Beschreibung
Selbstbildnis mit Lampionfrüchten ist ein Werk Egon Schieles von 1912: Kopf und dunkle Jacke des Malers werden vom oberen und unteren Rand angeschnitten, links steigt ein dünner Stängel der Lampionblume mit roten Früchten und trockenen gelben Blättern auf. Das Original befindet sich im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 454; es misst 39,8 x 32,2 cm – 39,8 cm breit und 32,2 cm hoch, eine kleine querliegende Holztafel. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in fünfzehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Selbstbildnis mit Lampionfrüchten |
| Andere Titel: | Self-Portrait with Chinese Lantern Plant · Avtoportret z lampijonkami |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1912; rechts unten signiert und datiert „EGON SCHIELE 1912“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 39,8 cm x 32,2 cm |
| Originaltechnik: | Öl, Deckfarbe auf Holz |
| Stil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv. 454) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 43 x 35 cm bis 205 x 164 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Selbstbildnis mit Lampionfrüchten – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Den Maler von der Brust aufwärts, rechts der Mitte vor einen blassen, silbrig-weißen Grund gesetzt. Der obere Rand schneidet durch sein dunkles Haar, der untere durch die Jacke, die fast schwarz mit grünlichem Schimmer und in breiten Strichen aufgetragen ist. Der Kopf sitzt auf einem langen Hals und ist zur Seite gewandt; das Gesicht ist aus kleinen Strichen in Rosa, Ocker, Blau und Grün gebaut, mit roten Lippen und dunklen Brauen. Hinter dem Kopf hebt sich eine graue, kastenartige Fläche vom helleren Grund ab. Links steigt ein dünner Stängel auf und biegt sich bis zum oberen Rand; an ihm hängen trockene gelbbraune Blätter und rote Lampionfrüchte – eine nahe dem oberen Ende, eine Gruppe am unteren Rand. Rechts unten steht in drei kurzen Zeilen die Signatur.
Wohin blickt der Maler?
Geradewegs zu Ihnen. Laut Museumseintrag ist der Kopf nach rechts gewandt, während der Blick in gegenläufiger Bewegung direkt den Betrachter fixiert, und das Museum liest darin, dass sich der Künstler zugleich fragil und selbstbewusst zeigt. Das ist die Lesart des Hauses, das die Arbeit besitzt, und wir geben sie als die seine wieder: Der Kopf wendet sich in eine Richtung, zurück kommt nur der Blick.
Warum sitzt die Komposition so weit aus der Mitte?
Weil das Werk ein Gegenstück hat. Laut Museum konzipierte Schiele es als Pendant zum gleichzeitig entstandenen Bildnis Wally Neuzil, dem Porträt seiner damaligen Lebensgefährtin, und das erklärt die eigentümlich exzentrische Komposition beider Gemälde. Der Eintrag ergänzt, dass in der ausgewogenen Komposition nichts dem Zufall überlassen ist und jede Linie ihre Fortsetzung oder ein korrespondierendes Gegenüber findet: Kopf und Körper werden von den waagrechten Rändern angeschnitten, und dem Gewicht dieser dunklen Flächen antwortet das kräftige Rot der Lampionblume.
Warum ist dieses Selbstporträt so bekannt?
Der Museumseintrag zählt es zu Schieles bekanntesten Werken und sagt, es zeige ihn auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Er nennt auch den größeren Grund: Kein Künstler im Wien um 1900 hat das eigene Gesicht, den eigenen Körper und die eigene Persönlichkeit so intensiv erforscht, und das machte Schieles Namen zum Synonym der Wiener Moderne und ihres zentralen Themas, der Krise des Individuums.
Worauf ist das Original gemalt?
Auf Holz. Laut Eintrag ist die Technik Öl und Deckfarbe auf einer Holztafel, rechts unten signiert und datiert. Unsere Reproduktion wird in Ölfarben auf Leinwand gemalt. Wir geben das nicht als dasselbe aus: Eine kleine Holztafel und eine gespannte Leinwand sind verschiedene Träger.
Ist das Format hoch oder quer?
Quer. Ihr Gegenstück, das Bildnis Wally Neuzil, ist gleich breit und fast gleich hoch. Unsere Stufen folgen dem Original im Querformat, von 43 x 35 cm bis 205 x 164 cm. Bei diesem Motiv überlässt die Breite die ganze linke Seite der Pflanze, die das Gegengewicht bildet, von dem das Museum spricht.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
In der Größe des Originals nicht: Die Tafel misst 39,8 x 32,2 cm, und unsere kleinste Stufe, 43 x 35 cm, ist 3,2 cm breiter und 2,8 cm höher. Im Seitenverhältnis kommt es auf die Stufe an. Das Original hat ein Verhältnis von 1 : 1,236; 43 x 35 cm und 130 x 105 cm kommen ihm in der Höhe auf etwa zwei Millimeter nahe, 80 x 65 cm auf etwa drei. Die übrigen Stufen sind quadratischer oder gestreckter geschnitten, bei 90 x 70 cm um fast drei Zentimeter; wenn Ihnen das genaue Verhältnis wichtig ist, wählen Sie eine dieser drei oder ein Maß nach Wunsch.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Die Provenienznotiz, die diese Seite bereits trug, folgt unmittelbar darunter und bleibt wortgetreu und unverändert. Die Kette des Museums nennt dieselben drei Eigentümer und fügt die vierte Station hinzu: ab 1994 die Leopold Museum-Privatstiftung. Sie nennt zu jeder Station auch eine Quelle, und die Deutung ist unsere. Für Heinrich Mayer ist es ein Brief von Peter Parzer an Patricia Spiegelfeld vom 21. Juni 2002, für Josef und Richard Parzer ein Dossier von Sonja Niederacher vom 30. April 2011, für Rudolf Leopold ein Kaufvertrag vom 24. April 1956. Der letzte private Übergang ist also als Verkauf belegt. Der erste Eigentümer ist nur mit „vor 1918“ datiert, und der Eintrag sagt weder, wann er das Werk erwarb, noch wie es 1938 an die Parzers überging. Das Werk ist heute im Leopold Museum unter der Inventarnummer 454; der gesamte Schiele-Bestand des Hauses ist auf der Egon-Schiele-Seite des Leopold Museums vorgestellt.
Provenienz
Das Gemälde befand sich im Besitz von Heinrich Mayer in Wien (vor 1918 bis 1938), danach von Josef und Richard Parzer in Wien (1938–1956) und von Rudolf Leopold (1956–1994); heute befindet es sich im Leopold Museum in Wien.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Unter den Selbstporträts von 1912, neben seinem Gegenstück. Aus demselben Jahr stammt das Selbstbildnis mit gesenktem Kopf, ebenfalls auf eine Holztafel gemalt; aus dem Vorjahr der Selbstseher II, eine große quadratische Leinwand aus derselben Sammlung. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Egon Schiele, mehr zum Leben des Malers im Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde ist dies das Selbstporträt, das das Museum zu seinen bekanntesten Werken zählt. Selbstseher II ist Öl auf Leinwand; diese Tafel ist es nicht.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler mit Ölfarben, Strich für Strich; es ist kein maschineller Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Stellen sind hier die schwierigsten. Die erste ist das Gesicht: Es besteht aus kleinen, getrennten Strichen in Rosa, Ocker, Blau und Grün, und die müssen getrennt bleiben; verschmilzt der Maler sie zu einem Hautton, verliert das Gesicht die unruhige, flirrende Qualität, die es zu Schieles Gesicht macht. Die zweite ist das Rot der Früchte: Es ist die stärkste Farbe des Werks und die einzige Antwort auf die dunkle Masse der Jacke, also muss es genau dieses Rot sein – zu orange oder zu schwach, und das Gleichgewicht, das das Museum beschreibt, bricht auseinander. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Fotografie zur Freigabe, erst dann geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelierfotos – in unserer Werkstatt wurde sie noch nicht fotografiert, und es wurde nichts entfernt; wenn sie das nächste Mal gemalt wird, fotografieren wir sie und ergänzen die Aufnahmen hier. Als Reproduktion auf Leinwand ist sie auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: Ein quer liegendes Werk folgt einem langen Möbelstück. Für einen schmalen Platz oder die Wand über dem Schreibtisch wirken 43 x 35 cm und 50 x 40 cm, über einem Sofa oder einer Kommode 100 x 80 cm oder 110 x 90 cm, für einen großen Raum 170 x 136 cm und 205 x 164 cm. Unsere kleinste Größe ist 43 x 35 cm. Als Kunstgemälde verändert ein im Original so kleines Gesicht mit der Vergrößerung seinen Charakter: Die kleineren Stufen bewahren die Intimität der Tafel, die größeren machen die Striche im Gesicht quer durch den Raum sichtbar.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der fünfzehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Ansicht an Ihrer eigenen Wand. Der Rahmen wird gesondert gewählt und muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Die Fertigungszeit richtet sich nach der Größe und der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Welche Pflanze ist auf Schieles Selbstbildnis mit Lampionfrüchten zu sehen?
Die Lampionblume (Physalis): Ein dünner Stängel links trägt trockene gelbbraune Blätter und rote, laternenförmige Früchte. Viele Autoren lesen die Pflanze als Zeichen für die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens, neben dem blassen, hageren Gesicht; das Museum selbst betont ihre Rolle in der Komposition, in der das kräftige Rot die dunklen Haare und die Jacke ausgleicht. Auf Italienisch heißt das Werk Autoritratto con alchechengi, auf Englisch Self-Portrait with Physalis.
Wann malte Schiele das Selbstbildnis mit Lampionfrüchten?
Im Jahr 1912: Die Tafel ist rechts unten mit „EGON SCHIELE 1912“ signiert und datiert. Sie ist in Öl und Deckfarbe auf Holz gemalt und klein, 39,8 cm breit und 32,2 cm hoch.
Warum ist das Selbstbildnis mit Lampionfrüchten so berühmt?
Das Leopold Museum zählt es zu Schieles bekanntesten Werken und sagt, es zeige ihn auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Der Kopf des Malers ist nach rechts gewandt, während der Blick den Betrachter direkt fixiert, und das Museum liest diese Gegenbewegung so, dass sich der Künstler zugleich fragil und selbstbewusst zeigt. Kein Künstler in Wien um 1900 hat das eigene Gesicht und den eigenen Körper so intensiv erkundet wie Schiele.
Wie hängt das Selbstbildnis mit Lampionfrüchten mit dem Porträt von Wally Neuzil zusammen?
Schiele konzipierte beide im selben Jahr als Gegenstücke: Wally Neuzil war damals seine Partnerin und sein Modell. Laut Museum erklärt das die eigentümlich exzentrische Komposition beider Tafeln, die gleich breit und fast gleich hoch sind. Beide befinden sich im Leopold Museum, das Porträt Wallys unter der Inventarnummer 453.
Wo befindet sich das Selbstbildnis mit Lampionfrüchten heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 454. Bis 1938 gehörte es Heinrich Mayer in Wien, danach Josef und Richard Parzer und ab 1956 Rudolf Leopold. Seit 1994 gehört es der Leopold Museum-Privatstiftung.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe die richtige ist, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: ein vom oberen und unteren Rand angeschnittenes Selbstporträt mit einem Stängel roter Lampionfrüchte links.
- Original: 1912, Öl und Deckfarbe auf Holz, 39,8 x 32,2 cm, rechts unten signiert, Leopold Museum, Wien, Inv. 454.
- Unseres: handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, 15 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Laut Museum wurde es als Pendant zum Bildnis Wally Neuzil konzipiert.









































