Beschreibung
Die Zwitscher-Maschine ist eine kleine, verschmitzte Zeichnung mit einem Hauch von Bedrohung, die Paul Klee 1922 schuf: Vier Vögel aus dünnen Linien stehen auf einem gewellten Draht, der rechts in einer Kurbel endet, als müsste jemand sie aufziehen, damit sie singen. Das Original ist ein Aquarell mit Gouache, Feder und Ölpause auf einem nur gut 41 cm hohen Blatt Papier und gehört dem Museum of Modern Art in New York. Wir malen es für Sie von Hand auf Leinwand, in Öl oder Acryl, in 8 Hochformaten von 30 x 40 bis 84 x 110 cm oder nach Maß, und das Foto des fertigen Gemäldes bekommen Sie noch vor dem Versand.
| Titel: | Die Zwitscher-Maschine |
| Weitere Titel: | La macchina cinguettante · Twittering Machine |
| Maler: | Paul Klee (1879–1940) |
| Entstehungsjahr: | 1922 |
| Originalgröße: | etwa 41,3 cm x 30,5 cm (Höhe x Breite, Blatt) |
| Originaltechnik: | Aquarell, Gouache, Feder und Ölpause auf Papier |
| Malstil: | Klassische Moderne |
| Standort: | Museum of Modern Art (MoMA), New York |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl oder Acryl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Zwitscher-Maschine – Paul Klee
Was zeigt das Gemälde Die Zwitscher-Maschine?
Quer über das Blatt spannt sich ein waagerechter Draht, der zwischen seinen Stützen durchhängt wie ein welliger Ast. Darauf stehen vier Vögel, mit Feder und Tusche gezeichnet: dünne Beine, Hälse wie Sprungfedern und große runde Augen. Jeder hat den Schnabel offen, und aus jedem ragt etwas heraus, das meist als Zunge gedeutet wird.
Der linke Vogel ist der größte und trägt über dem Kopf einen dunklen Tropfen, der an ein Ausrufezeichen erinnert. Der zweite lässt den Kopf hängen, als wäre er erschöpft, der dritte hat einen spiralig gedrehten Hals und blickt nach oben, und der vierte streckt eine lange, spitze Zunge wie einen Pfeil nach rechts. Am rechten Ende knickt der Draht nach unten ab und geht in eine Kurbel mit länglichem Griff über.
Unter den Vögeln steht ein flaches, rosafarbenes Podest wie ein Tischchen auf dünnen Beinen, links ragt eine Stange mit einem weißen Zeichen in Form einer Fliege auf. Der Grund ist ein dunstiges Blau mit einem rosa Streifen unten und violettem, grauem Dunst oben. Darüber sind dunkle, körnige Flecken verstreut. Ringsum läuft ein gemalter graublauer Rand, und rechts oben steht mit Bleistift der Titel.
Was bedeutet die Zwitscher-Maschine?
Klee sagt nicht, was wir sehen sollen, und so gehen die Deutungen weit auseinander. Das Blatt verbindet Lebewesen und Apparat: Vögel singen eigentlich von selbst, hier aber sind sie an eine Stange montiert, die eine Kurbel antreibt. Der Historiker Werckmeister erkannte darin Klees Interesse an der Gleichsetzung von Tier und Maschine, von Organismus und Mechanismus.
Viele sehen darin vor allem einen Scherz. Die Zeitung Hartford Courant verglich das Werk 1941 mit den Unsinnsversen von Lewis Carroll. Das Museum of Modern Art verweist dagegen auf eine dunklere Seite: Die Vögel wirken wie verformte Natur, und die Maschine könnte eine Spieldose sein, die mit ihrem Lärm Opfer in die Grube unter sich lockt.
Die Kritikerin Kay Larson sah 1987 im Magazin New York in den Vögeln den Künstler, der auf Befehl singen muss, umgeben von Banausen. Der Philosoph Arthur Danto schlug die umgekehrte Lesart vor: Vielleicht ist die Maschine längst stillgelegt, und die Vögel nutzen sie nur als Sitzstange und singen von sich aus.
Warum ist die Zwitscher-Maschine so berühmt?
Klee hinterließ mehr als 9.000 Werke, und dieses Blatt gehört zu seinen bekanntesten. Es zählt auch zu den berühmtesten Werken des Museum of Modern Art.
Klee war der Sohn eines Musiklehrers und spielte seit seiner Kindheit Geige, da überrascht es nicht, dass ein Werk über Vogelgezwitscher Komponisten angeregt hat. Laut der englischen Wikipedia entstanden bis 2018 mehr als hundert Kompositionen danach; eine der ersten schrieb 1951 der deutsche Komponist Giselher Klebe.
Wer mehr über Deutungen und Kompositionen lesen möchte, findet alles im Wikipedia-Artikel, der auf Englisch verfasst und genau diesem Werk gewidmet ist.
Wo ist das Original, und wie kam es dorthin?
Klee vollendete das Blatt 1922, als er bereits ein Jahr am Bauhaus in Deutschland unterrichtete. Einige Jahre lang war es in der Alten Nationalgalerie in Berlin zu sehen.
Im Jahr 1933 erklärten die Nationalsozialisten es, wie viele andere Arbeiten Klees, zur „entarteten Kunst“ und beschlagnahmten es. Sechs Jahre später verkauften sie es an einen Kunsthändler in Berlin, und noch im selben Jahr erwarb es das Museum of Modern Art in New York. Dort befindet es sich bis heute, unter der Inventarnummer 564.1939.
Das Original ist klein: Das Papier misst etwa 41,3 x 30,5 cm, ungefähr einen DIN-A3-Bogen.
Die Zwitscher-Maschine oder ein anderer Klee?
Die Zwitscher-Maschine ist ein Kunstgemälde für alle, die Humor mit doppeltem Boden mögen: auf den ersten Blick verspielt, bei längerem Hinsehen ein wenig rätselhaft.
Aus demselben Jahr 1922 stammen Senecio, ein rundes Gesicht aus warmen Farbflächen, und Roter Ballon, in dem eine rote Kugel über Häuschen aus Quadraten schwebt. Wer einen dunkleren Grund und mehr Farbe sucht, sollte sich Fischzauber von 1925 ansehen, wo Fische auf Schwarz leuchten.
Die ganze Auswahl an Paul Klee Gemälden, die wir auf Bestellung malen, zeigt die Seite Paul Klee.
Wie malen wir die Zwitscher-Maschine von Hand auf Leinwand?
Um es klar zu sagen: Das Original ist kein Ölgemälde, sondern ein kleines Blatt Papier, auf dem Klee Aquarell, Gouache, Federzeichnung und Ölpause verband. Die Ölpause ist ein Verfahren, das Klee selbst erfunden hat; auf dieselbe Weise entstand auch Angelus Novus von 1920.
Bei uns entsteht eine handgemalte Reproduktion auf Leinwand, die der Maler je nach Absprache in Öl oder Acryl ausführt, Schicht für Schicht. Zuerst legt er den durchscheinenden blauen Grund und die Übergänge zu Rosa und Violett an, dann zieht er mit einem feinen Pinsel Draht, Vögel und Kurbel.
Zum Schluss setzt er die dunklen, körnigen Flecken und den gemalten Rand um das Blatt, damit das Gemälde den Charakter von Klees Papier behält.
Welche Größe passt an welche Wand?
Kurz gesagt: kleine Formate fürs Kinderzimmer, die Arbeitsecke oder den Flur, 58 x 75 und 66 x 87 cm über eine Kommode oder ein Bett, 73 x 100 und 84 x 110 cm an die Hauptwand des Wohnraums.
Wir malen das Werk in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 30 x 40, 33 x 46, 40 x 52, 45 x 60, 58 x 75, 66 x 87, 73 x 100 und 84 x 110 cm. Klees Blatt misst etwa 30,5 x 41,3 cm (Breite x Höhe), die meisten unserer Formate vergrößern das Werk also deutlich; das größte ist mehr als zweieinhalbmal so hoch wie das Original.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es über dem Sofa in 73 x 100 oder 84 x 110 cm am besten, wenn man es quer durch den Raum sieht. Weil es oft in Kinderzimmern hing, passt es auch dorthin, etwa in 40 x 52 oder 45 x 60 cm über Schreibtisch oder Bett.
Kann ich ein anderes Maß oder einen Rahmen bestellen?
Gern. Braucht Ihre Wand eine andere Breite oder Höhe, passen wir die Komposition so an, dass alle vier Vögel, der Draht und die Kurbel vollständig bleiben; es ändert sich nur der Anteil des blauen Grunds. Nennen Sie uns Ihr gewünschtes Maß, und wir antworten mit Preis und Liefertermin.
Sie bekommen das Gemälde gerollt in einer Röhre, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, von der aus jedes Gemälde auf Leinwand aus unserem Sortiment auf die Reise geht. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die allein der Auswahl der Leiste dient; eine Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service.
Zum zarten Blau passt eine schmale weiße oder hellgraue Leiste, die den gemalten Rand fortsetzt; wer es wärmer mag, wählt helle Eiche.
Wann kommt das Gemälde bei Ihnen an?
Der Maler beginnt gleich nach Ihrer Bestellbestätigung, und nach 15 bis 45 Werktagen ist das Gemälde versandbereit. Bevor wir es verpacken, schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes; möchten Sie etwas geändert haben, erledigen wir das vor dem Versand.
Nach Deutschland, Österreich und in jedes andere EU-Land liefern wir ohne Zoll, und jede Bestellung schützt unsere Rückgaberegelung.
Die Zwitscher-Maschine ist ein schönes Geschenk für Musikfreunde, für Eltern, die ein Kinderzimmer einrichten, oder für Menschen mit Sinn für Humor. Kennen Sie die Wand der beschenkten Person nicht, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, und sie wählt selbst.
Häufige Fragen
Wo hängt das Original?
Im Museum of Modern Art in New York, das es 1939 erworben hat.
Was tun die Vögel auf dem Draht?
Die vier Vögel mit offenen Schnäbeln sind an einem Draht mit Kurbel befestigt, wie Teile eines Singapparats.
Ist das ein Druck?
Nein. Unser Maler führt jede Linie mit dem Pinsel aus; Sie bekommen eine handgemalte Kopie in Öl oder Acryl auf Leinwand.
Wie groß ist Klees Blatt?
Etwa 41,3 x 30,5 cm (Höhe x Breite), also kleiner als die meisten unserer Formate.
Gibt es auch Maße außerhalb der Liste?
Ja, nennen Sie uns Breite und Höhe, dann schicken wir ein Angebot mit Preis und Termin.
Wie lange warte ich auf die Zwitscher-Maschine?
Nach 15 bis 45 Werktagen ist es fertig; das Foto davon kommt noch vor dem Versand.
Eignet sich das Werk fürs Kinderzimmer oder als Geschenk?
Ja, laut dem Magazin New York hing es oft in Kinderzimmern, und als Geschenk freut es besonders Musikliebhaber.
Was bedeutet der Titel?
Die Vögel zwitschern, hängen aber an einer Maschine mit Kurbel; die Deutungen reichen vom Scherz bis zum bitteren Gleichnis über den Künstler.
- Motiv: vier Vögel aus feinen Linien auf einem gewellten Draht mit Kurbel, vor einem blauen Grund mit Übergang zu Rosa und Violett.
- Original: Aquarell, Gouache, Feder und Ölpause auf Papier, 1922, etwa 41,3 x 30,5 cm, Museum of Modern Art, New York.
- Unsere Fassung: von Hand in Öl oder Acryl auf Leinwand gemalt, 8 Hochformate von 30 x 40 bis 84 x 110 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: 1933 erklärten die Nationalsozialisten das Werk zur entarteten Kunst; es regte mehr als hundert Musikstücke an.









































