Henri Rousseau: Malstil und die bekanntesten Werke

Henri Rousseau wurde am 21. Mai 1844 in Laval geboren und starb am 2. September 1910 in Paris. Er ist der bekannteste Autodidakt der modernen Kunstgeschichte: nie an einer Akademie, nie außerhalb Frankreichs — und doch stammen von ihm die wiedererkennbarsten Urwälder der europäischen Malerei. Jedes unten besprochene Werk ist bei uns als handgemalte Reproduktionen von Henri Rousseau erhältlich, in Öl auf Leinwand auf Bestellung gemalt.

Der Stil: „naiv“ ist das Wie, der Postimpressionismus das Wann

Auf unseren Seiten steht Rousseaus Stil zweiteilig — Naive Malerei (Primitivismus), Epoche des Postimpressionismus — und der Unterschied ist keine Wortklauberei. Der erste Teil sagt, wie er malte; der zweite sagt nur, wann. Der Postimpressionismus ist eine Epoche, nicht seine Richtung.

Konkret heißt „naiv“: harte Konturen, Farbe in flächigen Zonen, keine Luftperspektive und ein Maßstab, der der Bedeutung einer Figur folgt statt ihrer Entfernung. Das ist weder Naivität noch Unvermögen, sondern ein durchgehaltenes System, auf jeder Leinwand nach derselben Regel angewendet.

Die Urwälder, gemalt ohne je einen gesehen zu haben

Tiger im tropischen Sturm (1891, National Gallery, London) ist Rousseaus erster Urwald: die Regenstreifen ziehen über die ganze Leinwand, einzeln gemalt. Der äquatoriale Dschungel (1909, National Gallery of Art, Washington) treibt dasselbe Verfahren auf die Spitze — Dutzende verschiedener Grüntöne und fast kein Himmel.

Der Traum (1910, Museum of Modern Art, New York) ist das letzte große Werk, vollendet im Jahr seines Todes: ein Sofa, eine nackte Frau und ringsum der Urwald, ausgeleuchtet wie eine Bühne. Seine Quellen waren die Gewächshäuser des Jardin des Plantes, Bildbände und ausgestopfte Tiere.

Außerhalb des Urwalds: Paris, eine Hochzeit, Sport

Die Hälfte von Rousseaus Werk hat nichts Tropisches, und es ist die Hälfte, die kaum jemand erwartet. Die Hochzeitsgesellschaft (1905, Musée de l’Orangerie, Paris) ordnet die Gäste wie auf einem Gruppenfoto an, mit dem Hund davor und einer flachen Baumwand dahinter.

Die Fußballspieler (1908, Guggenheim Museum, New York) ist ein modernes Sujet in derselben Grammatik: vier Gestalten in gestreiften Trikots, in der Luft schwebend. Und Blick auf den Eiffelturm und das Trocadéro (1896–1898, Pola Museum of Art, Hakone) zeigt das Paris, das er wirklich vor Augen hatte, so scharf gemalt wie den erfundenen Wald.

Häufige Fragen

Welchen Malstil hatte Henri Rousseau?

Naive Malerei, auch Primitivismus genannt. Auf unseren Seiten steht sie zweiteilig — Naive Malerei (Primitivismus), Epoche des Postimpressionismus —, weil der erste Teil sagt, wie er malte, und der zweite nur, wann.

Ist der Postimpressionismus seine Stilrichtung?

Nein. Der Postimpressionismus ist eine Epoche, nicht sein Stil. Rousseau stellte in denselben Jahren aus wie die Postimpressionisten, teilte aber weder ihr Verfahren noch ihre Ausbildung: er war Autodidakt und besuchte nie eine Akademie.

Woran erkennt man einen Rousseau auf den ersten Blick?

An harten Konturen, an flächig aufgetragener Farbe, am Fehlen jeder Luftperspektive und an einem Maßstab, der der Bedeutung einer Figur folgt statt ihrer Entfernung. Dieselbe Regel gilt auf jeder Leinwand, tropisch oder nicht.

Hat Rousseau auch nicht-tropische Motive gemalt?

Ja, und sie machen etwa die Hälfte des Werks aus: Porträts, Familienszenen, Vorstädte und Ansichten von Paris. Die Hochzeitsgesellschaft, Die Fußballspieler und Blick auf den Eiffelturm und das Trocadéro gehören zu dieser Hälfte.

Wie viele Werke von Rousseau gibt es handgemalt?

Ja. In der Galerie finden Sie 44 Werke von Henri Rousseau, handgemalt in Öl auf Leinwand, je nach Werk in sieben bis elf Größen, mit Preisen ab 124 EUR.

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