Edvard Munch – Inger in Schwarz und Violett

ab 147,00 

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Beschreibung

Inger in Schwarz und Violett

Inger in Schwarz und Violett von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand aus dem Jahr 1892, das unter der Inventarnummer NG.M.00499 im Nasjonalmuseet in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 122,5 x 172,5 cm. Die Szene ist hochformatig und zeigt eine junge Frau in einem dunklen, bodenlangen Kleid, die allein vor einer leeren Wand steht.

Die Gestalt steht aufrecht, dem Betrachter zugewandt, und füllt die ganze Höhe der Leinwand. Unter dem Kleid sind keine Füße zu sehen; der Rock weitet sich zum Boden hin zu einer weichen Glockenform und trifft auf den rotbraunen Boden. Sonst ist nichts im Raum: keine Möbel, kein Fenster, keine Wandkante.

Das Gesicht ist der am weitesten ausgearbeitete Teil der Szene. Die Haut ist blass, gelblich und leicht grünlich, mit kühlen Schatten neben der Nase und unter den Wangenknochen. Die Augen sind graublau und blicken geradeaus, der Mund ist klein und geschlossen, der Ausdruck gefasst und etwas streng, ohne Lächeln und ohne Unsicherheit.

Das Haar ist dunkelbraun, in der Mitte gescheitelt und glatt über die Ohren nach hinten gekämmt. Entlang des Scheitels läuft ein wärmerer rötlicher Strich; er ist das einzige Helle am ganzen Kopf und gibt der dunklen Haarmasse ihre Form.

Das Kleid ist sehr dunkel, blauschwarz, und schließt am Hals mit einem hohen Kragen. An der Kehle sitzt eine ovale Kamee, blass cremerosa mit hellem Rand, der einzige Schmuck der Darstellung. Die Schultern sind zu den weiten Ärmeln der Zeit gebauscht, und die Ärmel verengen sich zum Handgelenk hin.

Über das ganze Kleid sind kleine Striche in Rosa und Lachsrot gestreut, dazwischen einige blass graublaue. Sie sind kein Muster und wiederholen sich nicht in einer Ordnung; sie sind einzeln aufgesetzt, nass in nass, und beleben den dunklen Stoff, ohne ihn aufzulösen.

Die Hände sind locker vor der Taille gefaltet, eine über der anderen. Sie sind breit gemalt, in warmem rosa-ockerfarbenem Inkarnat mit graugrünen Schatten, ohne Einzelheiten an den Fingern. Diese beiden hellen Flecken und das Gesicht sind die einzigen warmen Stellen an der sonst dunklen Gestalt.

Die Wand hinter ihr ist blaugrau und mit sichtbaren senkrechten und kreisenden Strichen gemalt, die nie verschmelzen. Der Boden ist rotbraun und trifft hoch hinter der Gestalt auf die Wand, sodass die Szene in zwei breite Farbbänder zerfällt. Unten links steht in dunklem Rot die Signatur E. Munch 1892.

Der Farbauftrag ist trocken und dünn. Die Striche sind sichtbar, stellenweise scheint die Leinwandbindung durch die Farbe, Übergänge gibt es fast nicht. Die Szene ist aus Flächen und Strichen gebaut, nicht aus Schattierung, was für ein so großes stehendes Bildnis ungewöhnlich offen ist.

Dargestellt ist Inger Munch, die jüngere Schwester des Malers, die ihm mehr als einmal Modell stand. Das Porträt ist keine Auftragsarbeit und will nicht schmeicheln; es ist das Abbild eines Menschen aus dem eigenen Haus, ohne Beschönigung gemalt, ein Jahr vor jenen Werken, für die der Maler später am bekanntesten ist.

Der Aufbau ruht auf einer einzigen dunklen Senkrechten inmitten eines hellen Feldes. Die Gestalt ist schwer und geschlossen, der Hintergrund leer und breit gemalt; das blasse Gesicht und die blassen Hände bilden drei helle Punkte, die den Blick nach unten und wieder zurück führen. Gerade diese Leere um die Gestalt macht das Werk zugleich ruhig und gespannt.

Unsere Ausführung ist handgemalt in Öl auf Leinwand, Strich für Strich, und wird niemals gedruckt. Da jede Leinwand einzeln für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Letzte; kleine Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen der menschlichen Hand und kein Fehler. Am schwierigsten sind bei diesem Motiv das Gesicht, das aus wenigen kühlen Strichen besteht, und die verstreuten rosa Striche auf dem Kleid, die sparsam bleiben müssen.

Das Format ist hochformatig und groß, die Farben sind kühl und ruhig, deshalb braucht die Arbeit etwas Raum um sich. Sie wirkt gut im Flur, im Schlafzimmer oder neben einer Treppe, wo sie aus der Entfernung gesehen wird. Die Wand dahinter sollte hell und ruhig sein; auf einer dunklen Wand verschmilzt das Kleid mit der Wand. Hängen Sie sie so, dass das Gesicht auf Augenhöhe liegt, bei gleichmäßigem, neutralem Licht.

Erhältlich sind acht Größen von 50 x 70 cm bis 150 x 205 cm sowie ein Wunschmaß; jede Leinwand kann mit oder ohne Rahmen bestellt werden. Weitere Arbeiten des Malers finden Sie in der Galerie Edvard Munch, über sein Leben und Werk schreiben wir im Blog über Edvard Munch.

Entstehungsjahr:1892
Originalgröße:122,5 cm x 172,5 cm
Stil:Naturalismus
Originaltechnik:Öl auf Leinwand
Standort:Nationalmuseum (Nasjonalmuseet), Oslo

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