Beschreibung
Die Tapferkeit vollendete Sandro Botticelli 1470 als eine von sieben Tugenden für den Gerichtssaal der Florentiner Kaufmannsgerichtsbarkeit Mercanzia: Eine junge Frau in Rüstung, in einen roten Mantel gehüllt, sitzt auf einem reich gemeißelten Marmorthron unter einem Rundbogen und hält einen langen Stab quer über dem Schoß. Es ist sein erstes dokumentiertes öffentliches Werk. Das Original, Tempera auf Pappelholz, 167 cm hoch und 87 cm breit, gehört den Uffizien in Florenz. Unser Maler malt es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in 6 Hochformaten von 40 x 75 bis 100 x 195 cm oder nach Maß. Bevor die Tapferkeit unsere Werkstatt verlässt, schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Die Tapferkeit |
| Weitere Titel: | Fortezza (italienischer Titel) · Fortitudo (lateinischer Titel) |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | 1470 |
| Originalgröße: | 167 cm x 87 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Pappelholz |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Galleria degli Uffizi, Florenz, Italien, Inv.-Nr. 1890 n. 1606 |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 6 Formate oder nach Maß |
Die Tapferkeit – Sandro Botticelli
Was zeigt die Tapferkeit?
In der Mitte sitzt eine junge Frau mit hellem, leicht gelocktem Haar, in dem ein Diadem mit Perlen steckt. Ihr Blick gleitet nach unten und zur Seite, an uns vorbei. Ihr blasses Gesicht ist die hellste Stelle des Gemäldes.
Über einem weißen, unter der Brust gerafften Kleid trägt sie eine Rüstung aus Metall: einen dunklen Brustpanzer mit runden Zierscheiben und Armschienen. Quer über dem Schoß hält sie einen dunklen Stab mit verziertem Griff. Der rote Mantel mit dunklem Futter ist ihr von einer Schulter geglitten und fällt in breiten Falten über die Knie bis auf das Podest.
Der Thron ist aus Stein gemeißelt und mit Voluten, Akanthusblättern und Rosetten geschmückt. Über ihrem Kopf wölbt sich ein Bogen mit einem Kranz ovaler Öffnungen, hinter ihrem Rücken reihen sich Platten aus rötlich geädertem Marmor. Unten steht ein abgewinkeltes Podest mit niedriger Balustrade.
Der obere Rand der Holztafel ist rund geschlossen, deshalb sind die beiden oberen Ecken auf dem Foto dunkel.
Was bedeutet die Frau in Rüstung?
Für das Publikum des 15. Jahrhunderts verbanden die Tugenden philosophische und religiöse Gedanken. In der Renaissance erhielten solche Personifikationen wieder eine klassische Gestalt mit idealisiertem Körper.
Die Tugend stellte man damals gern als Frau dar, die auf einem rechteckigen Block sitzt oder steht, um ihre Standfestigkeit zu betonen. So sitzt auch Botticellis Figur. Trotzdem ist der Körper leicht gedreht: Ein Arm trägt das Gewicht des Oberkörpers, ein Fuß ist ein wenig nach vorn gesetzt, als wolle sie gleich aufstehen.
Die weichen Falten des Stoffes neben dem harten Metall der Rüstung spielen mit Weiblichem und Männlichem. Das Rot des Mantels kann für die Kraft stehen, mit der man Not überwindet.
Erstaunlich ist, dass diese Tugend gar nicht kämpferisch wirkt. Ihr Ausdruck ist verhalten, fast abwesend, wie so oft bei Botticellis Frauengestalten. Der bläuliche Schatten unter den Augen deutet nach manchen Auslegungen auf erlittenes Unglück.
Warum ist das Gemälde so berühmt?
Die Tapferkeit gilt als das erste belegte Meisterwerk Sandro Botticellis. Als er sie vollendete, war er etwa fünfundzwanzig Jahre alt.
Der Auftrag war höchst angesehen. Die Mercanzia entschied Handelsstreitigkeiten zwischen Florentiner Kaufleuten und hatte im Wirtschaftsleben der Stadt großes Gewicht. Viele Maler bewarben sich um die Arbeit.
Die übrigen sechs Tugenden malte die Werkstatt von Piero del Pollaiuolo, der gegen Botticellis Beteiligung protestierte. Deshalb erhielt der junge Maler nur eine einzige Figur. Unterstützt wurde er von Tommaso Soderini, einem der Kommissare der Mercanzia; danach änderte die Malerzunft ihre Statuten gegen solche Einmischung von außen.
Die Frau auf dem Gemälde könnte Lucrezia Donati sein, doch das bleibt eine Vermutung. Komposition, Deutung und Auftrag beschreibt ausführlicher der Artikel über das Werk in der englischen Wikipedia, der auf Englisch verfasst ist.
Wo ist das Original heute?
Die Uffizien in Florenz bewahren die Tafel unter der Inventarnummer 1890 n. 1606. Dorthin kam später der ganze Zyklus, nachdem 1777 Besitz und Erbe der Renaissance-Gerichtsbarkeit an die Handelskammer übergegangen waren.
Im selben Museum hängen auch die übrigen Tugenden aus Pollaiuolos Werkstatt: Nächstenliebe, Glaube, Mäßigung, Klugheit, Hoffnung und Gerechtigkeit. Sie sind auf Zypressenholz gemalt, Botticellis Tafel dagegen auf Pappelholz, das in der Toskana üblicher war.
Die Tafeln hingen hoch über Augenhöhe. In der Reihe der sieben stand die Tapferkeit an erster Stelle; vielleicht wacht ihr Blick deshalb über die anderen Tugenden und über die Besucher des Saals.
Botticelli, um 1445 als Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi geboren, blieb sein Leben lang im Florentiner Viertel Ognissanti, wo er auch begraben liegt. Er lernte bei Filippo Lippi, zu seinen Auftraggebern zählten die Medici. Um 1474–1475 entstand das Porträt eines Mannes mit der Medaille Cosimos des Älteren, heute ebenfalls in den Uffizien.
Die Tapferkeit oder ein anderes Werk Botticellis?
Die Tapferkeit ist ein Kunstgemälde für alle, denen eine einzige ruhige, würdevolle Figur lieber ist als eine Szene voller Menschen. Das fast doppelt so hohe wie breite Format passt an eine schmale Wand, neben eine Tür oder zwischen zwei Fenster.
Wenn Sie eine Frauengestalt mit Waffe in der Hand anspricht, sehen Sie sich Pallas und der Kentaur an, wo die Göttin den Kentauren beim Haar fasst. Ein ähnlich hohes Format mit rundem Abschluss hat Der heilige Sebastian, vier Jahre jünger und ebenfalls auf Pappelholz. Ein junges, gesammeltes Gesicht im Profil zeigt das Porträt des Giuliano de’ Medici.
Jedes weitere Sandro Botticelli Gemälde finden Sie auf der Seite Sandro Botticelli.
Wie malen wir die Tapferkeit von Hand?
Botticellis Original ist kein Ölgemälde. Es ist mit Tempera gemalt, also mit Pigmenten, die mit Eigelb angerührt werden, auf einer Tafel aus Pappelholz von 167 x 87 cm. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand, Schicht für Schicht, und lässt sich daher rollen, auf einen Keilrahmen spannen oder rahmen.
Die originale Tafel schließt oben rund ab. Wir malen das Rechteck, das das Foto zeigt, mit beiden dunklen Ecken über dem Bogen.
Der Maler legt zuerst Thron, Bogen mit ovalen Öffnungen und das Podest mit Balustrade an und setzt dann die Figur hinein. Danach folgen die großen Flächen: roter Mantel, weißes Kleid, dunkles Metall und rötlicher Marmor.
Zum Schluss widmet er sich dem Gesicht mit dem bläulichen Schatten unter den Augen, den Perlen im Diadem, den goldenen Säumen und dem gemeißelten Laub am Thron.
Welche Größe passt an welche Wand?
Kurz gesagt: kleine Formate für eine schmale Wand, mittlere neben eine Tür oder zwischen Fenster, die größten für eine hohe Wand im Wohnzimmer oder im Treppenhaus.
Wir malen die Tapferkeit in 6 Hochformaten (Breite x Höhe): 40 x 75, 46 x 84, 60 x 110, 70 x 130, 80 x 150 und 100 x 195 cm. Das Original misst 87 x 167 cm (Breite x Höhe). Alle Formate bis 80 x 150 cm sind also kleiner, 100 x 195 cm ist etwas größer als die Tafel in Florenz.
40 x 75 und 46 x 84 cm passen an einen Wandpfeiler zwischen Fenstern, ins Schlafzimmer oder in die Diele. Ab 60 x 110 cm füllt die Tapferkeit eine Wand neben dem Schrank oder im Flur, und als Gemälde fürs Wohnzimmer kommt sie mit 80 x 150 oder 100 x 195 cm am stärksten zur Geltung.
Ist ein anderes Format möglich, und welcher Rahmen passt?
Ja. Für andere Proportionen bleiben Figur und Thron vollständig, angepasst werden nur der dunkle Grund an den Rändern oder das Podest. Teilen Sie uns Ihr Wunschmaß mit, dann berechnen wir für die Tapferkeit Preis und Liefertermin.
Sie erhalten die Tapferkeit gerollt in einer Röhre, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt. Unsere Werkstatt in Slowenien spannt und rahmt jedes Gemälde auf Leinwand und verpackt es sicher.
In unserer 3D-App vergleichen Sie Leisten und wählen den Rahmen; die Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein eigener, getrennter Dienst. Zum roten Mantel und den goldenen Säumen passt ein vergoldeter Rahmen, dunkles Holz betont den Stein des Throns.
Wann kommt Ihre Tapferkeit an?
Die Tapferkeit ist 15 bis 45 Arbeitstage nach der Auftragsbestätigung versandbereit. Ist es fertig, schicken wir Ihnen ein Foto, und gewünschte Änderungen nehmen wir vor dem Verpacken vor.
Nach Deutschland, Österreich und in die übrigen EU-Länder reist das Gemälde ohne Zoll, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Eine Figur für Mut und Standhaftigkeit ist ein schönes Geschenk für jemanden, der neu beginnt. Kennen Sie seine Wand nicht, schenken Sie einen Geschenkgutschein, mit dem er Gemälde und Format selbst wählt.
Häufige Fragen
Wo hängt das Original der Tapferkeit?
In den Florentiner Uffizien; die Inventarnummer lautet 1890 n. 1606.
Was hält die Frau in den Händen?
Einen dunklen Stab mit verziertem Griff, quer über dem Schoß.
Ist das ein Druck?
Nein. Es ist eine handgemalte Kopie; jeden Pinselstrich in Ölfarbe setzt unser Maler selbst.
Wie groß ist das Original?
167 x 87 cm (Höhe x Breite); unser Format 100 x 195 cm ist etwas größer.
Malen Sie die Tapferkeit auch in einem Maß, das nicht in der Liste steht?
Ja. Schreiben Sie uns, wie breit und hoch sie werden soll, und Sie erhalten ein Angebot.
Wie lange malen Sie an der Tapferkeit, und wie kommt sie zu mir?
15 bis 45 Arbeitstage bis zum Versand, gerollt, gespannt oder gerahmt.
Passt die Tapferkeit ins Schlafzimmer oder ins Büro?
Ja. Die ruhige Figur und das warme Rot passen gut zu Schreibtisch, Schlafzimmer oder Diele.
Wer stand Modell für die Frau?
Das ist nicht sicher bekannt; einer Vermutung nach könnte es Lucrezia Donati sein.
- Motiv: eine junge Frau in Rüstung und rotem Mantel auf einem Marmorthron unter einem Bogen, mit einem Stab auf dem Schoß.
- Original: Tempera auf Pappelholz, 1470, 167 x 87 cm, Uffizien, Florenz.
- Unser Gemälde: handgemalt in Öl auf Leinwand, 6 Formate von 40 x 75 bis 100 x 195 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: sie ist die einzige der sieben Tugenden des Zyklus, die Botticelli malte, und sein erstes dokumentiertes öffentliches Werk.









































