Beschreibung
Lorenzo Pagans und Auguste De Gas zeigt zwei Männer in einem dunklen Raum: vorn sitzt ein jüngerer Mann mit schwarzem Schnurrbart und spielt eine helle, honigfarbene Gitarre, dahinter und etwas rechts sitzt ein älterer Mann mit weißem Schnurrbart und hört mit gefalteten Händen am Klavier zu. Als Kunstgemälde ist dies eine hochformatige, stille Szene häuslichen Musizierens, in der niemand zu uns herübersieht. Das Original ist Öl auf Leinwand und befindet sich im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 3736. Bei uns entsteht es als handgemalte Malerei auf Leinwand, in Maßen von 40 x 60 bis 150 x 210 cm oder nach Ihrem Maß, und Sie erhalten vor dem Versand ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Lorenzo Pagans und Auguste De Gas |
| Weitere Titel: | Lorenzo Pagans and Auguste de Gas |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungszeit: | die 1870er Jahre |
| Größe des Originals: | 54,5 cm x 39,5 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Befindet sich: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 3736) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 7 Maße von 40 x 60 cm bis 150 x 210 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Lorenzo Pagans und Auguste De Gas – Edgar Degas
Wer ist zu sehen?
Zwei Männer, beide schon im Titel benannt, was bei Degas eine Seltenheit ist – seine Modelle hat er fast nie benannt. Vorn sitzt Lorenzo Pagans, ein spanischer Sänger, der in den Pariser Salons mit der Gitarre auftrat; er ist etwas nach rechts gewandt und sieht an uns vorbei. Hinter ihm, am Klavier, sitzt Auguste De Gas – der Vater des Malers. Genau darin liegt der Kern der Szene: der Sohn hat den Vater gemalt, wie er zuhört, und nicht, wie er posiert. Der ältere Mann hat die Hände gefaltet, den Kopf leicht gesenkt und die Augen niedergeschlagen; das ist keine Haltung für ein Porträt, sondern die Haltung eines Menschen, der in die Musik versunken ist.
Was ist auf der Leinwand?
Das Format ist hoch und eng. Die Gitarre ist der hellste Gegenstand der Szene: honiggelb, mit einem verzierten Kranz um das Schallloch, und sie nimmt fast die ganze Mitte der unteren Hälfte ein. Die rechte Hand des Spielers liegt über dem Schallloch, die linke greift am Hals nach oben rechts. Der schwarze Anzug von Pagans verschmilzt fast mit dem Dunkel hinter ihm; daraus treten nur der weiße Kragen und das Gesicht hervor. Am Revers sitzt ein kleines grünes Blatt. Oben rechts leuchtet hinter dem Kopf des Vaters eine aufgeschlagene Partitur auf einem Ständer, oben links liegt ein Stapel Papiere auf der dunklen Fläche des Klaviers. Die Wand ist warm rötlich braun und trägt zwei gerahmte Blätter, eines oben links und eines oben rechts. Unten links sind die dünnen Beine eines Stuhls zu sehen.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil sie ein Familienporträt von Degas ist, das vorgibt, eine Szene zu sein. Der Maler hat den Vater in die zweite Ebene gestellt, in den Schatten, ohne Blick und ohne Pose – und gerade deshalb wirkt sie wahrer als jedes offizielle Porträt jener Jahre. Die Musik ist ein Vorwand: es geht um zwei Menschen im selben Raum, von denen jeder etwas Eigenes tut. Degas hat dieselbe Idee später auf das Ballett und auf das Orchester übertragen, wo das Ereignis immer nebensächlich ist und die Menschen mitten in einer Verrichtung erwischt werden. Hier sehen wir sie in ihrer privatesten Form.
Was bedeutet die Szene?
Zuhören. Es geschieht nichts, niemand wendet sich an den Betrachter, und genau darin liegt die Wärme der Szene. Impressionismus hat bei Degas immer einen Ausschnitt aus dem Alltag statt einer geordneten Szene bedeutet; ein impressionistisches Gemälde dieser Art ist deshalb nicht hell und luftig, wie man es von dem Namen erwartet, sondern dunkel und innerlich. Ein Ölgemälde wie dieses trägt einen Raum eher über die Stimmung als über die Farbe, und wirkt darum gut dort, wo Menschen sich länger aufhalten.
Das Motiv unter den Werken von Degas
Die Musik kehrt bei Degas oft wieder. In Das Orchester der Oper ist dieselbe Welt vom Parkett aus gesehen, mit den Streichern im Vordergrund und der Bühne darüber; Der Cellist Pilet ist das Porträt eines einzelnen Musikers mit dem Instrument im Schoß und damit der nächste Verwandte dieser Leinwand. Die Familienlinie setzt Hilaire de Gas fort, das Porträt des Großvaters des Malers. Wie Degas die Musiker im Graben unter der Bühne sah, zeigt Ballett an der Pariser Oper im Art Institute of Chicago, und wie er sich selbst sah, das Selbstporträt in derselben Sammlung.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit Pinsel und Ölfarben, nicht mit einem Drucker, und die Technik des Originals ist hier dieselbe wie unsere. Jede unserer Leinwände entsteht Schicht für Schicht, und bei dieser Szene ist gerade das Dunkel das Schwerste: ein großer Teil der Leinwand ist beinahe schwarz, aber nicht leer – darin sind Anzug, Klavier und Wand immer noch zu unterscheiden. Vereinheitlicht der Maler das Dunkel, verliert die Szene ihre Tiefe und die Gitarre schwimmt im Leeren. Die Farbe wird deshalb in dünnen Lagen aufgebaut, bis sie Wärme bekommt. Jede Reproduktion entsteht neu und zwei Exemplare sind nie ganz gleich, denn die Hand wiederholt denselben Strich nicht zweimal; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für dieses Werk haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, deshalb zeigen und beschreiben wir hier keine. Das Foto Ihrer Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welches: 60 x 80 cm. Das Original ist klein – 54,5 x 39,5 cm – deshalb ist schon unser kleinstes Maß etwas größer als es; wer den Eindruck des Originals will, bleibt bei 40 x 60 oder 50 x 70 cm, wobei 50 x 70 cm im Verhältnis am nächsten kommt. Die Maße 60 x 80 und 80 x 110 cm sind die üblichste Wahl über einer Kommode oder neben einer Tür; bei ihnen sind die Gesichter und die Gitarre groß genug, um aus einigen Metern lesbar zu sein. Das Maß 90 x 130 cm gehört neben das Sofa oder ins Esszimmer, wo das Hochformat eine schmale Wand gut füllt. Die Maße 120 x 170 und 150 x 210 cm sind wirklich groß: bei ihnen stehen die Gestalten fast in Lebensgröße, und wer bei uns ein solches Gemälde kaufen möchte, braucht einige Meter Abstand, sonst öffnet sich das Dunkel zu einer Fläche. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab; beim Hochformat passiert der Fehler meist in der Höhe. Kein Maß liegt als fertiges Stück auf Lager: jedes Exemplar entsteht auf Bestellung und bleibt ein Einzelstück.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der sieben Maße zu Ihrer Wand passt, malen wir nach Ihrem Maß und behalten das Verhältnis der Szene bei, damit die Gitarre in der Mitte bleibt und der Vater im Hintergrund seinen Raum behält; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Jedes Exemplar liefern wir auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie Ihnen alle unsere Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Möchten Sie sehen, wie die Arbeit gerade an Ihrer Wand aussieht, haben wir dafür unseren gesonderten Dienst der Raumplatzierung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie deshalb je nach gewähltem Maß mit 15 bis 45 Tagen; bei den größten Maßen liegt die Zeit meist am oberen Ende. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, auf Wunsch gerahmt, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Ein Foto der fertigen Arbeit erhalten Sie vor dem Versand zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und das Leben des Malers beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Wer sind die beiden Männer?
Lorenzo Pagans, ein spanischer Sänger, der Gitarre spielt, und Auguste De Gas, der Vater des Malers, der am Klavier zuhört.
Warum sitzt der Vater im Hintergrund?
Weil die Szene kein Porträt des Vaters ist, sondern ein Augenblick des Zuhörens. Degas hat ihn im Schatten und ohne Pose gelassen, und genau das gibt der Leinwand ihre Vertrautheit.
Was hält der Sänger in den Händen?
Eine Gitarre mit hellem honigfarbenem Korpus und einem verzierten Kranz um das Schallloch. Sie ist der hellste Gegenstand der Szene.
Was ist an der Wand zu sehen?
Zwei gerahmte Blätter, oben links und oben rechts, sowie eine aufgeschlagene Partitur auf einem Ständer hinter dem Kopf des Vaters.
Warum steht in der Tabelle kein genaues Jahr?
Weil der Eintrag es nur auf das Jahrzehnt genau angibt. Lieber schreiben wir das Jahrzehnt, als ein Jahr zu erfinden.
Wo befindet sich das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Inventarnummer RF 3736.
Wie groß ist das Original?
54,5 x 39,5 cm, also recht klein. Alle unsere Maße sind größer als es.
Warum ist die Arbeit so dunkel?
Weil die Szene ein Innenraum ist und von einer Seite beleuchtet wird. Das Dunkel ist nicht leer – darin sind Anzug, Klavier und Wand weiterhin zu unterscheiden.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit ist von Hand mit Ölfarben gemalt; die Striche sind sichtbar und fühlbar.
Welches Maß soll ich wählen?
Über einer Kommode meist 60 x 80 cm, für den Eindruck des Originals 50 x 70 cm. Der Maßführer steht oben.
Eignet sich die Arbeit als Geschenk?
Ja, besonders für einen Musiker oder für jemanden, der stille, warme Szenen mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; möchten Sie die Wahl lieber überlassen, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: vorn ein Sänger mit Gitarre, dahinter am Klavier der Vater des Malers, ein dunkler Raum mit Partitur und zwei gerahmten Blättern
- Original: Edgar Degas, Öl auf Leinwand, 54,5 x 39,5 cm, Musée d’Orsay in Paris (RF 3736)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, sieben Maße von 40 x 60 bis 150 x 210 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: der ältere Mann ist der Vater des Malers – Degas hat seine Modelle fast nie benannt, hier stehen beide im Titel









































