Beschreibung
Die Ballettklasse zeigt einen Übungssaal, in dem am auffälligsten die Frau ist, die nicht tanzt: im Vordergrund sitzt sie auf einem einfachen Holzstuhl, in einem bläulich gemusterten Kleid und einem Hut mit gelbem Band, und liest Zeitung. Links hinten üben vier Tänzerinnen am Fenster, rechts steht eine Gruppe mit einem Herrn in Dunkel und einem Mädchen mit langem offenem Haar. Als Kunstgemälde ist dies eine beinahe quadratische Szene des Wartens und der Arbeit. Das Original ist Öl auf Leinwand und befindet sich im Philadelphia Museum of Art unter der Inventarnummer W1937-2-1. Bei uns entsteht es als handgemalte Malerei auf Leinwand, in Maßen von 50 x 60 bis 120 x 130 cm oder nach Ihrem Maß, und Sie erhalten vor dem Versand ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Die Ballettklasse |
| Weitere Titel: | The Ballet Class |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | 1878 |
| Größe des Originals: | 82,2 cm x 76,8 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Befindet sich: | Philadelphia Museum of Art (Inv.-Nr. W1937-2-1) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 6 Maße von 50 x 60 cm bis 120 x 130 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Die Ballettklasse – Edgar Degas
Wer ist zu sehen?
Acht oder neun Personen, keine davon benannt – und den meisten Platz hat die, die nicht tanzt. Im Vordergrund sitzt eine Frau in einem bläulich gemusterten Kleid auf einem einfachen Holzstuhl, mit Rücken und Profil zu uns, und liest Zeitung. Das ist eine Begleiterin, eine Mutter oder ein Kindermädchen, wie sie damals während der Probe auf die Mädchen warteten. Links hinten üben vier Tänzerinnen an einem großen Fenster, eine mit gelbem Band um die Taille, eine in der Luft mit gestrecktem Bein und rosa Strümpfen. Rechts steht eine Gruppe: ein kahler Herr in Dunkel, vom Rand angeschnitten, ein Mädchen mit langem offenem Haar, das sich vorbeugt, und eine Tänzerin in blassem Röckchen mit grünem Band.
Was ist auf der Leinwand?
Das Format ist beinahe quadratisch. Die Wand ist warm ockergelb, der Boden eine große grünlich graue Fläche, die fast die ganze linke Hälfte einnimmt und beinahe leer ist. Oben links ist ein Fenster mit weißen Rahmen, durch das Stadtdächer und heller Himmel zu sehen sind – der einzige Blick nach draußen. Eine dunkle Holzleiste läuft die Wand entlang. Das Kleid der Lesenden ist die dichteste Farbmasse der Szene: bläulich, fein gemustert, über den Stuhl und auf den Boden ausgebreitet. Der Hut trägt ein gelbes Band und blaue Blüten. Unten links steht die Signatur, in rötlicher Farbe geschrieben.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil Degas den Hauptplatz der falschen Person gibt. Der Titel verspricht eine Ballettklasse, und die Mitte der Leinwand nimmt eine Frau ein, die der Probe gar nicht zusieht – sie liest. Die Tänzerinnen sind in die Ecke und über den Rand gedrängt, eine ist vom Rand sogar durchschnitten. Genau diese Anordnung ist Degas’ Erfindung: die Szene ist nicht für den Betrachter hergerichtet, sondern so gefasst, wie sie jemand sähe, der eben durch die Tür getreten ist. Die große leere Bodenfläche ist dabei ebenso wichtig wie die Gestalten.
Was bedeutet die Szene?
Warten. Das Ballett ist hier kein Fest, sondern ein Arbeitstag mit Stundenplänen, Müttern und Langeweile. Impressionismus hat bei Degas immer einen Ausschnitt aus dem Alltag statt einer geordneten Szene bedeutet; ein impressionistisches Gemälde dieser Art wirkt deshalb wie ein Blick durch eine angelehnte Tür. Ein Ölgemälde wie dieses trägt einen Raum eher über Anordnung und Licht als über eine Geschichte, und man bemerkt jedes Mal etwas anderes.
Das Motiv unter den Werken von Degas
Das Ballett ist das größte Thema von Degas. Die Tanzklasse zeigt denselben Saal mit dem Lehrer zwischen den Mädchen; Ballettprobe auf der Bühne verlegt dieselbe Probe auf die Bühne und malt sie fast ohne Farbe; Probe im Ballettsaal bringt sie in den Übungsraum zurück. Wie Degas das Ballett vom Parkett aus sah, über die Köpfe der Streicher hinweg, zeigt Ballett an der Pariser Oper im Art Institute of Chicago, während Ballerinen in der National Gallery in London dasselbe Motiv in stärkerer Farbe zeigen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit Pinsel und Ölfarben, nicht mit einem Drucker, und die Technik des Originals ist hier dieselbe wie unsere. Jede unserer Leinwände entsteht Schicht für Schicht, und bei dieser Szene ist die große Bodenfläche das Schwerste: sie muss leer aussehen, aber nicht tot, deshalb wird sie aus mehreren dünnen Lagen Grünlich und Grau aufgebaut, die unter der Oberfläche sichtbar bleiben. Der zweite anspruchsvolle Teil ist das Kleid der Lesenden, wo das Muster angedeutet und nicht ausgezeichnet bleiben muss. Jede Reproduktion entsteht neu und zwei Exemplare sind nie ganz gleich, denn die Hand wiederholt denselben Strich nicht zweimal; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für dieses Werk haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, deshalb zeigen und beschreiben wir hier keine. Das Foto Ihrer Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welches: 80 x 90 cm – dieses Maß kommt dem Original am nächsten, das 82,2 x 76,8 cm misst. Die Maße 50 x 60 und 60 x 70 cm sind für einen kleineren Raum oder einen Flur; bei ihnen lässt sich die Gruppe rechts schon schwer in einzelne Gestalten auflösen. Die Maße 70 x 80 und 80 x 90 cm sind die üblichste Wahl über einer Kommode oder im Esszimmer. Das Maß 90 x 100 cm gehört über das Sofa, wo das beinahe quadratische Format die Wand gut hält. Bei 120 x 130 cm sind wir bei den Maßen, in denen die Arbeit wirklich durchatmet und der leere Boden zu einer eigenen Fläche wird; wer bei uns ein solches Gemälde kaufen möchte, bekommt zugleich das Maß, das dem Verhältnis des Originals am nächsten kommt. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab; beim beinahe quadratischen Format passiert der Fehler meist in der Hängehöhe. Kein Maß liegt als fertiges Stück auf Lager: jedes Exemplar entsteht auf Bestellung und bleibt ein Einzelstück.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der sechs Maße zu Ihrer Wand passt, malen wir nach Ihrem Maß und behalten das Verhältnis der Szene bei, damit der leere Boden seinen Raum behält und die Gruppe rechts nicht über den Rand fällt; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Jedes Exemplar liefern wir auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie Ihnen alle unsere Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Möchten Sie sehen, wie die Arbeit gerade an Ihrer Wand aussieht, haben wir dafür unseren gesonderten Dienst der Raumplatzierung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie deshalb je nach gewähltem Maß mit 15 bis 45 Tagen; bei den größten Maßen liegt die Zeit meist am oberen Ende. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, auf Wunsch gerahmt, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Ein Foto der fertigen Arbeit erhalten Sie vor dem Versand zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und das Leben des Malers beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Wer ist die Frau im Vordergrund?
Sie ist nicht benannt. Sie sitzt auf einem Holzstuhl und liest Zeitung; es ist eine Begleiterin, die während der Probe auf ein Mädchen wartet.
Warum hat jemand den meisten Platz, der nicht tanzt?
Weil genau das Degas’ Absicht ist. Die Szene ist nicht für den Betrachter hergerichtet, sondern so gefasst, wie sie jemand sähe, der eben eingetreten ist.
Was ist durch das Fenster zu sehen?
Stadtdächer und heller Himmel. Es ist der einzige Blick nach draußen auf der ganzen Leinwand.
Wer ist der Herr rechts?
Ein kahler Mann im dunklen Anzug, am rechten Rand teilweise angeschnitten. Degas hat ihn nicht benannt, und wir tun es auch nicht.
Was ist die große leere Fläche links?
Der Boden des Übungssaals. Er nimmt fast die ganze linke Hälfte ein und ist für die Komposition ebenso wichtig wie die Gestalten.
Wo befindet sich das Original?
Im Philadelphia Museum of Art, unter der Inventarnummer W1937-2-1.
Wie groß ist das Original?
82,2 x 76,8 cm, also beinahe quadratisch. Unser Maß 80 x 90 cm kommt ihm am nächsten.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit ist von Hand mit Ölfarben gemalt; die Striche sind sichtbar und fühlbar.
Welches Maß soll ich wählen?
Über einer Kommode meist 80 x 90 cm, für einen kleineren Raum 60 x 70 cm. Der Maßführer steht oben.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja, wir malen nach Ihrem Maß und behalten dabei das Verhältnis der Szene bei.
Eignet sich die Arbeit als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der tanzt oder Szenen mit mehreren Vorgängen zugleich mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; möchten Sie die Wahl lieber überlassen, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: ein Übungssaal, vorn eine Zeitung lesende Frau, links vier Tänzerinnen am Fenster, rechts eine Gruppe mit einem Herrn
- Original: Edgar Degas, Ölmalerei auf Leinwand, 82,2 x 76,8 cm, Philadelphia Museum of Art (W1937-2-1)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, sechs Maße von 50 x 60 bis 120 x 130 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: der Titel verspricht eine Ballettklasse, die Mitte der Leinwand hält aber eine Frau, die der Probe gar nicht zusieht









































