Beschreibung
Pallas und der Kentaur ist ein großes mythologisches Gemälde, das Sandro Botticelli um 1482 malte, kurz nach seiner Rückkehr aus Rom: Eine hochgewachsene junge Frau in einem durchscheinenden weißen Kleid mit verschlungenen Ringen, Olivenzweige um Arme und Haar, packt einen bärtigen Kentauren mit Bogen beim Schopf, der kleinlaut aufblickt. Das Original, Tempera auf Leinwand im Format 207 x 148 cm, gehört den Uffizien in Florenz. Unser Maler malt es für Sie auf Bestellung in Öl auf Leinwand, in 6 Hochformaten von 45 x 60 bis 151 x 200 cm oder nach Maß. Bevor das Gemälde zu Ihnen reist, erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks.
| Titel: | Pallas und der Kentaur |
| Weitere Titel: | Pallade e il centauro (italienischer Titel) · Pallas and the Centaur (englischer Titel) |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | um 1482 |
| Originalgröße: | 207 cm x 148 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Leinwand |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Galleria degli Uffizi, Florenz, Italien |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 6 Formate oder nach Maß |
Pallas und der Kentaur – Sandro Botticelli
Was zeigt das Gemälde Pallas und der Kentaur?
Rechts steht eine große junge Frau. Sie trägt ein feines weißes Kleid, übersät mit dunklen Zeichen aus je drei ineinandergreifenden Ringen, und über Schulter und Hüfte fällt ein dunkelgrüner Umhang. Olivenzweige winden sich um Arme, Brust und Hüften, ein Kranz aus Blättern liegt in ihrem langen rotblonden Haar.
In der Linken hält sie eine hohe, reich verzierte Hellebarde mit goldenem Schaft und breiter Eisenklinge. Mit der Rechten greift sie nach oben und hält den Kentauren am Haar fest.
Der Kentaur hat den nackten Oberkörper eines Mannes, einen dichten Bart und wirre Locken, darunter den braunen Leib eines Pferdes. In einer Hand hält er einen großen Bogen, auf dem Rücken trägt er einen Köcher mit Pfeilen, die andere Hand legt er an die Brust und schaut ihr ins Gesicht wie ein ertapptes Kind.
Links ragt eine Felswand mit Mauerresten auf. Rechts öffnet sich eine stille Bucht mit Schiffchen und bläulichen Hügeln, dahinter steht ein niedriger Holzzaun.
Was bedeutet die Begegnung von Göttin und Kentaur?
Die Szene erzählt keine einzelne Sage, sondern ist wohl eine Allegorie. Kentauren galten als Wesen zügelloser Leidenschaft und Begierde; die Forschung liest das Gemälde deshalb zumindest teilweise als Unterwerfung der Leidenschaft unter Vernunft oder Keuschheit.
Die Frau gilt heute meist als Pallas Athene, bei den Römern Minerva, die Göttin der Weisheit. Im ältesten Dokument, einem Inventar von 1499, heißt sie jedoch Camilla, eine jungfräuliche Kriegerin der römischen Sage, die im Wald aufwuchs. Ein Inventar von 1516 nennt sie dann Minerva.
Ronald Lightbown hält sie für Camilla: Die Hellebarde sei eine Zeremonialwaffe von Wachen, und im Hintergrund stehe ein Zaun. Dann ertappte hier eine Wächterin den Kentauren auf verbotenem Grund, und das Thema wäre ein beliebtes des 15. Jahrhunderts: Keuschheit besiegt die Begierde.
Andere Deutungen verweisen auf Marsilio Ficinos halb tierische, halb menschliche Seele oder auf den Frieden nach den Pazzi-Kriegen.
Warum ist diese Allegorie Botticellis so berühmt?
Entstanden ist es in den 1480er Jahren, als Botticelli auf der Höhe seines Erfolgs stand und seine großen Mythologien malte. Manche sehen darin ein Gegenstück zur Primavera, obwohl es ein anderes Format hat, und 1499 hingen beide tatsächlich im selben Raum.
Auf dem Kleid wiederholt sich das Zeichen der drei verschlungenen Diamantringe, ein Emblem der Medici. Sie können Ölzweige sein, wie es der Göttin der Weisheit zukommt, oder Lorbeer; Lorbeer spielte oft auf die Medici an und als Wortspiel auf den Namen Lorenzo.
Oft bringt man das Werk mit der Hochzeit von Lorenzo di Pierfrancesco de’ Medici und Semiramide Appiano im Jahr 1482 in Verbindung, vielleicht als Geschenk Lorenzos des Prächtigen. Dann könnten die beiden Figuren auch Bräutigam und Braut meinen.
Das Gesicht des Kentauren ähnelt stark dem Moses auf einem von Botticellis Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Alle diese Deutungen stellt ein Artikel in der englischen Wikipedia ausführlich vor, auf Englisch geschrieben.
Wo hängt das Original heute, und wie kam es dorthin?
Das Original hängt in den Uffizien in Florenz, wohin es 1922 kam.
Wegen des Medici-Zeichens auf dem Kleid gaben es vermutlich die Medici in Auftrag. 1499 hing es im Stadtpalast von Lorenzo di Pierfrancesco de’ Medici und seinem Bruder Giovanni il Popolano, Vettern Lorenzos des Prächtigen. Im späten 16. Jahrhundert hing es im Palazzo Vecchio, 1638 in der Medici-Villa di Castello, und um 1830 ist es im Palazzo Pitti belegt.
Botticelli galt damals als altmodisch. 1895 entdeckte der englische Maler William Blundell Spence, der in Florenz lebte, das Gemälde in einem Vorzimmer des Palazzo Pitti. Die vielen Retuschen sind inzwischen verblasst; vielleicht wurde das Werk einst von Holz auf Leinwand übertragen.
Botticelli, geboren als Alessandro Filipepi, verbrachte fast sein ganzes Leben im Florentiner Viertel Ognissanti. Nach seinem Tod 1510 geriet er lange in Vergessenheit, bis ihn die Präraffaeliten im späten 19. Jahrhundert wiederentdeckten.
Pallas und der Kentaur oder ein anderer Botticelli?
Für Liebhaber des Mythos mit klarer Aussage ist dies das richtige Kunstgemälde: zwei Figuren und eine entschlossene Geste. Das hohe Format passt an eine Wand zwischen zwei Fenstern oder ins Treppenhaus.
Botticellis berühmteste Mythologie ist Die Geburt der Venus, die im selben Museum hängt. Gefällt Ihnen das Gesicht der Göttin, sehen Sie sich das Idealporträt einer jungen Frau (Simonetta Vespucci) an; eine Allegorie mit vielen Figuren ist Die Verleumdung des Apelles.
Jedes Sandro Botticelli Gemälde, das wir auf Bestellung in Öl malen, finden Sie auf der Seite Sandro Botticelli.
Wie malen wir Pallas und den Kentauren von Hand?
Botticelli malte dieses Werk in Tempera auf Leinwand, 207 x 148 cm groß; vielleicht befand es sich ursprünglich auf einer Holztafel. Unsere handgemalte Reproduktion ist keine Tempera: Der Maler führt sie in Öl auf Leinwand aus, Schicht für Schicht, darum können wir sie gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt versenden.
Zuerst zeichnet er Figuren, Hellebarde und Felswand vor, dann legt er Himmel, Meer, Boden und die großen Flächen an.
Zum Schluss kommt die feine Arbeit: das Ringmuster, die Olivenblätter, die Bartlocken, der Goldschmuck an der Hellebarde und das Schiffchen. So entsteht ein Ölgemälde, das die ruhige, klare Zeichnung des Originals bewahrt.
Welche Größe ist die richtige für Ihre Wand?
Die Antwort in einer Zeile: bis 55 x 80 cm für Flur oder Schlafzimmer, ab 73 x 101 cm fürs Wohnzimmer, das größte Format für eine hohe Wand oder das Treppenhaus.
Pallas und der Kentaur malen wir in 6 Hochformaten (Breite x Höhe): 45 x 60, 55 x 80, 73 x 101, 95 x 128, 120 x 160 und 151 x 200 cm. Das Original misst 148 x 207 cm (Breite x Höhe), also sind alle fünf Formate bis 120 x 160 cm kleiner. Das Format 151 x 200 cm ist etwa so breit wie das Original und nur wenig niedriger.
Das kleinste Format, 45 x 60 cm, passt auch an eine schmale Wand neben der Tür. Von 45 x 60 bis 73 x 101 cm hängt es schön über einer Kommode, einem Bett oder zwischen zwei Fenstern. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es ab 95 x 128 cm am stärksten, wenn Sie das Ringmuster auf dem Kleid schon vom Sofa aus erkennen.
Gibt es eine andere Größe, und welcher Rahmen passt?
Gern. Bei anderen Seitenverhältnissen bleiben beide Figuren und die Hellebarde vollständig, angepasst werden nur Himmel, Felswand oder Meer am Rand, sodass auch die geänderte Version die ganze Szene zeigt. Nennen Sie uns Ihr Wunschmaß, wir antworten mit Preis und Lieferzeit.
Es reist gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Jedes Gemälde auf Leinwand spannt, rahmt und verpackt unsere Werkstatt in Slowenien sorgfältig. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-App; Pallas an Ihrer eigenen Wand zu zeigen, ist ein eigener Service. Zu den Grüntönen passt ein schmaler Goldrahmen.
Wann kommt Ihr Gemälde Pallas und der Kentaur an?
Die Ausführung dauert 15 bis 45 Werktage ab Bestellbestätigung. Vor dem Verpacken schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes, und wenn Sie etwas ändern möchten, erledigen wir das vor dem Versand.
Zoll fällt weder in Slowenien noch anderswo in der EU an, Rücksendungen regeln wir nach unseren Rückgabebedingungen.
Weil man das Werk mit einer Hochzeit von 1482 verbindet, ist es ein durchdachtes Hochzeitsgeschenk. Wissen Sie nicht, welche Größe passt, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, mit dem das Brautpaar Motiv und Größe selbst wählt.
Häufige Fragen
Wo ist das Original zu sehen?
In den Uffizien in Florenz, wo es seit 1922 hängt.
Wer ist die Frau mit der Hellebarde?
Meist erkennt man in ihr Pallas Athene oder Minerva; das älteste Inventar von 1499 nennt sie Camilla.
Ist das ein Druck?
Nein. Jedes Blatt, jeden Ring und jede Locke malt unser Maler mit dem Pinsel; es ist eine handgemalte Kopie, kein Druck.
Wie groß ist das Original?
207 x 148 cm (Höhe x Breite); unser größtes Format 151 x 200 cm ist etwa gleich breit, aber etwas niedriger.
Gibt es Pallas auch in einem Maß außerhalb der Liste?
Ja. Schreiben Sie uns Breite und Höhe, wir senden Ihnen Preis und Lieferzeit.
Wie lange dauert die Ausführung, und wie reist das Gemälde?
15 bis 45 Werktage bis zum Versand; es reist gerollt in der Röhre, gespannt oder gerahmt.
Eignet sich das Gemälde für Schlaf- oder Wohnzimmer?
Ja. Das ruhige Grün, Weiß und Braun passt zu den meisten Einrichtungen, und das hohe Format füllt eine schmale Wand.
Wofür steht der Kentaur?
Kentauren galten als Wesen zügelloser Leidenschaft, darum liest man das Gemälde meist als Sieg von Vernunft oder Keuschheit über die Begierde.
- Motiv: Pallas mit Olivenzweigen und Hellebarde hält einen Kentauren mit Bogen am Haar, dahinter eine Bucht mit Schiffchen.
- Original: Tempera auf Leinwand, um 1482, 207 x 148 cm, Uffizien, Florenz.
- Unser Gemälde: handgemalt in Öl auf Leinwand, 6 Hochformate von 45 x 60 bis 151 x 200 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: 1499 hing es im selben Raum wie Botticellis Primavera.









































