Paul Klee – Biografie des Malers von Farbe, Linie und Musik

Paul Klee (1879–1940) war ein in der Schweiz geborener deutscher Maler und Zeichner, von Kindheit an ein begabter Geiger und Lehrer am Bauhaus, dessen kleine, witzige Werke aus Farbe und Linie sich jeder Einordnung entziehen. Er hinterließ rund 9.000 Werke, viele davon kleine Blätter auf Papier, Gaze oder Karton. Seine Werke gehören zu unseren handgemalten Reproduktionen von Paul Klee Gemälden auf Leinwand.

Jedes Paul Klee Gemälde malen wir für Sie von Hand in Öl oder Acryl auf Leinwand, auf Bestellung und im Format Ihrer Wahl; bevor es auf die Reise geht, erhalten Sie ein Foto des fertigen Gemäldes.

Paul Klees Gemälde in unserer Galerie

Leben: von Bern zum Bauhaus und zurück

Paul Klee kam am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern als zweites Kind eines deutschen Musiklehrers und einer Schweizer Sängerin zur Welt und wuchs in Bern auf. Mit sieben Jahren begann er Geige zu spielen, mit 11 durfte er als außerordentliches Mitglied in der Bernischen Musikgesellschaft mitspielen, doch als Jugendlicher entschied er sich für die Kunst und ging 1898 zum Studium an die Münchner Kunstakademie. 1906 heiratete er die Pianistin Lily Stumpf, ein Jahr später kam ihr Sohn Felix zur Welt. 1911 schloss er sich dem Kreis des Blauen Reiters um Wassily Kandinsky und Franz Marc an, und eine kurze Reise nach Tunesien mit August Macke und Louis Moilliet im April 1914 wurde sein Durchbruch zur Farbe. Von Januar 1921 bis April 1931 lehrte er am Bauhaus, wohin 1922 auch Kandinsky kam, ab 1931 an der Düsseldorfer Kunstakademie, bis ihn die Nationalsozialisten 1933 entließen und die Familie in die Schweiz emigrierte. 1937 waren siebzehn seiner Werke in der NS-Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen, und 102 seiner Werke wurden aus deutschen öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. Obwohl er in seinen letzten Jahren schwer krank war, schuf er allein 1939 mehr als 1.200 Werke. Er starb am 29. Juni 1940 in Muralto bei Locarno, hinterließ rund 9.000 Werke und ist in Bern begraben.

Stil: Farbe, Linie und Musik

Klee wird mit Expressionismus, Kubismus und Surrealismus in Verbindung gebracht, doch seine Werke passen in keine Schublade: Er arbeitete meist abseits seiner Zeitgenossen und deutete jede neue Strömung auf seine eigene Weise. Als geborener Zeichner glaubte er lange, ihm fehle der Sinn für Farbe, bis Tunesien das änderte; von da an wurde das farbige Rechteck sein Grundbaustein, den manche Forscher mit einer Musiknote vergleichen, weil er es mit anderen zu Farbharmonien zusammensetzte. Er mischte Öl, Aquarell, Tusche und Pastell, oft in einem einzigen Werk, malte auf Leinwand, Jute, Musselin, Gaze und Karton und entwickelte für seine Zeichnungen ein eigenes Ölpausverfahren. Seine Werke sind meist klein, oft zart und kindlich verspielt, mit trockenem Humor, geometrischen Rastern, Buchstaben und lebhaften Figuren von Tieren und Menschen. Die Musik begleitete ihn sein Leben lang: Der Dichter Rainer Maria Rilke schrieb 1921, er hätte erraten, dass Klee Geige spielt, so oft wirkten seine Zeichnungen wie Transkriptionen von Musik.

Die bekanntesten Werke

In unserer Galerie stehen die frühen Zwanzigerjahre am Anfang. Angelus Novus (1920), einen Engel in feinen braunen Linien, entstanden in seinem Ölpausverfahren, kaufte 1921 der Philosoph Walter Benjamin, der ihn später zu seinem „Engel der Geschichte“ machte; heute ist er im Israel-Museum in Jerusalem. Die Zwitscher-Maschine (1922), vier mit feiner Linie gezeichnete Vögel auf einem Draht mit Kurbel, kam 1939 ins Museum of Modern Art in New York, nachdem die Nationalsozialisten sie als entartet gebrandmarkt hatten. Senecio (1922), ein runder Kopf aus orangen, rosa und gelben Quadraten, hängt im Kunstmuseum Basel, Roter Ballon (1922), ein roter Ballon über kleinen Häusern aus Quadraten, auf Gaze gemalt, im Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Aus den Bauhausjahren stammen Fischzauber (1925) mit leuchtenden Fischen, einem Uhrturm und Blumen auf tiefschwarzem Grund, im Philadelphia Museum of Art, und Hauptweg und Nebenwege (1929), nach seiner Ägyptenreise gemalt als breiter gestreifter Weg, der zu einem blauen Horizont aufsteigt, im Museum Ludwig in Köln. Ad Parnassum (1932), in Düsseldorf entstanden, ist mit 100 x 126 cm eines seiner größten Werke und gilt als sein Meisterwerk und bestes Beispiel seines pointillistischen Stils; es gehört dem Kunstmuseum Bern. Wo er neben anderen großen Meistern steht, zeigt unser Überblick über die berühmtesten Gemälde der Welt.

Häufige Fragen zu Paul Klee

Wer war Paul Klee?

Ein in der Schweiz geborener deutscher Maler und Zeichner (1879–1940), Mitglied im Kreis des Blauen Reiters und Lehrer am Bauhaus neben Wassily Kandinsky, der rund 9.000 Werke hinterließ.

Was malte Paul Klee?

Meist kleine Werke in Aquarell, Öl, Tusche und Mischtechnik auf Papier, Gaze, Leinwand und Karton: Figuren, Köpfe, Tiere, Häuser und Landschaften sowie ganz abstrakte Kompositionen aus farbigen Rechtecken, oft mit trockenem Humor.

Wo sind Paul Klees Originale zu sehen?

Das Zentrum Paul Klee in Bern zeigt seine Werke im Wechsel. Von den Werken unserer Galerie hängt Ad Parnassum im Kunstmuseum Bern, Senecio im Kunstmuseum Basel, die Zwitscher-Maschine im MoMA und Roter Ballon im Guggenheim Museum in New York, Fischzauber in Philadelphia, Hauptweg und Nebenwege in Köln und Angelus Novus in Jerusalem.

Kann ich eine handgemalte Reproduktion eines Paul Klee Gemäldes kaufen?

Ja, in unserer Online-Galerie finden Sie handgemalte Reproduktionen von Paul Klee Gemälden auf Leinwand im gewünschten Format. Viele Originale sind kleine Arbeiten auf Papier, Gaze oder Karton; wir malen sie in Öl oder Acryl auf Leinwand, oft deutlich größer, damit sie an der Wand hängen wie jedes Gemälde. Ad Parnassum bieten wir erst ab 95 x 75 cm an, weil seine Tausende von Punkten Raum brauchen. Vor der Lieferung schicken wir Ihnen ein Foto des Gemäldes zur Freigabe.

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