Beschreibung
Bildnis der Madeleine Bernard – eine Leinwand, zwei Gemälde, zwei Inventarnummern
Eine junge Frau sitzt leicht nach rechts gewandt, die rechte Hand zu Hals und Wange erhoben. Sie trägt ein dunkelblaues geknöpftes Oberteil mit schmalem Gürtel, und über die Schultern ist ihr ein gelber Mantel mit rotem Futter geworfen, den sie nicht angezogen hat; die Ärmel hängen leer herab. Das Haar ist hoch gesteckt, im Ohr trägt sie einen goldenen Ohrring. Der Grund ist graublau, rechts steigt ein brauner senkrechter Streifen auf. Über ihr hängt ein gerahmtes Bild, das der obere Rand abschneidet. Unten rechts steht ein winziges Stillleben mit blauen Pantoffeln. Das Werk bewahrt das Museum von Grenoble; es entstand 1888.
Auf der Rückseite steht ein zweites Gemälde
Der französische staatliche Eintrag zu diesem Werk nennt zwei Titel zugleich: das Bildnis der Madeleine Bernard auf der Vorderseite und Der weiße Fluss auf der Rückseite. Es handelt sich nicht um zwei Leinwände, sondern um eine einzige, auf beiden Seiten bemalt. Gerade deshalb führt das Museum zwei Inventarnummern dafür, MG 2190 und MG 2191, als wären es zwei Werke. Wer bei uns kauft, erhält natürlich nur die Vorderseite, doch die Angabe erklärt, warum dieselbe Leinwand in den Verzeichnissen zweimal erscheint.
Der Mantel, den sie nicht angezogen hat
Der gelbe Mantel ist die größte helle Fläche der Leinwand und zugleich die ungewöhnlichste Einzelheit: er liegt über den Schultern, ist aber nicht angezogen. Die Ärmel bleiben leer und hängen am Körper herab, das rote Futter öffnet sich wie ein Inneres. Dadurch wirkt die Gestalt, als wäre sie mitten in etwas: weder angekleidet noch ausgekleidet, sondern zwischen beidem angehalten.
Die Hand am Hals
Die ganze Ruhe des Bildnisses ist in einer einzigen Geste gesammelt. Die erhobene Rechte berührt mit der Handfläche den Hals dicht unter dem Ohr, und der Kopf neigt sich leicht zu ihr hin. Nichts sonst bewegt sich. Gerade deshalb wirkt der Blick der Dargestellten, an uns vorbei und ein wenig nach unten gerichtet, eher nachdenklich als abwesend.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist der gelbe Mantel das Schwierigste: wird er zu hell, übernimmt er das Gesicht, und das Bildnis verwandelt sich in ein Stillleben aus Stoff. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: eine sitzende junge Frau im blauen Oberteil, mit gelbem Mantel über den Schultern.
- Technik: Öl auf Leinwand, graublauer Grund und warme gelbe Fläche.
- Größen: Hochformat, von 40 x 50 cm bis 160 x 200 cm; häufig gewählt werden 72 x 90 cm und 87 x 110 cm.
- Wissenswertes: auf der Rückseite derselben Leinwand befindet sich ein weiteres Gemälde.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Tanzende bretonische Mädchen, Pont-Aven, Der grüne Christus und La belle Angèle. Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 72 x 58 cm.









































