Beschreibung
Kleiner Baum im Spätherbst ist ein Gemälde Egon Schieles von 1911: ein einzelnes kahles Bäumchen mit hellem, geknicktem Stamm auf einem Hügel dunkler Erde, vor beinahe weißem Grund. Wir malen es von Hand in Ölfarben in der Größe, die Sie wählen, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Kleiner Baum im Spätherbst |
| Weitere Titel: | Small Tree in Late Autumn · Majhno drevo v pozni jeseni |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1911, signiert und datiert rechts unten „EGON SCHIELE 1911“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 33,5 cm x 42 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Holz |
| Malstil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Kleiner Baum im Spätherbst – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Einen jungen Baum und sonst nichts. Er steht auf einem runden Erdhügel, der den unteren Teil ausfüllt, aufgetragen in kurzen, dicken Strichen aus Dunkelbraun, Ocker und Schwarz. Der Stamm ist fast weiß und steigt in scharfen Knicken auf, erst nach links, dann zurück nach rechts; oben begleitet ihn eine blauschwarze Kante. Ein langer Ast reicht bis zum rechten Rand, darüber breitet sich zur Spitze hin ein Netz dünner brauner und rostroter Zweige aus, das der obere Rand abschneidet. Blätter gibt es keine. Alles andere ist ein blasser, grauweißer Grund mit sichtbaren Pinselstrichen; Signatur und Jahreszahl stehen rechts unten, knapp über der Erde.
Warum mögen die Menschen es?
Weil es zugleich ruhig und kräftig ist. Schiele kam mit sehr wenigen Farben aus – Weiß, Grau, Braun und etwas Rostrot –, deshalb passt das Werk mühelos in einen modernen Raum, zu Holz oder zu einer schlichten weißen Wand. Der geknickte Stamm gibt ihm Spannung: Der Baum sieht aus, als hätte ihn etwas zur Seite gestoßen, und als wäre er einfach weitergewachsen. Weil die Äste über die Ränder hinauslaufen, wirkt der Baum größer als die Tafel, auf die er gemalt ist; so trägt ein Kunstgemälde mit so wenigen Farben auch eine große Wand. Der Titel nennt den Spätherbst, und die kahlen Zweige zeigen ihn ohne Worte.
Provenienz
Das Gemälde befand sich im Besitz von Arthur Roessler in Wien, danach von Richard Lanyi und von Otto Nirenstein in Wien (vor 1930 bis 1938); von 1939 bis 1954 war es in der Galerie St. Etienne in New York und anschließend bei Rudolf Leopold (1954–1994); heute befindet es sich im Leopold Museum in Wien.
Wo steht es unter Schieles Werken?
Unter den anderen Schiele-Werken in unserem Sortiment können Sie es mit Der Lyriker, Kardinal und Nonne (Liebkosung) und Hauswand (Fenster) vergleichen; wenn Sie zwischen ihnen wählen, öffnen Sie sie nebeneinander. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Einer unserer Künstler malt es von Hand in Ölfarben, Strich für Strich, für Ihre Bestellung – es ist kein Druck. Zwei Stellen entscheiden über das Ergebnis. Die erste ist die Erde, die ihre kurzen, dicken Striche behalten muss und nicht zu einer flachen braunen Fläche werden darf. Die zweite ist der Stamm: Er ist heller als der Grund dahinter, und die Versuchung ist groß, ihn abzudunkeln; wir lassen ihn hell. Das Original ist auf eine Holztafel gemalt, unsere Fassung ist Öl auf Leinwand, die Oberfläche ist also nicht dieselbe. Ist es fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe; erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk ist in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert worden; wir ergänzen die Aufnahmen auf dieser Seite, sobald wir sie haben.
Welche Größe für welche Wand?
Kurz gesagt: Die Farben sind hell und das Motiv ist schlicht, deshalb bleibt das Werk auch in großem Format leicht. Wir bieten es in dreizehn Größen an, von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm. Für eine schmale Wand, einen Flur oder den Platz zwischen zwei Fenstern 50 x 65 cm oder 60 x 75 cm; über eine Kommode oder einen Schreibtisch 70 x 90 cm oder 80 x 100 cm; über das Sofa im Wohnzimmer 100 x 130 cm oder 120 x 150 cm; an eine große Wand oder ins Treppenhaus 140 x 180 cm oder 160 x 205 cm. Ein Gemälde dieser Größe braucht Abstand: Aus der Nähe sehen Sie einzelne Striche in der Erde, der Baum setzt sich erst aus einigen Schritten Entfernung zusammen. Ein handgemaltes Gemälde hängt am besten mit der Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Keilrahmen „JA“, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Das Werk reist schützend verpackt. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Was bedeutet Kleiner Baum im Spätherbst?
Das Leopold Museum liest den kahlen, vereinzelten Baum nicht als naturgetreue Landschaft, sondern als Gefühl: das Gefühl, ausgesetzt und einsam zu sein, und den Willen zu überleben. In dieser Deutung steht er für das Wachsen und Beharren der Natur und damit auch des Menschen gegen alle Widrigkeiten.
Warum sieht der Baum wie eine menschliche Gestalt aus?
Schiele gab der Natur oft menschliche Formen und Stimmungen; im Sommer 1913 schrieb er, er beobachte jetzt hauptsächlich die „körperliche Bewegung“ von Bergen, Wasser, Bäumen und Blumen. Hier lassen sich der Stamm und der nach rechts ragende Ast als Beine lesen und die Zweige der Krone als Arme, wie eine einsame Gestalt im Wind.
Wann malte Schiele Kleiner Baum im Spätherbst?
Im Jahr 1911: Die Tafel ist rechts unten mit „EGON SCHIELE 1911“ signiert und datiert. Sie ist in Ölfarben auf Holz gemalt und misst nur 33,5 x 42 cm.
Warum ist Kleiner Baum im Spätherbst so klein?
Schieles Freund und Förderer, der Kritiker Arthur Roessler, hatte ihm geraten, kleinere Arbeiten zu malen, die sich leichter verkaufen ließen. Laut Roesslers Buch über Schiele von 1922 bat ihn der Künstler 1911, fünf kleine Ölgemälde auf Holztäfelchen rasch zu verkaufen, und dieser Baum war eines davon.
Wo befindet sich Kleiner Baum im Spätherbst heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 459. Der Museumsdatensatz nennt die früheren Eigentümer in dieser Reihenfolge: Arthur Roessler, Richard Lanyi und Otto Nirenstein in Wien, die Galerie St. Etienne in New York und Rudolf Leopold, der ihn von 1954 bis 1994 besaß.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.









































