Arcimboldos Vier Jahreszeiten und Vier Elemente als Wandgruppe

Giuseppe Arcimboldo - Der Bibliothekar - Kunstgemälde auf Leinwand - handgemalte Reproduktion

Wer bei Arcimboldo ein Werk findet, findet selten nur eines. Der Maler hat seine bekannten Kopfbilder in Zyklen angelegt, und zwei davon bestehen aus je vier Tafeln: die Vier Jahreszeiten und die Vier Elemente. Dieser Beitrag sagt, was die beiden Zyklen unterscheidet und welche Groessen sich fuer eine Gruppe an einer Wand tatsaechlich eignen.

Die Vier Jahreszeiten: ein geschlossener Satz

Die Jahreszeiten sind der geschlossenere der beiden Zyklen. Fruehling, Sommer, Herbst und Winter tragen dasselbe Entstehungsjahr 1573, dasselbe Originalmass von 76 x 64 cm, dieselbe Technik – OEl auf Leinwand – und denselben Aufbewahrungsort, den Louvre in Paris. Vier Tafeln, ein Format, ein Jahr: das ist der Grund, warum sie als Gruppe so ruhig zusammenstehen.

Alle vier sind Profilkoepfe, alle vier aus dem gebaut, was die Jahreszeit hergibt – Bluete, Frucht, Getreide und Wurzel, duerres Holz. Haengt man sie nebeneinander, liest das Auge zuerst vier gleiche Silhouetten und erst danach die Unterschiede im Material. Genau dieser Ablauf macht die Reihe interessant.

Die Vier Elemente: ein loser Satz

Die Elemente sind anders zusammengesetzt. Feuer und Wasser stammen beide von 1566 und liegen im Kunsthistorischen Museum in Wien, mit 67 x 51 cm und 67 x 52 cm fast gleich gross. Luft wird um 1566 datiert, misst 75 x 56 cm und befindet sich in einer Privatsammlung in Basel. Erde wird um 1570 datiert, misst 70 x 49 cm, ist OEl auf Holz statt auf Leinwand und liegt in einer Privatsammlung in Wien.

Vier Tafeln also, aber vier verschiedene Masse, zwei Traeger und drei Aufbewahrungsorte. Als Wandgruppe funktionieren sie trotzdem, nur nicht ueber das Originalmass: hier entscheidet die Groesse, die Sie bei uns waehlen.

Warum als Zyklus gemalt

Beide Reihen sind Hofaufträge. 1562 folgte Arcimboldo einer Einladung Kaiser Ferdinands I. nach Wien und Prag und blieb dort im Dienst, später bei Maximilian II. und Rudolf II. Die Vier Elemente entstanden 1566, die erhaltene Fassung der Vier Jahreszeiten 1573. Am Hof waren solche Reihen kein Zufall, sondern ein Programm: vier Tafeln, die zusammen einen Anspruch formulieren – der Herrscher ordnet die Jahreszeiten wie die Elemente. Deshalb sind sie einander im Format so genau angeglichen, und deshalb funktionieren sie an einer Wand bis heute als Gruppe.

Rudolf II. ließ sich von Arcimboldo später selbst als Vertumnus malen, als römischen Gott der Jahreszeiten – aus Früchten und Getreide zusammengesetzt, ganz wie die Zyklen. Nach dem Tod des Malers geriet die Erfindung in Vergessenheit, bis die Surrealisten sie im 20. Jahrhundert wiederentdeckten.

Welche Groessen alle vier tragen

Eine Vierergruppe wirkt als Gruppe, wenn die Leinwaende gleich gross sind. Bei den Jahreszeiten ist das leicht: alle vier tragen dieselben acht Masse – 30 x 40, 40 x 50, 50 x 60, 64 x 76, 70 x 80, 80 x 100, 100 x 120 und 120 x 140 cm.

Ein Mass daraus verdient eine eigene Zeile. Das Original misst 76 x 64 cm, wie ihn das Museum angibt; im Hochformat geschrieben ist das 64 x 76 cm – und dieses Mass tragen alle vier Jahreszeiten. Wer die Reihe in Originalgroesse haengen moechte, waehlt es viermal.

Bei den Elementen ist die Schnittmenge kleiner. Alle vier tragen 30 x 40 cm und 80 x 110 cm. Fuer eine streng gleiche Vierergruppe sind das die beiden Masse, die ohne Kompromiss aufgehen; alles andere fuehrt zu einer Reihe mit unterschiedlich hohen Leinwaenden.

Die Rechnung fuer die Wand

Vor dem Bestellen lohnt eine Zeile Arithmetik. Eine Reihe aus vier Leinwaenden der Breite B mit dem Abstand A zwischen ihnen braucht 4 x B + 3 x A an Wand.

  • Vier Jahreszeiten in 64 x 76 cm, 8 cm Abstand: 4 x 64 + 3 x 8 = 280 cm Wandbreite.
  • Dieselben vier in 50 x 60 cm, 6 cm Abstand: 4 x 50 + 3 x 6 = 218 cm.
  • Vier Elemente in 80 x 110 cm, 8 cm Abstand: 4 x 80 + 3 x 8 = 344 cm.
  • Vier Elemente in 30 x 40 cm, 5 cm Abstand: 4 x 30 + 3 x 5 = 135 cm.

Reicht die Wand nicht, haengen Sie die vier als Block zu zweit uebereinander. In 64 x 76 cm mit 8 cm Abstand ergibt das 2 x 64 + 8 = 136 cm Breite und 2 x 76 + 8 = 160 cm Hoehe. Die Mitte des Blocks gehoert auf Augenhoehe, nicht die obere Reihe.

Für den Aufstellungsort gilt dasselbe wie für die Gruppe: die Vier Jahreszeiten gehören dorthin, wo gegessen und geredet wird. In Küche und Esszimmer antworten Obst, Getreide und Wurzelwerk auf der Leinwand dem, was auf dem Tisch steht, und in Restaurant oder Weinstube gibt die Reihe dem Gast etwas zu lesen. Die Vier Elemente vertragen einen ruhigeren Raum – Flur, Arbeitszimmer, Treppenhaus -, weil ihre Tiere und Fische aus der Nähe mehr Zeit verlangen.

Rahmen und Raum

Den Rahmen waehlen Sie auf der Seite jedes Werkes in 3D: Sie sehen die gewaehlte Leiste in Echtzeit an genau diesem Werk. Diese Ansicht zeigt den Rahmen und sonst nichts. Bei einer Vierergruppe empfiehlt sich fuer alle vier dieselbe Leiste, damit die Rahmen die Gruppe zusammenhalten statt sie zu zerteilen.

Wie die Gruppe in Ihrem eigenen Raum wirkt, ist ein eigener Dienst: die Visualisierung des Gemaeldes an der Wand fuehren wir gesondert aus.

Jede Leinwand wird von Hand in OEl gemalt, Strich fuer Strich und auf Bestellung. Alle Werke des Malers finden Sie in der Galerie Giuseppe Arcimboldo.

Handgemalt statt gedruckt

Eine Vierergruppe zeigt den Unterschied deutlicher als ein einzelnes Werk. Bei vier gedruckten Blättern wiederholt sich dieselbe Rasterstruktur viermal an derselben Wand; bei vier handgemalte Reproduktionen trägt jede Leinwand ihren eigenen Pinselduktus, und die Gruppe wirkt als vier verwandte Objekte statt als vier Kopien einer Datei. Jede entsteht in Öl auf Leinwand, Strich für Strich und auf Bestellung. Aus der Nähe steht die Farbe auf, das Licht fängt sich in ihr, und genau das macht bei einem Zyklus den Unterschied.