Seite zu sehen ist. Deshalb ist die größte helle Fläche der Leinwand die Haut der Schultern und nicht das Gesicht. Gerade das gibt dem Bild eine ruhige, fast häusliche Stimmung, obwohl es um ein Kleid für den Abend geht.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist das Kleid das Schwierigste: es besteht aus gelblichen, rosafarbenen und grauen Tönen, die getrennt bleiben müssen, sonst wird der Stoff zu einer einzigen weißen Fläche. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: eine sitzende Frau im Abendkleid, verkehrt herum auf dem Stuhl.
- Technik: Öl auf Leinwand, ein helles Kleid vor graugrüner Wand.
- Größen: Hochformat, von 42 x 50 cm bis 164 x 200 cm; häufig gewählt werden 75 x 90 cm und 90 x 110 cm.
- Wissenswertes: der Museumstitel nennt nur den Namen, nicht das Kleid.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Bildnis der Suzanne Bambridge, Interieur aus dem Haus des Malers, Rue Carcel und Rosen und Statuette. Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 65 x 54 cm.









































