Beschreibung
O! diese Gerüchte! So nannte Paul Klee 1939 ein Gemälde, auf dem dicke, weiche, dunkle Linien über einen rauen, gesprenkelten Grund aus Graugrün, Rost und staubigem Rosa laufen und seltsame Wesen zeichnen, die sich wie Klatschbasen zueinander neigen: ein großes blaues Gesicht mit zwei runden Augen, ein rosaroter Mund, eine große eingerollte Form wie ein Ohr oder ein Schneckenhaus und unten kleine Füße. Das Original in Leimfarbe und Öl auf Leinwand misst 75,5 x 55 cm und gehört der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel. Wir malen es für Sie von Hand nach, in Öl oder Acryl auf Leinwand, wahlweise in 8 hochformatigen Größen zwischen 30 x 40 und 151 x 200 cm oder nach Maß. Bevor es auf die Reise geht, sehen Sie es auf einem Foto.
| Titel: | O! diese Gerüchte! |
| Weitere Titel: | Oh! These Rumors! (englischer Titel) · Oh! Queste voci! (italienischer Titel) |
| Maler: | Paul Klee (1879–1940) |
| Entstehungsjahr: | 1939 |
| Originalgröße: | 75,5 cm x 55 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Leimfarbe und Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Klassische Moderne |
| Standort: | Fondation Beyeler, Riehen bei Basel, Schweiz |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl oder Acryl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
O! diese Gerüchte! – Paul Klee
Was zeigt dieses Gemälde?
Ein grober, gesprenkelter Grund aus Graugrün, Rost und staubigem Rosa bedeckt die ganze Fläche, übersät mit winzigen hellen und dunklen Körnchen wie alter, von Flechten bewachsener Stein. Darüber hat Klee dicke dunkle Linien mit weichen Rändern gezogen, die sich zu den Umrissen einiger sonderbarer Geschöpfe fügen.
Links oben starrt ein großes blaues Gesicht mit zwei runden Augen geradewegs heraus. Rechts daneben öffnet sich eine rosarote Form mit zwei dunklen Punkten, wie eine Schnauze, die etwas tuschelt. Unten in der Mitte liegt eine große gerundete Form mit einer orangefarbenen Spirale, die an ein Ohr oder ein Schneckenhaus erinnert.
Ringsum sind kleinere Zeichen verstreut: runde Äuglein, die von den Rändern hereinlugen, blattartige Zeichen, links oben zwei geschwungene orange Striche. Am unteren Rand reihen sich dünne Füßchen, sodass die Wesen sich zu bewegen und aneinanderzudrängen scheinen.
Was verrät der Titel über diese Wesen?
Der Titel ist ein kurzer Ausruf, als seufze jemand über eine Neuigkeit, die schon im ganzen Dorf die Runde macht. Die Figuren neigen sich tatsächlich zueinander, die eine mit offenem Mund, die andere mit riesigem Ohr, wie eine Runde, die flüstert und lauscht.
In den Quellen, auf die wir uns stützen, erklärt Klee nicht, welche Gerüchte er meinte, darum hält man sich am besten an das Sichtbare. Wer erzählt und wer zuhört, entscheidet jeder Betrachter selbst.
Die Szene ist verschmitzt, nicht boshaft: Die Gesichter wirken verdutzt und ein wenig komisch, und dieser gutmütige Blick macht das Werk zu einem angenehmen Mitbewohner.
Warum ist dieses Werk so typisch für den späten Klee?
Im Jahr 1939 lebte Klee in Bern und schuf eine außergewöhnlich große Zahl von Werken, oft mit dicken, dunklen, balkenartigen Linien, die mit wenigen Zügen eine ganze Figur entstehen lassen. Hier ist jede Linie zugleich Umriss, Zeichen und Teil eines Gesichts.
Geboren wurde der deutsche Künstler in der Schweiz, als Sohn eines deutschen Musiklehrers und einer Schweizer Sängerin; Expressionismus, Kubismus und Surrealismus prägten seinen Stil, und Geige spielte er seit seiner Kindheit, später auch im Orchester. Der Dichter Rilke schrieb über ihn, seine Zeichnungen kämen ihm oft wie Abschriften von Musik vor.
Einen eigenen Wikipedia-Artikel zu diesem Werk gibt es nicht, ausführlich über den Maler selbst berichtet aber der englischsprachige Artikel über Paul Klee.
Wo befindet sich das Original, und woraus besteht es?
Das Original gehört der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel in der Schweiz und trägt dort die Inventarnummer 59.6. Klee malte es 1939 in Bern, wo er seine letzten Jahre verbrachte, nachdem er am Bauhaus (1921–1931) und an der Düsseldorfer Akademie (1931–1933) gelehrt hatte.
Ausgeführt ist es in Leimfarbe und Öl auf Leinwand, bei 75,5 x 55 cm (Höhe x Breite), eine stattliche Größe für einen Künstler, der oft klein auf Papier, Gaze oder Karton arbeitete.
Zwei Jahre zuvor, 1937, hängten die Nationalsozialisten siebzehn seiner Werke in die Ausstellung der sogenannten entarteten Kunst, und aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmten sie 102 seiner Arbeiten. Klee starb 1940, ein Jahr nach der Entstehung dieses Gemäldes.
Aus denselben späten Jahren stammt auch das Gemälde Die Vase, auf dem kräftige türkisfarbene, blaue und gelbe Zeichen eine dunkle Vase mit runden gelben Blüten umgeben.
Dieses Werk oder ein anderer Klee?
O! diese Gerüchte! ist ein Kunstgemälde für Menschen mit leisem Humor, und das Hochformat füllt eine Wand neben der Tür, im Flur oder über einer schmalen Kommode sehr schön.
Wer Klees verspielte Seite mag, sollte sich Siebzehn, irr ansehen, wo ein Gesicht in seine Einzelteile zerfällt und daneben die Zahl 17 und zwei Pfeile stehen. Für eine warme, festliche Wand eignen sich die Klippen am Meer aus Tausenden kleiner Farbquadrate, für eine geheimnisvolle Ecke das Botanische Theater mit erfundenen Pflanzen auf einer dunklen Bühne.
Jedes Paul Klee Gemälde aus unserem Angebot, auch diese vier, sehen Sie auf der Seite Paul Klee.
Wie malen wir dieses Werk von Hand auf Leinwand?
Das Original liegt bereits auf Leinwand vor. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht auf neuer Leinwand in Öl oder Acryl, in der Größe Ihrer Wahl, und der Maler baut sie Schicht um Schicht auf, damit sie an der Wand wie ein echtes gemaltes Werk wirkt.
Zuerst legt er den gesprenkelten Grund in dünnen, sich überlagernden Lagen aus Graugrün, Rost und Rosa an, damit die Fläche lebt und nirgends flach wird.
Dann zieht er mit einem breiten Pinsel die dicken dunklen Linien, weich an den Rändern und überall gleich kräftig, denn aus ihnen entstehen Augen, Mund, Ohr und Füße; zuletzt folgen das Blau des Gesichts, der rosa Mund, die orange Spirale und die kleinen Farbpunkte.
Ihr Ölgemälde oder Ihre Acrylfassung trocknet danach in Ruhe, bevor wir es für den Versand vorbereiten.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: 30 x 40 oder 40 x 55 cm für ein Regal, den Nachttisch oder eine Leseecke, 47 x 62 und 60 x 81 cm für den Flur oder die Wand neben der Tür, 74 x 104 cm über eine Kommode oder ein Bett, 95 x 128 cm über ein Sofa, und 120 x 160 oder 151 x 200 cm für eine hohe leere Wand, die die Wesen vom Boden fast bis zur Decke erobern.
Wir bieten das Werk in 8 hochformatigen Größen an (Breite x Höhe): 30 x 40, 40 x 55, 47 x 62, 60 x 81, 74 x 104, 95 x 128, 120 x 160 und 151 x 200 cm. Das Original misst 55 x 75,5 cm (Breite x Höhe), die kleinsten Größen sind also kleiner, ab 74 x 104 cm wird es vergrößert; bei 151 x 200 cm sind die Wesen fast dreimal so breit wie in Riehen.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es in 95 x 128 oder 120 x 160 cm am stärksten, weil man die dicken Linien dann schon vom anderen Ende des Raums liest und die erdigen Töne gut zu Holz und Leinen passen.
Gibt es eine andere Größe, und welcher Rahmen passt?
Gern. Brauchen Sie ein anderes Seitenverhältnis, ordnen wir das Motiv so an, dass Gesichter, Ohr und Füße vollständig bleiben, und verbreitern oder kürzen nur den gesprenkelten Grund ein wenig. Teilen Sie uns Ihr Wunschmaß mit, und Sie erhalten Preis und Liefertermin.
Sie bekommen es wahlweise gerollt, gespannt auf einen Keilrahmen oder bereits gerahmt; Spannen und auf Wunsch Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien. Die Leiste wählen Sie in der 3D-Anwendung auf unserer Website, die allein der Rahmenwahl dient; eine Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service.
Zum rauen, erdigen Grund passt ein schlichter dunkler Holzrahmen oder eine schmale Leiste in natürlichem Eichenton, doch wie jedes Gemälde auf Leinwand macht es auch ungerahmt auf dem Keilrahmen eine gute Figur.
Wie schnell kommt das Gemälde an?
Sobald Sie bestätigt haben, beginnt der Maler mit den Gerüchte-Figuren; versandbereit ist das Gemälde nach 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Verpacken schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes, und wenn Sie etwas geändert haben möchten, erledigen wir das.
Zoll zahlen Sie innerhalb Sloweniens und der übrigen EU keinen, und unsere Rückgaberegelung schützt jede Bestellung.
Die tuschelnde Runde ist ein witziges Geschenk für alle mit Sinn für gute Pointen; ist die Größe unklar, überlässt ein Geschenkgutschein die Wahl dem Beschenkten.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
In der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel in der Schweiz, unter der Inventarnummer 59.6.
Wer sind die Wesen auf dem Gemälde?
Erfundene Gestalten mit Augen, Mund, großem Ohr und Füßchen, die wie Klatschbasen die Köpfe zusammenstecken.
Bekomme ich einen Druck?
Nein, Sie erhalten eine handgemalte Kopie, die unser Maler mit dem Pinsel auf Leinwand ausführt, in Öl oder Acryl.
Wie groß ist das Original?
Es misst 75,5 x 55 cm (Höhe x Breite); unsere Größen reichen von 30 x 40 bis 151 x 200 cm.
Geht auch ein Maß außerhalb der Liste?
Ja, schicken Sie uns die gewünschten Zentimeter, dann folgt ein Angebot mit Preis und Liefertermin.
Wie lange warte ich auf das Gemälde?
15 bis 45 Werktage; vor dem Versand bekommen Sie außerdem ein Foto der fertigen Arbeit.
Taugt es fürs Schlafzimmer oder als Geschenk?
Ja, die ruhigen, erdigen Farben stören nicht, und der augenzwinkernde Titel macht es zu einem sympathischen Geschenk.
Was bedeutet der Titel?
Er ist ein Ausruf über Gerüchte; die Wesen, die die Köpfe zusammenstecken, kann man als tuschelnde Runde lesen.
- Motiv: sonderbare Wesen aus dicken dunklen Linien auf gesprenkeltem graugrünem und rosa Grund, mit blauem Gesicht und großem eingerolltem Ohr.
- Original: Leimfarbe und Öl auf Leinwand, 1939, 75,5 x 55 cm, Fondation Beyeler, Riehen.
- Unsere Fassung: handgemalt in Öl oder Acryl auf Leinwand, in 8 Größen zwischen 30 x 40 und 151 x 200 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: entstanden 1939 in Bern, in Klees letzten Jahren, als er mit dicken dunklen Linien malte.









































