Beschreibung
Versinkende Sonne ist ein Werk Egon Schieles von 1913: zwei dünne junge Bäume vor einer Landschaft aus dunklen Feldern, mit zwei rosafarbenen Bergen unter rosafarbenem Himmel. Das Original befindet sich im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 625; es misst 90 x 90,5 cm – 90,5 cm breit und 90 cm hoch, also beinahe quadratisch. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in fünfzehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Versinkende Sonne |
| Andere Titel: | Setting Sun · Zahajajoče sonce |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1913; oben rechts der Mitte signiert und datiert „EGON SCHIELE 1913“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 90 cm x 90,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Stil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv. 625) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 50 x 50 cm bis 200 x 200 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Versinkende Sonne – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Eine Landschaft, durch zwei junge Bäume gesehen. Der linke Baum trägt noch eine Krone aus rostbraunem und dunkelrotem Laub; der rechte ist fast kahl, ein paar dünne Äste mit wenigen Blättern, daneben steht ein gerader dunkler Pfosten. Dahinter nimmt ein blassrosa Himmel mit feinen waagrechten Linien das obere Drittel ein, mit zwei rosafarbenen Bergen am Horizont – einem kleinen links, einem größeren rechts – über einem blassen Band. Darunter liegt ein dunkler Hügel, und die untere Hälfte ist ein Flickenteppich aus Feldern in Dunkelgrün, Oliv, Grau und Braun, in waagrechten Streifen gelegt und mit winzigen gelben Punkten übersät. Links unterhalb der Mitte steht ein dünner roter Pfahl aufrecht im dunklen Boden. Oben rechts steht in drei kurzen Zeilen die Signatur.
Wovon handelt das Werk?
Laut Museumseintrag von jenem Moment des Tages, „an dem der Untergang der Sonne zu betrauern ist, die in der Ferne noch Wärme spendet, während im Schatten bereits die Konturen verschwimmen“. Nicht die Schönheit der Natur stehe im Fokus, sondern „ihr Eingebundensein in ein stetes Kommen und Gehen“; diese melancholische Stimmung sei typisch für Schieles Landschaften, denen er Titel wie Kahle Bäume oder Sonnenlose Landschaft gab. Das ist die Lesart des Museums, das die Arbeit besitzt, und wir geben sie als die seine wieder.
Warum malt Schiele immer wieder die Sonne?
Weil die Sonne laut Museum ein wiederkehrendes Motiv in seinem Werk ist und als Chiffre für das Zyklische fungiert: eine Konstante, die sich immer wieder verabschiedet und immer wieder zurückkehrt, und damit ein Synonym für den Kreislauf des Lebens, für das organische Verbundensein alles Seienden. Der Eintrag verbindet das mit einem seiner zentralen Themen, Werden und Vergehen, und zitiert, wie Schiele es einmal im Hinblick auf seinen eigenen Körper formulierte: „Mein Wesen, mein – Verwesen“.
Wo genau steht die Signatur?
Laut Eintrag oben rechts der Mitte: „EGON SCHIELE 1913“, in drei kurzen Zeilen nahe dem rechten Rand, auf Höhe der Oberkante der Felder, wo man sie vor dem dunklen Grund leicht übersieht.
Womit ist das Original gemalt?
Laut Eintrag mit Ölfarben auf Leinwand. Unsere Reproduktion wird ebenfalls mit Ölfarben auf Leinwand gemalt: Malmittel und Träger sind dieselben wie beim Original.
Ist das Format quadratisch?
So gut wie. Bei dieser Arbeit ist jede unserer Stufen ein quadratisches Format, von 50 x 50 cm bis 200 x 200 cm.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
Ja, auf einen halben Zentimeter. Unsere Stufe 90 x 90 cm trifft die Höhe des Originals genau und ist fünf Millimeter schmaler. Da alle Stufen quadratisch sind und das Original nicht ganz, wächst dieser kleine Unterschied mit der Größe, aber langsam: Bei 200 x 200 cm verlangte das Verhältnis des Originals etwa 201 cm Breite. Praktisch behält jede Stufe das Verhältnis; für genau 90 x 90,5 cm sorgt ein Maß nach Wunsch.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Diese Seite trug bisher keinen Provenienzvermerk – bei diesem Werk gab es keinen, was wir offen sagen, statt stillschweigend einen Ersatz zu liefern. Was folgt, ist die Kette, wie das Museum sie veröffentlicht, und sie ist kurz: Arthur Roessler, Wien, von 1913 bis 1957; Rudolf Leopold, Wien, von 1957 bis 1994; und ab 1994 die Leopold Museum-Privatstiftung. Die Deutung ist unsere. Der erste Eigentümer besaß das Werk schon ab seinem Entstehungsjahr; zu den Quellen des Museums für ihn zählen Tobias Natters Buch über Sammler und Mäzene von 2003 und der Katalog der Gedächtnis-Ausstellung zum 30. Todestag Schieles in der Neuen Galerie Wien 1948, dort Nr. 37. Ein Detail geht nicht auf: Die Kette datiert Leopolds Besitz ab 1957, der Kaufvertrag, den sie für ihn nennt, trägt aber das Datum 7. Jänner 1953. Der Eintrag gleicht beides nicht ab, und wir nennen beides. Genannt ist auch ein Dossier von Sonja Niederacher vom 30. April 2011. Das Werk ist heute im Leopold Museum unter der Inventarnummer 625; der gesamte Schiele-Bestand des Museums ist auf der Egon-Schiele-Seite des Leopold Museums vorgestellt.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Unter seinen Landschaften der Jahre 1911 bis 1914. Zwei Jahre früher entstand die kleine Tafel Kleiner Baum im Spätherbst, ein Jahr früher Kalvarienberg, ein Jahr später Die Häuser am Meer. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Egon Schiele, mehr zum Leben des Malers im Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde macht es aus einem Sonnenuntergang eine Betrachtung über das Vergehen. Wie Die Häuser am Meer ist es Öl auf Leinwand; Kalvarienberg nimmt noch Gouache und Bleistift hinzu.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler mit Ölfarben, Strich für Strich; es ist kein maschineller Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Stellen sind hier die schwierigsten. Die erste ist die Krone des linken Baums: Hunderte kleiner rostroter Blätter vor rosa Himmel, jedes einzeln gesetzt; füllt der Maler sie zu einer Masse, verliert der Baum das Licht, das durch ihn fällt. Die zweite ist das Rosa von Himmel und Bergen, das blass und kühl bleiben muss statt süß – hebt der Maler es ins Bonbonrosa, wird aus der Trauer, von der das Museum spricht, eine Postkarte. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Fotografie zur Freigabe, erst dann geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelierfotos – in unserer Werkstatt wurde sie noch nicht fotografiert, und es wurde nichts entfernt; wenn sie das nächste Mal gemalt wird, fotografieren wir sie und ergänzen die Aufnahmen hier. Als Reproduktion auf Leinwand ist sie auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: Ein Quadrat verlangt die Mitte einer Wand und etwas Leere um sich. Für eine kleinere Wand 60 x 60 cm oder 70 x 70 cm, über einem Sofa 90 x 90 cm, die Größe des Originals, oder 100 x 100 cm, für einen großen Raum 150 x 150 cm bis 200 x 200 cm. Unsere kleinste Größe ist 50 x 50 cm. Als Kunstgemälde mit so vielen kleinen Blättern und gelben Punkten gewinnt das Werk mit der Größe: Ab 90 x 90 cm liest man sie als Details des Originals und nicht als Textur.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der fünfzehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Ansicht an Ihrer eigenen Wand. Der Rahmen wird gesondert gewählt und muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Die Fertigungszeit richtet sich nach der Größe und der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Welchen Ort zeigt die Versinkende Sonne?
Weder der Titel noch der Museumseintrag nennen einen Ort. Der Text des Leopold Museum auf Google Arts & Culture sagt, Schieles Anregung stamme wohl von der Küste bei Triest und den zwei kargen, rotfelsigen Inseln vor dieser Küste. So gelesen sind die zwei rosa Formen am Horizont diese Inseln.
Wo ist die Sonne auf dem Gemälde Versinkende Sonne?
Kaum zu sehen: Laut Leopold Museum ist die sinkende Sonne nur teilweise sichtbar, und die Formen am Horizont erscheinen im Gegenlicht in kaltem Karmin. Was das Auge sieht, ist ihr Nachglühen, ein blassrosa Himmel über dunklen Feldern. Das Museum liest die Szene als Abschied von Licht, Wärme und Leben.
Was bedeutet die Versinkende Sonne?
Laut Museumseintrag zeigt sie den Moment des Tages, in dem wir die versinkende Sonne betrauern müssen: In der Ferne spendet sie noch Wärme, während sich im Schatten die Konturen schon auflösen. Schiele ging es nicht um die Schönheit der Natur, sondern um ihre Einbettung in ein stetes Kommen und Gehen. Das Museum nennt die Sonne in seinem Werk eine Chiffre für das Zyklische, ein Symbol für den Kreislauf des Lebens.
Was bedeutet „Mein Wesen, mein – Verwesen“?
Es sind Worte Schieles über seinen eigenen Körper, die das Museum in seinem Text zu diesem Werk zitiert. Sie verbinden das Gemälde mit einem seiner zentralen Themen, dem Werden und Vergehen.
Wer war der erste Besitzer der Versinkenden Sonne?
Arthur Roessler, der Wiener Kritiker und langjährige Förderer Schieles, von 1913, dem Entstehungsjahr, bis 1957. Laut Leopold Museum hing das Gemälde über seinem Schreibtisch. Danach kam es zu Rudolf Leopold und 1994 in die Leopold Museum-Privatstiftung.
Wo befindet sich die Versinkende Sonne heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 625. Im Englischen heißt sie Setting Sun.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe die richtige ist, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: zwei junge Bäume vor dunklen Feldern, rosa Bergen und rosa Abendhimmel.
- Original: 1913, Ölfarben auf Leinwand, 90 x 90,5 cm, oben rechts der Mitte signiert, Leopold Museum, Wien, Inv. 625.
- Unseres: handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, 15 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Diese Seite trug für dieses Werk keinen Provenienzvermerk; die Kette ist so wiedergegeben, wie das Museum sie veröffentlicht.









































