Beschreibung
Mutter mit zwei Kindern III ist ein großes Werk Egon Schieles, vom Belvedere auf 1915–1917 datiert und 1917 signiert: Eine blasse, verschleierte Mutter sitzt zwischen zwei kleinen Kindern in bunt gemusterter Kleidung, vor fast schwarzem Grund. Das Original bewahrt das Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 4473 auf; es misst 150 x 159,8 cm und ist fast quadratisch. Wir malen es von Hand in Ölfarben, in vierzehn Größen oder nach Ihrem Maß, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Mutter mit zwei Kindern III |
| Weitere Titel: | Mother with Two Children III · Mati z dvema otrokoma III |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1915–1917, signiert und datiert unten Mitte „EGON / SCHIELE / 1917“ |
| Originalgröße: | 150 cm x 159,8 cm (das Museum bezeichnet die Achsen nicht) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus |
| Standort: | Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 4473) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 14 Größen von 50 x 55 cm bis 200 x 210 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Mutter mit zwei Kindern III – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Eine Mutter und zwei kleine Kinder, von vorn gesehen, die zusammen den größten Teil der Leinwand füllen. Die Mutter sitzt in der Mitte, in einen blassgrauen Schleier gehüllt, der Kopf und Schultern bedeckt; über ihrem Schoß liegt ein weißes Tuch. Zu beiden Seiten sitzt je ein Kind, jedes in ein rostoranges Tuch gehüllt, dessen Fransen bis zum unteren Rand hängen. Das Kind links hebt beide Hände vor die Brust und blickt zur Seite, das Kind rechts schaut den Betrachter direkt an. Der Eintrag des Belvedere nennt keine Modelle, und auch wir nennen keine.
Was ist auf der Leinwand?
Fast alles um die Gruppe herum ist ein dunkles, bräunliches Schwarz, in lockeren Strichen aufgetragen: kein Raum, keine Möbel, kein Horizont. Vor diesem Grund wirken die drei Figuren wie ein einziger Farbblock. Das Gesicht der Mutter ist lang und blass, mit dunkel umrandeten Augen und roten Lippen; der Kopf neigt sich leicht zur Seite, der Blick ist gesenkt. Der Schleier ist ein dünnes, gräuliches Weiß, das Tuch über den Knien ist pastos gemalt, in zerknitterten weißen Falten. Auch die Gesichter der Kinder sind blass, mit roten Wangen und Lippen, und beide tragen einen weißen Rüschenkragen. Ihre Kleidung ist aus Streifen und Flicken in Rot, Grün, Gelb, Blau und Weiß zusammengesetzt; darunter liegen ocker- und olivfarbene Tücher, von Zickzacklinien durchzogen. Hinter den Händen des linken Kindes öffnet sich ein kleiner Fleck hellen Blaus. Unten in der Mitte, in einem kleinen Quadrat, stehen Signatur und Datum in drei Zeilen – EGON / SCHIELE / 1917 –, genau so, wie das Museum sie verzeichnet.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Aus drei Gründen, und alle sind belegt. Der erste ist die Größe: Mit 150 x 159,8 cm ist es eine große Leinwand, um ein Vielfaches größer als die kleinen Holztafeln mit Müttern, die Schiele 1910 und 1912 malte (siehe unten). Der zweite ist seine lange Ausstellungsgeschichte. Das Belvedere verzeichnet es seit 1954 in eigenen Ausstellungen: in der Österreichischen Galerie des XIX. und XX. Jahrhunderts im Oberen Belvedere ab Juli 1954, in „Egon Schiele Gemälde“ 1968, in „Egon Schiele (1890–1918) in der Österreichischen Galerie in Wien“ 1990, in „Die Tafelrunde“ 2006, in der Jubiläumsausstellung „150 Jahre Gustav Klimt“ 2012–2013, in „Klimt / Schiele / Kokoschka und die Frauen“ 2015–2016 und in der Ausstellung „Egon Schiele“ 2018–2019. Der dritte ist seine Herkunft: Über die Frage, ob es den Erben der früheren Eigentümerin zurückgegeben werden soll, wurde zweimal entschieden.
Was bedeutet das Gemälde?
Der Eintrag des Belvedere gibt keine Deutung dieses Werks, und wir legen dem Museum keine in den Mund. Was die Leinwand selbst zeigt, ist ein Kontrast. Die Mutter ist fast farblos – grauer Schleier, weißes Tuch, blasse Haut –, während die beiden Kinder beinahe alle Farbe tragen. Der Blick der Mutter ist gesenkt; ein Kind schaut zur Seite, das andere aus der Leinwand heraus, und so berühren sich die drei Figuren, ohne dass sich ihre Blicke treffen. Wie viel davon Bedeutung ist und wie viel Komposition, sagt der Eintrag nicht, und wir lassen die Frage offen. Belegt ist die Datierung: Das Museum nennt 1915–1917, die Signatur trägt nur 1917.
Woher kommt das Werk, und warum wurde es zurückgefordert?
Der Eintrag des Belvedere nennt die Eigentümer in drei Zeilen: Karl Grünwald in Wien; ab 1930 Jenny Steiner in Wien; 1951 Ankauf von Jenny Steiner, die damals bereits in New York lebte. Zwischen der zweiten und der dritten Zeile liegen die Jahre der NS-Herrschaft und die Rückgabe des Gemäldes an Jenny Steiner im November 1950; diesen Teil der Kette schildert die erste Notiz unten. Nach dem Verkauf forderten ihre Erben das Werk zurück, und der österreichische Kunstrückgabebeirat entschied zweimal über den Antrag, 2000 und 2010. In seinem Beschluss vom 8. Oktober 2010 hielt der Beirat fest, dass Jenny Steiner nie eine Ausfuhrgenehmigung beantragt hatte und dass der Verkauf nicht durch ein Ausfuhrverfahren veranlasst war. Was der Beirat entschied, fasst die zweite Notiz unten zusammen.
Eine unter den Nationalsozialisten verlorene jüdische Sammlung
Das Gemälde stammt aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Karl Grünwald, der es 1930 an Jenny Steiner verkaufte, eine jüdische Sammlerin und Seidenfabrikbesitzerin in Wien. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurde Steiner verfolgt und ihre Sammlung beschlagnahmt; diesem Werk haftete der Makel der „entarteten Kunst“ an, und es wurde in Wien in der Obhut der Reichskammer der bildenden Künste verwahrt. Im November 1950 wurde es an Jenny Steiner restituiert; 1951 verkaufte sie es – damals in New York lebend – für 20.000 Schilling ans Belvedere, eine Ausfuhrgenehmigung hatte sie nie beantragt.
Der Restitutionsantrag und die Entscheidung des Beirats
Die Erben von Jenny Steiner forderten das Gemälde später zurück. Der österreichische Kunstrückgabebeirat lehnte die Rückgabe ab – im Jahr 2000 und erneut am 8. Oktober 2010 –, da der Verkauf von 1951 auf dem freien Willen der Eigentümerin beruhte und der Preis nach den damaligen Verhältnissen angemessen war. Das Gemälde verbleibt in der Sammlung des Belvedere.
Wo steht dieses Werk unter Schieles Arbeiten?
Unter seinen späten Arbeiten: Das Museum datiert es auf 1915–1917, die letzten Jahre vor Schieles Tod 1918. In unserem Angebot steht es neben drei weiteren Werken mit Müttern. Zwei davon sind kleine Holztafeln im Leopold Museum in Wien: Mutter und Kind von 1912, Öl auf Holz im Maß 36,5 x 29,2 cm, und Tote Mutter I von 1910, Öl und Bleistift auf Holz im Maß 32,1 x 25,7 cm. Neben ihnen zeigt Mutter mit zwei Kindern III, wie sehr das Thema im Maßstab gewachsen war. Das dritte Werk ist Junge Mutter, das die Gruppe vervollständigt. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler in Ölfarben, Strich für Strich – kein Maschinendruck, sondern eine für Ihre Bestellung von Hand gemalte Kopie. Zwei Stellen sind hier am schwierigsten. Die erste ist der Kontrast zwischen Mutter und Kindern: Schleier und weißes Tuch müssen blass und voller Grautöne bleiben, statt zu einem flachen Weiß zu werden, während die gestreifte Kleidung der Kinder jede Farbe für sich behält. Die zweite ist der dunkle Grund, der kein gleichmäßiges Schwarz ist, sondern eine bräunliche Fläche mit sichtbaren Strichen; zu glatt gemalt, ließe er die Gruppe im Leeren schweben. Das Original ist auf Leinwand gemalt, und so auch unsere Kopie. Ist das Gemälde fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk wurde in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert; wir ergänzen die Aufnahmen auf dieser Seite, sobald wir sie haben. Wie jedes Kunstgemälde aus unserer Werkstatt kann es auf einen Keilrahmen gespannt geliefert werden; das wählen Sie bei der Option Podokvir.
Welche Größe für welche Wand?
Kurz gesagt: Das Original ist groß, darum geht es bei den meisten Wänden eigentlich um die Frage, wie viel Wand die Gruppe füllen soll. Das Museum nennt 150 x 159,8 cm, ohne zu sagen, welche Seite die Höhe ist; am nächsten kommt ihm unsere Größe 150 x 160 cm, die auf einer Seite mit dem Original übereinstimmt und auf der anderen 2 mm länger ist. Für eine schmale Wand oder einen Flur genügen 60 x 65 cm oder 70 x 75 cm, über eine Kommode oder einen Schreibtisch passen 80 x 85 cm oder 90 x 95 cm, ins Wohnzimmer über das Sofa 120 x 130 cm oder 130 x 140 cm, an eine große Wand, ins Treppenhaus oder in einen hohen Raum 160 x 175 cm, 180 x 195 cm oder unsere größte Größe, 200 x 210 cm. Ein Gemälde dieser Größe braucht Abstand: Aus der Nähe liest man die Flicken der Kinderkleidung einzeln, die drei Gesichter setzen sich erst aus einigen Metern zusammen. Hängen Sie es mit der Mitte auf Augenhöhe auf, etwa 145–150 cm über dem Boden, über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der vierzehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Podokvir JA, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand; die Ansicht an Ihrer Wand ist ein eigener Service. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien und Ungarn. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Jedes Werk wird schützend verpackt verschickt. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Wer sind die Mutter und die Kinder auf Mutter mit zwei Kindern III?
Eine Mutter, die zwischen zwei kleinen Kindern sitzt, alle drei von vorn gesehen. Der Eintrag des Belvedere nennt keine Modelle, und auch wir nennen keine. Die Mutter ist in einen blassgrauen Schleier gehüllt, über ihrem Schoß liegt ein weißes Tuch, und jedes Kind trägt einen rostorangen Schal über bunt gemusterter Kleidung.
Wo befindet sich das Original von Mutter mit zwei Kindern III?
Im Belvedere in Wien, unter der Inventarnummer 4473. Das Museum erwarb es 1951 von Jenny Steiner, die damals in New York lebte. Die Leinwand ist groß und fast quadratisch, 150 x 159,8 cm.
Wann entstand Mutter mit zwei Kindern III?
Das Belvedere datiert es auf 1915–1917, während die Signatur unten in der Mitte allein 1917 nennt. Es sind die letzten Jahre vor Schieles Tod 1918.
Warum wurde Mutter mit zwei Kindern III zurückgefordert?
Jenny Steiner, eine jüdische Sammlerin in Wien, verlor ihre Sammlung nach dem Anschluss Österreichs 1938; das Gemälde wurde ihr im November 1950 restituiert, und 1951 verkaufte sie es ans Belvedere. Ihre Erben forderten es später zurück. Der österreichische Kunstrückgabebeirat lehnte 2000 und erneut 2010 ab, da der Verkauf auf ihrem freien Willen und einem damals angemessenen Preis beruhte, und so bleibt das Gemälde im Belvedere.
Gibt es auch eine Mutter mit zwei Kindern II?
Ja. Schiele kehrte ab 1910 immer wieder zum Thema Mutter und Kind zurück, und ein Gemälde mit dem Titel Mutter mit zwei Kindern II von 1915 befindet sich im Leopold Museum in Wien. Darin ist die Mutter in grünen Stoff gehüllt, vor einem bräunlich-gelben Grund.
Wie sind die Farben in Mutter mit zwei Kindern III verteilt?
Fast alle Farbe gehört den Kindern: Ihre Kleidung ist aus Streifen und Flecken in Rot, Grün, Gelb, Blau und Weiß gebaut. Die Mutter bleibt nahezu farblos – grauer Schleier, weißes Tuch, blasse Haut –, und der Grund um die Gruppe ist ein locker gestrichenes, bräunliches Schwarz. Jede Kopie auf dieser Seite ist ein handgemaltes Gemälde, das diesen Kontrast bewahrt, den Schleier blass, aber voller Grautöne.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: eine verschleierte Mutter zwischen zwei kleinen Kindern in gemusterter Kleidung und rostorangen Tüchern, vor fast schwarzem Grund.
- Original: 1915–1917, Öl auf Leinwand, 150 x 159,8 cm, unten Mitte signiert und datiert, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 4473.
- Unsere Fassung: von Hand in Öl gemalt, 14 Größen oder nach Maß, auf Wunsch auf Keilrahmen gespannt (Podokvir: JA).
- Wissenswert: Das Belvedere hat das Gemälde seit 1954 in eigenen Ausstellungen gezeigt; seine Eigentumsgeschichte schildern die beiden Notizen oben.









































