Beschreibung
Herbstbaum in bewegter Luft ist ein Werk Egon Schieles von 1912: ein kahler Baum, dessen dunkle Äste sich in weitem Bogen über einen grauen, windigen Himmel spannen, über einem schmalen Streifen schwarzer Hügel und rostbrauner Erde. Das Original, 80 x 80,5 cm, bewahrt das Leopold Museum in Wien auf. Wir malen es von Hand in Ölfarben auf Leinwand in der Größe Ihrer Wahl und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Herbstbaum in bewegter Luft |
| Weitere Titel: | Autumn Tree in Stirred Air · Winter Tree · Winterbaum |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1912, signiert und datiert rechts Mitte „EGON SCHIELE 1912“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 80 cm x 80,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl und Bleistift auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv.-Nr. 449) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 14 Größen von 50 x 50 cm bis 170 x 170 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Herbstbaum in bewegter Luft – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Ein einzelner kahler Baum füllt fast das ganze Quadrat. Sein blasser, weißlicher Stamm steigt knapp links der Mitte vom unteren Rand auf und löst sich beinahe im Hintergrund auf, sodass man zuerst die Äste sieht: Zwei dicke dunkelbraune Äste schwingen in einem weiten Bogen nach oben und herum, und von ihnen läuft ein Netz dünner schwarzer Zweige bis an alle Ränder. Der Himmel dahinter besteht aus grauen, weißen und blaugrauen Flecken, mit zarten rosa Spuren und einigen kleinen ockergelben Tupfen. Unten schließen ein Streifen schwarzer Hügel und ein rostbraunes Band Erde die Szene ab. Rechts in der Mitte signierte Schiele in kleinen Großbuchstaben, EGON SCHIELE 1912, auf drei Zeilen.
Warum mögen es die Menschen?
Weil es einen einzelnen Baum in etwas beinahe Menschliches verwandelt. Die Äste wirken wie Nerven oder Adern, gespannt und suchend, und der Baum scheint sich dem Wind entgegenzustemmen, statt sich vor ihm zu beugen. Die Farben sind still, Grau und Braun mit nur wenig Wärme, doch die Zeichnung der Zweige macht die Oberfläche unruhig und lebendig. Man kann es lange ansehen: aus der Nähe die grauen Farbschichten und feinen Linien, vom anderen Ende des Raums eine einzige starke, verdrehte Form vor hellem Himmel.
Wo steht es unter Schieles Arbeiten?
Unter den Landschaften und Bäumen, in die Schiele menschliche Stimmungen legte. Denselben einsamen, kahlen Baum zeigt Kleiner Baum im Spätherbst, kurz zuvor entstanden, und Bäume vor weitem Himmel kehren in Vier Bäume und in Versinkende Sonne wieder. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Kopie ist ein handgemaltes Gemälde, für Ihre Bestellung angefertigt und kein Druck: Es wird Strich für Strich in Ölfarben aufgebaut. Unsere Kopie ist Öl auf Leinwand, wie das Original, in dem Schiele auch mit Bleistift arbeitete. Am schwierigsten sind hier die Äste: Jeder Zweig muss aus einer einzigen sicheren dunklen Linie entstehen, dünn, wo der Ast dünner wird, kräftiger, wo er Gewicht trägt, und nichts darf nachgezogen wirken. Die Grautöne des Himmels brauchen mehrere Schichten, damit die Flecken ihr leicht gebrochenes, verwittertes Aussehen behalten. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk haben wir in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert; die Aufnahmen ergänzen wir auf dieser Seite, sobald wir sie haben.
Welche Größe für welche Wand?
Das Original misst 80 x 80,5 cm, am nächsten kommt ihm daher unsere Größe 80 x 80 cm. Die kleineren Größen, 50 x 50 cm oder 60 x 60 cm, passen in einen Flur, ein Arbeitszimmer oder über einen Schreibtisch, wo das Geäst wie eine Zeichnung wirkt. Über dem Sofa oder einer Kommode geben 90 x 90 cm oder 100 x 100 cm dem Baum Raum; an einer großen Wand, im Treppenhaus oder in einem hohen Raum machen ihn die Größen von 140 x 140 cm bis 170 x 170 cm zum Mittelpunkt. Als Kunstgemälde in Grau und Weiß wirkt es an hellen wie an dunklen Wänden ruhig. Hängen Sie es so, dass die Mitte auf Augenhöhe liegt, etwa 145–150 cm über dem Boden.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der vierzehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Keilrahmen „JA“, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Das Werk kommt geschützt verpackt und, wenn Sie beim Keilrahmen „JA“ gewählt haben, auf einen Keilrahmen gespannt; vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Ist es ein Herbst- oder ein Winterbaum?
Das Leopold Museum führt es unter diesem Titel und nennt „Winterbaum“ als zweiten Titel. Der Baum trägt kein Laub, das Sichtbare passt also zu beiden Jahreszeiten, und unter den Schlagwörtern des Museums stehen Herbst wie Winter.
Wofür steht der Baum?
Das Museum liest es nicht als echte Landschaft, sondern als Baum mit menschlichen Gefühlen: In seiner Kahlheit und Vereinzelung verkörpert er das Gefühl, ausgesetzt und einsam zu sein, und zugleich den Willen zu überleben. In seinen Landschaften erreichte Schiele oft dieselbe Ausdruckskraft wie in seinen Porträts und Selbstporträts.
Wann und wo malte Schiele es?
Im Jahr 1912 in Neulengbach in Niederösterreich, wo er damals lebte; signiert und datiert ist es rechts in der Mitte. Eine Fotografie aus demselben Jahr, aufgenommen vom Atelier Ungar in Neulengbach und heute im Leopold Museum, zeigt ihn hinter dem Gemälde auf einer Staffelei.
Wer besaß es vor dem Leopold Museum?
Erstmals gezeigt wurde es 1912 im Hagenbund in Wien, einige Monate später kaufte es Magda Mautner Markhof. Die Provenienz des Museums nennt danach Klaus Grasmayer in Salzburg ab 1944 und Rudolf Leopold ab 1954; 1994 ging es an die Leopold Museum-Privatstiftung.
Wo ist das Original?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 449. Es ist in Öl und Bleistift auf Leinwand gemalt und misst 80 x 80,5 cm.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.









































