Beschreibung
Kleiner Baum im Spätherbst ist ein Werk Egon Schieles von 1911: ein einzelnes kahles Bäumchen mit hellem, scharf geknicktem Stamm auf einem Wall dunkler Erde, vor beinahe weißem Grund. Das Original befindet sich im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 459 und ist laut Museumseintrag im Geschoss OG3 ausgestellt; es misst 42 x 33,5 cm, ist also 33,5 cm breit und 42 cm hoch. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinen, in dreizehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Kleiner Baum im Spätherbst |
| Weitere Titel: | Small Tree in Late Autumn · Majhno drevo v pozni jeseni |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1911; signiert und datiert rechts unten „EGON SCHIELE 1911“ |
| Originalgröße: | 42 cm x 33,5 cm (Höhe vor Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Holz |
| Malstil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv. 459), ausgestellt in OG3 |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinen, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Kleiner Baum im Spätherbst – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Ein einzelnes kahles Bäumchen. Der Stamm ist hell, fast weiß, und steigt aus der unteren Mitte in scharfen Knien auf — erst nach links, dann nach rechts und aufwärts —, als wäre er gebrochen und wieder gerichtet worden. Über ihn und über einen Ast läuft eine dunkle blauschwarze Ader. Die Äste spannen sich unterhalb des Wipfels und nach rechts, dünn, braun und rostrot, mit einigen kleinen dunklen Zeichen; mehrere schneidet der Rand der Tafel ab. Das untere Fünftel nimmt ein Erdwall ein — dunkelbraun, ocker und schwarz, in kurzen dichten Strichen und sehr dickem Auftrag. Alles Übrige ist ein blasser grauweißer Grund mit breiten sichtbaren Strichen und kaum erkennbaren helleren Flecken.
Warum sagt das Museum, dies sei keine wirkliche Landschaft?
Weil der Baum nach seiner Lesart keine Szene ist, sondern ein Zustand. Die Museumsbeschreibung sagt es direkt: Kleiner Baum im Spätherbst sei — wie Herbstbaum in bewegter Luft — keine echte Landschaft; vielmehr verkörpere der Baum in seiner Kahlheit und Vereinzelung das Gefühl, ausgesetzt und einsam zu sein, und zugleich den Willen zu überleben. Das ist die Lesart des Hauses, das die Arbeit verwahrt, und wir geben sie als dessen Lesart wieder.
Was hat der Maler selbst über Bäume gesagt?
Das Museum zitiert seinen Brief an den Sammler Franz Hauer (1867–1914) aus dem Sommer 1913: „Jetzt beobachte ich vor allem die körperlichen Bewegungen von Bergen, Wasser, Bäumen und Blumen. Überall erinnert es an ähnliche Bewegungen im menschlichen Körper, an ähnliche Regungen von Freude und Leid in den Pflanzen.“ Der Brief ist zwei Jahre jünger als diese Arbeit, und das Museum führt ihn als Schlüssel zu Schieles Landschaften überhaupt an, nicht als Kommentar zu dieser Tafel — so geben wir ihn weiter.
Warum wirkt eine kleine Tafel so groß?
Weil der Baum nicht auf sie passt. Die Äste werden links, rechts und oben vom Rand abgeschnitten, sodass der Betrachter sie selbst ergänzt und der Baum am Ende größer scheint als die Unterlage, auf der er steht. Die Museumsbeschreibung nennt das eine monumentale Darstellung auf kleiner Tafel und fügt hinzu, es gehe nicht um einen „tanzenden“ Baum im Wind, sondern um das Wachsen und Ausharren der Natur — und damit auch des Menschen — gegen widrige Umstände.
Ist das Format hoch oder quer?
Hoch, was bei einem Motiv aus der Natur der Erwähnung wert ist. Der Eintrag nennt 42 x 33,5 cm, Höhe vor Breite: Die Arbeit ist also 33,5 cm breit und 42 cm hoch. Bei einem Baum ergibt das Sinn: Das Hochformat lässt dem Stamm Raum, der durch die ganze Höhe steigt, und drängt die Äste an die Ränder. Unsere Stufen stehen alle hoch, von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
In der Größe des Originals nicht, in seinem Verhältnis beinahe genau. Das Original ist klein — 33,5 cm breit und 42 cm hoch und damit kleiner als unsere kleinste Stufe 50 x 65 cm, jede unserer Stufen ist also größer. Das Seitenverhältnis des Originals beträgt 1 : 1,254, und unsere Stufen 60 x 75 cm, 80 x 100 cm und 120 x 150 cm liegen bei 1 : 1,25 — bei 60 cm Breite sind das rund zwei Millimeter Unterschied in der Höhe. Auch der Träger unterscheidet sich: Das Original ist laut Eintrag mit Ölfarben auf Holz gemalt, unsere Reproduktion mit Ölfarben auf Leinen. Wir setzen das nicht gleich: Eine Tafel und ein gespanntes Gewebe verhalten sich verschieden.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Die Provenienznotiz, die diese Seite bereits trug, folgt unmittelbar darunter und bleibt wortgetreu und unverändert. Die Kette des Museums bestätigt sie und ergänzt sie um Quellen und eine Einzelheit, die man langsam lesen sollte. Der erste Besitzer war Arthur Roessler, der Wiener Kritiker und ein früher Fürsprecher Schieles. Später war die Arbeit bei Otto Nirenstein in Wien — bis 1938 — und ab 1939 in der Galerie St. Etienne in New York. Das sind derselbe Mann und seine neue Galerie: Nach der Emigration zeichnete Nirenstein als Otto Kallir, und das Museum führt den Katalog von 1930, in dem diese Arbeit unter Nummer 95 steht, genau unter diesem doppelten Namen, „O. Kallir (Nirenstein)“. Die Jahreszahlen 1938 und 1939 in der Kette sind daher kein Zufall. Zu den weiteren Quellen zählt ein Dossier von Sonja Niederacher vom 30. Juni 2010. Das Werk ist heute im Leopold Museum unter der Inventarnummer 459; der gesamte Schiele-Bestand des Hauses ist auf der Egon-Schiele-Seite des Leopold Museums vorgestellt.
Provenienz
Das Gemälde befand sich im Besitz von Arthur Roessler in Wien, danach von Richard Lanyi und von Otto Nirenstein in Wien (vor 1930 bis 1938); von 1939 bis 1954 war es in der Galerie St. Etienne in New York und anschließend bei Rudolf Leopold (1954–1994); heute befindet es sich im Leopold Museum in Wien.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Unter den Landschaften von 1911, aus demselben Jahr wie Selbstseher II und der Lyriker, beide große quadratische Leinwände aus derselben Sammlung. Wie er Mauern statt Bäume malte, zeigt Hauswand am Fluss; auf eine Holztafel gemalt ist auch Mutter und Kind. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Egon Schiele, mehr zum Leben des Malers im Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde ist dies eine seiner bekanntesten Landschaften; die großen Arbeiten jener Sammlung sind Öl auf Leinwand, diese Tafel ist es nicht.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler mit Ölfarben, Strich für Strich; es ist kein maschineller Abzug — unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Stellen sind hier die schwierigsten. Die erste ist die Erde: Sie ist sehr dick in kurzen Strichen aufgetragen, die als einzelne Striche lesbar bleiben müssen, sonst wird das untere Fünftel der Arbeit zu einer braunen Fläche. Die zweite ist der Stamm, der tatsächlich heller ist als der Himmel dahinter — bei einem Baum ungewöhnlich, und es verführt dazu, ihn abzudunkeln; sobald der Stamm dunkler ist als der Grund, verliert die Arbeit ihre Fremdheit. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Fotografie zur Freigabe, erst dann geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelierfotografien — die Arbeit wurde in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert, und nichts wurde entfernt; wenn sie das nächste Mal gemalt wird, wird sie fotografiert und die Aufnahmen kommen hierher. Als Reproduktion auf Leinwand ist sie auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: Das Motiv ist ruhig und hell, es trägt daher auch eine große Wand, ohne schwer zu werden. Für eine schmale Wand oder zwischen Fenstern wirken 50 x 65 cm und 60 x 75 cm, für ein Wohnzimmer 80 x 100 cm oder 100 x 130 cm, für einen großen Raum 140 x 180 cm und 160 x 205 cm. Unsere kleinste Größe ist 50 x 65 cm. Als Kunstgemälde in großem Maßstab braucht die Arbeit Abstand: Die Striche in der Erde liest man aus der Nähe einzeln, und der Baum fügt sich erst aus einigen Metern.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Ansicht an Ihrer eigenen Wand. Der Rahmen wird gesondert gewählt und muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie zur Freigabe, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Die Fertigungszeit richtet sich nach der Größe und der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Leopold Museum in Wien, Inventarnummer 459; laut Eintrag ausgestellt in OG3.
Was ist dargestellt?
Ein einzelnes kahles Bäumchen auf einem Erdwall, vor blassem Grund.
Worauf ist das Original gemalt?
Auf Holz, nicht auf Leinwand; unsere Reproduktion entsteht mit Ölfarben auf Leinen.
Wie groß ist das Original?
33,5 cm breit und 42 cm hoch — etwa die Größe eines Blattes im Format A3.
Ist es in Originalgröße erhältlich?
Nein; das Original ist kleiner als unsere kleinste Stufe 50 x 65 cm.
Welche Ihrer Größen kommt seinem Verhältnis am nächsten?
60 x 75 cm, 80 x 100 cm und 120 x 150 cm; 1 : 1,25 gegenüber 1 : 1,254 beim Original.
Wie ist die Arbeit bezeichnet?
Rechts unten, mit Signatur und Jahr „EGON SCHIELE 1911“.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand malt ein Künstler von Hand mit Ölfarben.
Wann ist die Arbeit entstanden?
1911, im selben Jahr wie Selbstseher II und der Lyriker.
Wie wird geliefert?
Auf einen Holzkeilrahmen gespannt und geschützt verpackt; der Rahmen ist optional.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe die richtige ist, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: ein kahles Bäumchen mit hellem, geknicktem Stamm auf einem Wall dunkler Erde.
- Original: 1911, Öl auf Holz, 42 x 33,5 cm, signiert rechts unten, Leopold Museum, Wien, Inv. 459.
- Unseres: handgemaltes Ölgemälde auf Leinen, 13 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Laut Museumsbeschreibung ist dies keine echte Landschaft, sondern ein Sinnbild von Ausgesetztsein und Ausharren.









































